Sitcoms: Die Top 10 der besten Comedy-Serien der letzten 25 Jahre

Marek Bang 12

Ob Homer Simpson, Barney Stinson oder Joey Tribbiani – Comedy- und Sitcom-Helden sind im Serien-Universum gefragt wie eh und je.  In den letzten Jahren sind einige der lustigsten Sitcoms entstanden, die immer noch laufen oder auch heute noch eine Wiederentdeckung mehr als lohnen. Wir präsentieren euch daher die 10 besten und lustigsten Comedy-Serien der letzten 25 Jahre.

Sitcoms: Die Top 10 der besten Comedy-Serien der letzten 25 Jahre

Die besten Comedy-Serien der letzten 25 Jahre

Besonders in den letzten Jahren entstanden mit „Breaking Bad“ oder „True Detective“ außerordentlich gelungene Drama-Serien, die einen großen Suchtfaktor ausstrahlten. Dennoch erfreut sich die Sitcom immer noch hoher Beliebtheit und hat bis heute zahlreiche Fans, die sich in regelmäßigen Abständen über ihre lieb gewonnenen Fernsehfiguren amüsieren möchten.

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Da es die Sitcom als Genre bereits seit ewigen Zeiten gibt (etwa die sehr lustige „Männerwirtschaft“ aus den 1970er Jahren) haben wir uns in unserer heutigen Top-Liste zu den 10 lustigsten Comedy-Serien ausschließlich mit Sitcoms beschäftigt, die in den letzten 25 Jahren über den Bildschirm geflimmert sind.

Wer generell die Komödie als Genre bevorzugt, findet hier unsere Top-Liste der zehn lustigsten Komödien aller Zeiten.

Hier kommt unsere Top-Ten der lustigsten und besten Comedy-Serien der letzten 25 Jahre:

„Immer wieder Jim“ (2001-2009) – Platz 10

Beginnen wir die Top-Liste der besten Comedy-Serien der letzten 25 Jahre mit einer Sitcom, die wahrscheinlich in wenigen anderen Best-Of-Listen zu finden sein wird und die nie die ganz große Beachtung innerhalb der Comedy-Welt erfahren hat. Dabei überzeugt „Immer wieder Jim“ durch sympathische Charaktere und zahlreiche hemmungslos alberne Slapstick-Einlagen, die oft vor dem Vorspann platziert sind.

James Belushi, auch bekannt als Art Ridzik aus „Red Heat“ und seines Zeichens jüngerer Bruder des früh verstorbenen „Blues Brothers“ John Belushi, spielt den Familienvater und selbsternannten Flanellsexuellen Jim, dem seine Töchter auf der Nase herumtanzen und den eine aufrechte Hassliebe zu seinem Schwager Andy (Larry Joe Campbell) verbindet. Jim ist Bauleiter, steht auf Blues-Musik, Sport im Fernsehen und wäre gern ein echter Macho, doch so recht klappt das nicht, da ihn seine Frau Sheryl (Courtney Thorne-Smith) und vor allem deren Schwester Dana (Kimberly Williams-Paisley) in der Regel immer dazu bringen, das zu tun, was die weibliche Mehrheit in der Familie für richtig und angemessen hält. „Immer wieder Jim“ erfindet die Sitcom sicher nicht neu, bietet aber einige herrliche Chaos-Momente und wird von Staffel zu Staffel rasanter, was bei uns für Platz 10 reicht!

Immer wieder Jim - Trailer deutsch.

„Arrested Development“ (2003-) – Platz 9

Die innovative Comedy-Mockumentary „Arrested Development“ genießt bei vielen Fans Kult-Status und wurde nach einer Pause zwischen 2006 und 2013 wiederbelebt und läuft seitdem erfolgreich auf dem Streaming-Dienst Netflix. Im Mittelpunkt steht der Immobilienmakler Michael Bluth (Jason Bateman), dessen Vater (Jeffrey Tambor) wegen Betruges im Gefängnis sitzt und der sich nun mehr schlecht als recht um seine Familie und das Unternehmen kümmern muss.

