Geschäftemacher und Scammer nutzen die aktuelle Situation rund um das Coronavirus aus, um Falschinformationen zu verbreiten. Apps spielen dabei eine besondere Rolle. Nun hat der Verein „Deutschland sicher im Netz“ ein paar Tipps zusammengestellt, um nicht Opfer von Betrügern zu werden.

 

Coronavirus: News und Tipps & Tricks, wie ihr die Zeit zu Hause übersteht

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Corona-Apps: Vorsicht ist geboten

Derzeit machen viele Apps rund um das neuartige Coronavirus die Runde. Während manche davon ganz harmlos Informationen der Weltgesundheitsorganisation oder des Robert-Koch-Instituts sammeln, haben es andere Betreiber auf persönliche Daten der Nutzer abgesehen. Mit der Hilfe von Falschmeldungen und angeblichen „Heilungen“ für Covid-19 werden Nutzer gelockt und nicht selten auch um ihr Geld gebracht. Das wiederum hat den Verein „Deutschland sicher im Netz“ dazu bewogen, ein paar Tipps zusammenzustellen. Der Verein gehört zum Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat.

„Digitale Angreifer nutzen aktuelle Ängste und Verunsicherung bei Verbrauchern aus“, sagt Geschäftsführer Dr. Michael Littger. „Gerade für besorgte Nutzer gilt: Augen auf bei angeblichen Schnäppchen und Hilfestellungen im Internet. Viele Angebote, die jetzt schnell auf den Markt kommen, halten Sicherheitsanforderungen nicht stand oder haben Lücken beim Datenschutz.“

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Statt einfach blind Apps von unbekannten Anbietern auf den Smartphones zu installieren, sollten sichere und vertrauenswürdige Quellen genutzt werden. Als Beispiel wird die Warn-App NINA, die Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes, sowie die App Katwarn des Fraunhofer-Institut FOKUS genannt.

Tipps und Tricks rund um WhatsApp gibt es hier in der Bilderstrecke:

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WhatsApp: 26 Tipps für jeden Nutzer

Skeptisch bleiben lohnt sich

Der Verein hat auf seiner Webseite ein paar Tipps für den Umgang mit neuen Corona-Apps zusammengestellt. Prinzipiell sollten nur seriöse Bezugsquellen genutzt werden. Bei Android also der Play Store von Google und bei iOS der App Store von Apple. Zwar gibt es auch hier die Möglichkeit, sich Schadsoftware einzufangen, doch im Vergleich mit App-Stores von Drittanbietern wird die Gefahr als geringer eingeschätzt.

Darüber hinaus sollten Nutzer bei vermeintlichen Exklusivmeldungen skeptisch bleiben. Falls „exklusive Infos“ versprochen werden, sollte unbedingt die Quelle untersucht werden. Nachrichten sollten sich zudem immer auf offizielle Zahlen beziehen, die von den Kreis- und Landesbehörden gesammelt werden. Auch die Johns-Hopkins-Universität gibt belastbare Zahlen heraus, wobei diese nicht von deutschen Behörden und Ämtern stammen.

„Deutschland sicher im Netz“ empfiehlt zudem, regelmäßig Sicherheitsupdates durchzuführen: „Um Ihre mobilen Geräte vor aktuellen Risiken zu schützen, sollten zudem alle verfügbaren Updates zugelassen und durchgeführt werden.“

Auch Apps selbst sollten immer auf dem neuesten Stand gehalten wird. Wie das geht, zeigt unser Video:

App-Updates (Android): So installiert ihr die neuste App-Version

Coronavirus: Facebook kämpft gegen Fake News

Massendienste wie Facebook und WhatsApp haben unterdessen im Kampf gegen Fake News eigene Portale wie das „Coronavirus Informations-Hub“ und das „Coronavirus (COVID-19) Information Centre“ ins Leben gerufen. Hier wird mit dem Bundesministerium für Gesundheit sowie der Weltgesundheitsorganisation zusammengearbeitet.