Eigentlich wollten 100 Thieves ein Call of Duty: Warzone-Turnier für einen guten Zweck organisieren, doch Activision erteilte eine Absage. Der Aufschrei ist groß, doch anscheinend nicht komplett berechtigt.

 

Call of Duty: Warzone

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Eigentlich wollte die E-Sports-Organisation 100 Thieves am heutigen Donnerstag ein mehrwöchiges Call of Duty: Warzone-Turnier starten. Das findet aber nicht statt, denn wie 100 Thieves in einem Tweet erklären, hat Activision ihnen dazu die Erlaubnis verweigert. Klingt ganz so, als würde der Publisher die BalckLivesMatter-Aktion nicht unterstützen wollen.

Die Reaktionen waren schnell da, „der böse Publisher will ein Turnier für den guten Zweck nicht unterstützen“. Vom E-Sports-Insider Slasher erfahren wir jedoch, dass 100 Thieves die Verhandlungen mit Activision abbrach, also diese wollten, dass das Turnier ohne den Sponsor Cash App stattfindet. Das lehnten 100 Thieves jedoch ab. Tatsächlich sollen 100 Thieves das Turnier angekündigt haben, ohne vorher überhaupt mit Activision darüber zu sprechen.

Laut Slasher nutzten 100 Thieves die Twitter-Meldungen, um die Öffentlichkeit auf ihre Seite zu ziehen. Trotzdem ist Activision nicht gerade deutlich, was die Regeln für Sponsoren bei Turnieren angeht.

In der Vergangenheit hat Activision Turniere durch Dritte in der Regel erlaubt und teilweise sogar mit beworben. Darunter waren Nickmerks‘ Gauntlet Tournament, KEEMSTAR's Warzone Wednesday und einige BudLight-Events.

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Offenbar scheiterte das Turnier von 100 Thieves also nur am Sponsor Cash App, einen Umstand, den die Organisation aber zunächst nicht zu Sprache brachte. Dennoch ist nicht klar, warum Activision den Sponsor ablehnte. Das 100 Thieves darüber nicht glücklich waren, ist jedoch verständlich, denn auch wenn es sich um ein Wohltätigkeitsturnier handelte, müssen Organisation und Durchführung finanziert werden.

Es meldete sich auch 100 Thieves CEO Nadeshot zu dem Thema und erklärt, Activision wollte nicht, dass sie da Turnier monetarisieren. Das wäre laut Nadeshot aber nicht passiert, die Organisation hätte keinen Cent daran verdient.

Die Absage durch Activision ist also eher unverständlich, doch 100 Thieves Kommunikation lässt eine Intention erkennen. Am Ende bleibt ein ausgefallenes Turnier, das einem guten Zweck hätte dienen sollen. Möglicherweise gab es hinter den Kulissen noch andere Probleme.

Nadeshot und 100 Thieves suchen sich nun einen anderen Publisher und ein anderes Spiel für das Gamers for Equality-Turnier.