OLED-Display statt Außenspiegel im neuen Audi E-Tron

Stefan Bubeck

Moderne Autos sind fahrende Computer und strotzen nur so vor moderner Technik – aber die Außenspiegel sind seit ihrer Erfindung nicht grundlegend verändert worden. Das erste Elektro-SUV von Audi setzt hier mit Kameras und Displays an, um das sicherheitsrelevante Bauteil zu revolutionieren.

Der Prototyp des Audi e-tron sei „das erste Serienauto mit virtuellen Außenspiegeln“, verkündet der Autobauer aus dem bayerischen Ingolstadt. Bei einer Vorführung im Royal Danish Playhouse in Kopenhagen wurde erstmals der Innenraum des futuristischen Oberklasse-SUV enthüllt: Bildschirme, wohin man nur blickt – aber wirklich neuartig sind vor allem die zwei 7-Zoll-OLED-Displays in den Seiten. Sie zeigen dem Fahrer, was die beiden kleinen Kamera außen filmen. Der Bildausschnitt lässt sich verschieben und man kann sogar ein- und auszoomen.

Kameras statt Außenspiegel bringen Ruhe in den Innenraum

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Mit drei Voreinstellungen für die Autobahn, für das Abbiegen und das Parken soll das neue System nicht nur flexibler sein als klassische Spiegel. Die im Vergleich zu normalen Außenspiegeln deutlich kompakteren Kameras erzeugen auch weniger Windgeräusche.

Elektromotor statt Verbrenner und weniger Windgeräusche durch den neuen digitalen „Spiegel“ – Audi verspricht ein besonders leises Fahrzeug, in dem sich die Insassen „selbst bei hohen Geschwindigkeiten entspannt miteinander unterhalten“ können. Das Elektro-SUV schafft bis zu 400 Kilometer Reichweite und ist ein Konkurrent für das Model X von Tesla. Wer sich den e-tron holen möchte, muss sich noch bis Ende 2018 gedulden und sollte mindestens 66.000 Euro bereithalten.

Abseits dieses technologischen Lichtblicks brauen sich bei Audi gerade dunkle Wolken zusammen. Die VW-Tochter steckt bis zum Hals in der Diesel-Affäre rund um manipulierte Abgaswerte, Unternehmens-Chef Rupert Stadler wurde beurlaubt und sitzt derzeit in Gablingen in Untersuchungshaft.

Quelle: Audi via AutoBild

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