Online statt auf Papier: Für ein erstes Bundesland ist die Sozialplattform an den Start gegangen. Personen erhalten einen digitalen Zugang zu Sozialleistungen wie dem Arbeitslosengeld oder Wohngeld. Zu Beginn steht das Portal aber nur in ausgewählten Kommunen bereit.

Sozialplattform: Sozialleistungen online beantragen

Eine erste Version der Sozialplattform ist für Nordrhein-Westfalen an den Start gegangen. Ziel des Projekts ist es, den Zugang zu Sozialleistungen zu digitalisieren. Darüber hinaus steht umfangreiches Infomaterial bereit. Zu Beginn ist das Angebot allerdings noch inhaltlich beschränkt und nur für Menschen in ausgewählten Kommunen im Bundesland nutzbar. Die Plattform soll künftig bundesweit bereitstehen.

In der nun gestarteten Betaversion der Sozialplattform können Personen einen Antrag zum Arbeitslosengeld II (Hartz IV), zum Wohngeld oder zur Hilfe zum Lebensunterhalt (ehemals Sozialhilfe) stellen. Neben den Anträgen selbst steht auch ein Rechner zur Verfügung, um die Höhe der möglichen Leistungen besser abschätzen zu können. Eine zusätzliche Beratung per Text- oder Video-Chat ist geplant (Quelle: Sozialplattform).

Dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales zufolge steht die Sozialplattform derzeit nur für Personen in Bad Sassendorf, Iserlohn, Soest und Troisdorf zur Verfügung. Weitere Kommunen sollen in den nächsten Monaten hinzukommen. Nach dem Ausbau der Sozialplattform soll unter anderem noch ein Sozialleistungs- sowie ein Beratungsstellenfinder verfügbar gemacht werden.

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Sozialplattform: Budget von 80 Millionen Euro

Für die Umsetzung der Sozialplattform stehen 80 Millionen Euro als Budget zur Verfügung. Die Kosten übernimmt der Bund. Als gesetzliche Grundlage der neuen Plattform dient das Onlinezugangsgesetz (OZG), nach dem Bund, Länder und Kommunen Verwaltungsleistungen auch digital anbieten müssen.