„Arrested Development“ lebt von seinen gegensätzlichen Charakteren und der Tatsache, dass sich der rechtschaffende Michael mit einer Familie voller Exzentriker herumschlagen muss, die ihm seine Mission, die Firma zu retten, genüsslich erschweren. Dass die ungleiche Familie auch noch gemeinsam in einem firmeneigenen Musterhaus wohnen muss, macht die Situation für Michael natürlich nicht leichter, für den Zuschauer aber umso unterhaltsamer, sodass die Comedy-Serie der etwas anderen Art bei uns auf Platz 9 landet!

Arrested Development - Trailer englisch.

„Hör mal, wer da hämmert“ (1991-1999) – Platz 8

Ich glaube nicht, Tim! Unzählige Male hört der tollpatschige und gänzlich talentfreie Heimwerker-König Tim Taylor (Tim Allen) diesen Satz von seinem Freund und Assistenten Al (Richard Karn), als er in seiner Heimwerker-Sendung Tool Time mal wieder in einem waghalsigen Selbstversuch die verheerenden Folgen seiner vorschnellen Handlungen völlig falsch einschätzt. „Hör mal, wer da hämmert“ lebt von Tim Allens wunderbar selbstironischem Spiel als verkannter Comedien, der sich immer noch als Heimwerker-Experte sieht und der von seiner verständnisvollen Familie für seine Verwüstungen stets ein mildes Lächeln erntet.

Die im besten Sinne harmlose Familienunterhaltung überzeugt auch 15 Jahre nach der Ausstrahlung ihrer letzten Folge mit schönen Running-Gags, wie dem Nachbarn, den man niemals vollständig sieht, und grundsympathischen Charakteren, die zum Teil wie aus dem echten Leben gecastet wirken, was einen schönen Kontrast zu Tim Allens Comedy-Einlagen darstellt und der Serie bei uns Platz 8 sichert!

Hör mal wer da hämmert - Trailer deutsch.

„Family Guy“ (1999-) – Platz 7

Seit mittlerweile über 15 Jahren treibt der übergewichtige und höchstgradig infantile Peter Griffin sein abstruses Unwesen im Fernsehen und es ist kein Ende in Sicht. „Family Guy“ von „Ted“-Schöpfer Seth Mac Farlane wirkt manchmal wie eine Art übertriebene Version der „Simpsons“, ist aber in zahlreichen Momenten noch subversiver und vor allem absurder, was natürlich am sprechenden Hund Brian und dem misanthropischen Baby Stewie liegt.

Neben dem American Way of Life werden in „Family Guy“ zahlreiche berühmte historische Figuren oder Filme parodiert und es geht fast ausschließlich politisch unkorrekt zur Sache. Witze über Rollstuhlfahrer, Sex-Süchtige und alle möglichen Randgruppen gehören im Universum von Peter Griffin und Co. zum guten Ton und so ist die Serie vielleicht nicht jedermanns Sache, wer sich aber einmal auf den ganz speziellen Witz eingelassen hat, der wird regelmäßig mit fies-anarchischen Gags belohnt, die sich die meisten anderen Serienschöpfer niemals zu schreiben trauen würden. Der Mut zur konsequenten Satire wird von uns mit Platz 7 belohnt.

Family Guy - Trailer deutsch.

„King of Queens“ (1998-2007) – Platz 6

„King of Queens“ ist eine dieser Comedy-Serien, in der vor allem der Gag Vorrang hat und erst danach die Geschichte der Beziehung ihrer Hauptcharaktere erzählt wird. So muss auch niemand zwingend bei der allerersten Folge einsteigen, um sich an der slapstickhaften Komik eines Kevin James zu erfreuen, der völlig zu Recht als pummeliger Kurierfahrer mit attraktiver Ehefrau und exzentrischem Schwiegervater zum Star wurde.

Douglas Heffernan (Kevin James) lebt mit seiner Frau Carrie (Leah Remini) im New Yorker Stadtteil Queens, freut sich darüber, dass er bei seinem Job kurze Hosen tragen darf und erfreut sich an den einfachen Dingen des Lebens. Eben dies könnte so schön und unbeschwert sein, wären da nicht die ambitionierteren Zukunftspläne seiner Ehefrau und deren nervender Vater Arthur (Jerry Stiller), die Douglas stets Dinge tun lassen, auf die der etwas einfältige Kurierfahrer gar keine Lust hat. Heimlicher Star dieser warmherzigen Gag-Parade ist natürlich Ben Stillers Vater Jerry, der als sehr spezieller alter Herr alle Register seines Könnens zieht und die Serie letztlich über den gehobenen Durchschnitt hebt und maßgeblich für Platz 6 in unserem Ranking verantwortlich ist.

