Was ist ein Computer-Virus? Unterschied zum Wurm & Trojaner erklärt

Robert Schanze

Die Medizin bezeichnet einen Virus als ungewollten übertragbaren Schädling, der Systeme infiziert und schädigt. Die Bedeutung ist für Computer-Viren gleich. Wir erklären, was ein Computer-Virus anrichtet und was der Unterschied zum Wurm und Trojaner ist.

Was ist ein Computer-Virus?

Fast alle Viren sind an einer ausführbaren Datei angehängt. Werden sie aktiviert, suchen sie entweder gezielt nach bestimmten Programmdateien und befallen sie oder sie befallen wahllos alles in der gleichen Verzeichnisebene. Sehr häufig erkennen sie auch das aktive Antivirenprogramm und legen es lahm.

Ein Computer-Virus teilt die Eigenschaften des medizinischen Virus:

  1. Er ist ungewollt.
  2. Er infiziert Systeme und löst Schäden aus.
  3. Er versucht sich zu übertragen, indem er andere Systeme ebenfalls infiziert.

Beispiel für einen Virus: Ihr öffnet eine ausführbare EXE-Datei und aktiviert so ungewollt einen Virus, der eure Dateien vorerst unbemerkt beschädigt und unbrauchbar macht. Ihr gebt die EXE-Datei einem Freund und übertragt den Virus so auf dessen PC.

Zwar ist jeder Virus per Definition bösartig, es gibt aber auch lustige Ergebnisse:

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Lustige Computer-Viren, die man gerne auf dem PC hätte.

Wie fängt man sich einen Virus ein?

Fast alle Computer-Viren sind in ausführbare Dateien „eingebettet“. Das bedeutet, wer in Windows einen veralteten oder gar keinen Virenscanner hat und Dateien aus unbekannten oder unseriösen Quellen öffnet, kann sich schnell einen Virus einfangen.

Virus: Unterschied zum Wurm & Trojaner

Die Überkategorie für Viren, Würmer und Trojaner nennt sich Malware. Allerdings gibt es grundsätzliche Unterschiede zwischen einem Virus, einem Wurm und einem Trojaner:

  • Ein Wurm ist eine Unterklasse des Virus und ähnlich aufgebaut. Allerdings kann er sich im Gegensatz zum Virus auch von selbst übertragen, indem er auf einem System vorhandene Übertragungsfunktionen nutzt (E-Mail, Remote- & Netzwerk-Verbindungen, Sicherheitslücken).
  • Ein Trojaner ist KEIN Virus, sondern ein Schadprogramm (Malware), das eine echte Anwendung vortäuscht. Im Gegensatz zum Virus vermehren sich Trojaner nicht selbstständig. Trojaner öffnen in der Regel eine Hintertür auf dem Computer, damit Angreifer darauf zugreifen und private Informationen stehlen können. Wenn sie den Computer dadurch fern steuern, entwickeln sich sogenannte Bot-Netze.

Mitunter gibt es allerdings auch Mischformen von Viren, welche die Eigenschaften von Viren und Trojanern vereinen können.

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