Die Konkurrenz durch Netflix, Disney+ und Amazon wird immer größer. Jetzt soll nicht weniger als ein „Paradigmenwechsel“ dafür sorgen, dass die Zuschauer bei der ARD bleiben. Im Mittelpunkt steht die Mediathek.

 

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ARD: Serien erst online, dann im Fernsehen

Bei den öffentlich-rechtlichen Sendern der ARD gilt ab sofort „online first“. Filme und Serien sollen in Zukunft zumindest teilweise erst online in der hauseigenen Mediathek gezeigt werden, bevor sie das linear schauende Publikum im klassischen Fernsehen zu Gesicht bekommt. Es soll gleich ein „Paradigmenwechsel“ werden, so Jörg Schönenborn. Im Mittelpunkt stehen vor allem fiktionale Serien wie „Babylon Berlin“, mit denen die ARD in der Mediathek hohe Zugriffszahlen verzeichnen konnte.

Zum Streaming-Angebot von Disney+

„Wir denken nicht länger zuerst in linearen Sendeplätzen, sondern konsequent zuerst in Inhalten und Projekten“, so Schönenborn. Er freut sich über „die Qualität und die Bandbreite der fiktionalen Angebote“ der ARD, die künftig noch präsenter in der Mediathek zu sehen sein werden. Ihm zufolge waren Serien des Ersten und der Dritten noch nie so vielfältig wie heute. Der Wettbewerb mit Streaming-Anbietern werde nun ernster genommen. Frank Beckmann, der bei der ARD als Koordinator für das Vorabendprogramm tätig ist, sieht das Erste jetzt schon als eine Top-Adresse für Fans von Serien.

Mit der Streaming-Offensive gegen Netflix soll es im Herbst und Winter 2020 losgehen. „Oktoberfest 1900“ macht am 9. September den Anfang, „Pan Tau“ folgt Ende des Monats. Mitte Oktober kommt dann die nächste Staffel des viel beachteten „Babylon Berlin“. Es folgen „Das Geheimnis des Totenwaldes“ und die dritte Staffel von „Charité“.

Mehr zu „Babylon Berlin“ gibt es im offiziellen Trailer:

Babylon Berlin: Offizieller HD-Trailer

ARD: Mehr internationale Produktionen

Im Jahr 2021 möchte sich die ARD auch mehr internationalen Produktionen in den Bereichen Comedy, Drama, Krimi und Mystery widmen. Das fiktionale Angebot der Mediathek solle spürbar erweitert werden, heißt es in einer Mitteilung.

Simon Stich
Simon Stich, GIGA-Experte für Smartphones, Mobilfunk und die Gerüchteküche.

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