King of Queens - Trailer englisch.

„Seinfeld“ (1989-1998) – Platz 5

Es ist gar nicht so einfach, der eigensinnigen Sitcom „Seinfeld“ gerecht zu werden und sie adäquat zu bewerten, denn zunächst einmal geht es in der Serie um nichts. Keine Romantik, keine zu slapstickhaften Gags und auch ein wirklicher Spannungsbogen sind nicht zu erkennen. Dennoch war „Seinfeld“ in den 1990er Jahren ein Straßenfeger und brachte seinem Hauptprotagonisten Jerry Seinfeld lebenslangen Ruhm. Das liegt natürlich an den vielen absurden Situationen, in die der Komiker, der sich im Grunde selbst spielt, im Verlauf der Serie gerät und seinen exzentrischen Mitstreitern, allen voran seinem wunderlichen Nachbarn Kramer (Michael Richards), der sich immer an Jerrys Kühlschrank-Inhalt zu schaffen macht.

Heimlicher Star von „Seinfeld“ ist jedoch der misanthropische Pessimist George (Jason Alexander), seines Zeichens passionierter Lügner und zumindest teilweise das Alter Ego seines Serienschöpfers Larry David, der sich schon mal als Meeresbiologe ausgibt, um bei Frauen zu landen und garantiert nicht Art Vandelay heißt. Auf „Seinfeld“ muss sich der Comedy-Fan einlassen, wenn man aber einmal in diesen einzigartigen Kosmos eingetaucht ist, lauert neben dem herrischen Suppen-Nazi schnell Suchtgefahr. Unser Platz 5!

Seinfeld - Trailer englisch.

„Die Simpsons“ (1989-) – Platz 4

Seit 1989 parodieren „Die Simpsons“ erfolgreich den American Way Of Life und haben sich mit ihrer unnachahmlichen Mischung aus Slapstick und subversivem Humor zu einer der am längsten ausgestrahlten Serien aller Zeiten gemausert. Auch wenn ihre Hochphase in den 1990er Jahren gewesen sein mag, funktionieren Matt Groenings Geschichten um den ignoranten Einfaltspinsel Homer, seine besorgte Ehefrau Marge sowie die Kinder Bart, Lisa und Maggie bis heute. Das liegt natürlich auch an den genialen anderen Figuren aus Springfield, angefangen beim senilen Abe, bis hin zum übergewichtigen Polizeichef Wiggum oder dem zugedröhnten Schulbusfahrer Otto.

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Die Top 10 der lustigsten Simpsons Folgen.

„Die Simpsons“ verzichten auf politische Korrektheit und bestechen nach wie vor durch ihren anarchischen Humor, der erfreulicherweise in den meisten Fällen bis zum Ende einer jeden Folge konsequent aufrechterhalten wird. Mögen die Springfieldianer niemals altern, wir bekommen auch 25 Jahre nach Ausstrahlung der ersten Folge nicht genug und ehren „Die Simpsons“ mit Platz 4!

Die Simpsons (Film) - Trailer englisch.

„The Big Bang Theory“ (2007-) – Platz 3

Eine der aktuell beliebtesten Serien ist zweifelsohne „The Big Bang Theory“ über eine Gruppe weltfremder Nerds, die mehr schlecht als recht mit der normalen Außenwelt zurechtkommen. Der exzentrische Obernerd ist zweifelsohne Dr. Dr. Sheldon Cooper (Jim Parsons), seines Zeichens theoretischer Physiker und extrem unflexibler Kauz, der keinen Sinn für Sarkasmus hat und seine Mitmenschen immer wieder zur Weißglut treibt. Für den Zuschauer ist das natürlich ein Heidenspass und auch die weiteren Figuren haben wohl ausgefeilte Marotten, sodass es bei den Nerds von „The Big Bang Theory“ niemals langweilig wird.

Im Unterschied zu vielen anderen Serien scheint „The Big Bang Theory“ mit jeder Staffel rasanter und unterhaltsamer zu werden, was natürlich an der Erweiterung der Figuren liegt, die den eigentlichen Kosmos von Penny (Kaley Cuoco) und ihren Physikern nicht beeinträchtigen, sondern auf wunderbare Weise ergänzen. Allen voran amüsiert Neurobiologin Dr. Amy Farrah Fowler (Mayim Bialik), die gern die Grenzen ihrer Beziehungsrahmenvereinbarung mit Sheldon ausreizen würde und verhilft dadurch der Sitcom aufs Treppchen und unseren Platz 3!

The Big Bang Theory - Trailer englisch.

„How I Met Your Mother“ (2005-2014) – Platz 2

Letztlich sorgte nur das kontroverse und etwas unbefriedigende Finale dieser in genialen Rückblenden erzählten Sitcom dafür, dass sich Schwerenöter Barney (Neil Patrick Harris), Romantiker Ted (Josh Radnor) und Konsorten mit der Silbermedaille begnügen müssen. „How I Met Your Mother“ verlegte die aus „Friends“ bekannte Story um eine New Yorker-Clique in die heutige Zeit, bereicherte sie mit rasantem Tempo und ersetzte das Café durch eine Bar. Im Jahr 2030 erzählt Ted Mosby (Josh Radnor) seinen Kindern, wie er ihre Mutter kennengelernt hat und braucht dazu ganze neun Staffeln, denn im Vordergrund steht nicht etwa die ominöse Mutter, sondern seine Freunde Marshall (Jason Segel), Lilly (Alyson Hannigan), Robin (Cobie Smulders) und Co.

Dank der Rückblenden sowie der Erinnerungslücken des Erzählers, ergeben sich herrlich abstruse und übertriebene Situationen, die für mächtig große Lacher sorgen und außerdem stimmt die Balance zwischen sentimentalen Momenten und purem Quatsch. Besonders Barney Stinson und sein Playbook genießen längst Kultstatus und „How I Met Your Mother“ landet souverän auf dem Treppchen. Unser Platz 2!

How I Met Your Mother - Trailer deutsch.

„Friends“ (1994-2004) – Platz 1

„Friends“ ist und bleibt die schönste Sitcom der letzten 25 Jahre. Alle Zutaten, die eine gute Comedy-Serie ausmachen, sind vorhanden und perfekt zusammengemischt. Der Zuschauer darf mitschmachten und gespannt verfolgen, ob Ross (David Schwimmer) und Rachel (Jennifer Aniston) sich am Ende kriegen oder nicht, sich über die fies sitzenden Gehässigkeiten eines Chandler Bing (Matthew Perry) amüsieren oder schlicht und ergreifend über den trottelig-naiven Joey (Matt LeBlanc) ablachen, ich sage nur: Na, wie geht`s denn so?

Die Sitcom konzentriert sich voll und ganz auf ihre sechs Hauptcharaktere und lässt sowohl dramatische als auch brüllend komische Momente zu, vor allem bleiben aber alle Figuren von der ersten bis zur letzten Staffel grundsympathisch und nicht allzu realitätsfern, sodass sich jeder Zuschauer seinen eigenen „Friends“-Helden zur persönlichen Identifikation aussuchen kann. Unser Platz 1!

Achtung: Wer „Friends“ noch nicht kennt, sollte auf die Sichtung des folgenden Trailers auf Grund massiver Spoiler verzichten.

Friends - Trailer englisch.

Das war sie also, unsere Liste der 10 lustigsten und besten Comedy-Serien der letzten 25 Jahre. Sicherlich hätten auch einige weitere Sitcoms eine Erwähnung verdient, aber die Plätze sind nun mal begrenzt und so muss Charlie Harper diesmal zu Hause in Malibu bleiben und die „Two Broke Girls“ verdienen heute auch nichts mehr dazu.

Humor ist aber auch immer Geschmackssache und so freuen wir uns, wenn ihr eure Lieblinge in die Kommentare posten könntet, ob sie nun in der Top-Liste aufgezählt sind oder sträflich links liegen gelassen wurden.

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