Kaum zu glauben, doch der eher brachial angehauchte Kamerabuckel des iPhone 14 Pro und iPhone 14 Pro Max wird noch größer als beim Vorgänger. Eine umstrittene Entscheidung, doch Apple hat wohl tatsächlich einen guten Grund dafür.

 
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Noch im letzten Jahr versprach die Gerüchteküche umfassende Änderungen für das iPhone 14 und iPhone 14 Pro, beispielsweise sollte der Kamerabuckel verschwinden und abgerundete Lautstärketasten im Stil des iPhone 4 zum Einsatz kommen. Die kürzlich enthüllten Konstruktionszeichnungen zeigen indes ein anderes Bild. Tatsächlich wird der Kamerabuckel der beiden Pro-Modelle sogar noch ein ganzes Stück größer. Aber warum?

iPhone 14 Pro (Max): Fetter Buckel wegen größerer Kamera

Der gute informierte Apple-Insider Ming-Chi Kuo meint den Grund für Apples kontroverse Entscheidung zu kennen. Demzufolge kann Apple nicht anders, weil das neue Kamerasystem mit 48 Megapixeln den zusätzlichen Platz in Anspruch nimmt. So wächst der Kamerasensor (CIS) um ganze 25 bis 35 Prozent in der Diagonale und auch die Höhe legt um 5 bis 10 Prozent zu (Quelle: Ming-Chi Kuo). Das Zitat in voller Länge und übersetzt:

„Der Hauptgrund für die größere und auffälligere Rückkamera des 14 Pro/Pro Max ist das Upgrade der Weitwinkelkamera auf 48 MP (im Vergleich zu den 12 MP des 13 Pro/Pro Max). Die diagonale Länge der 48MP CIS wird um 25-35% zunehmen, und die Höhe der 48MP 7P Linse wird um 5-10% zunehmen.“

Das neue iPhone SE kommt mit nur einer einzigen Kamera und ohne großen Buckel aus:

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Wichtig zu wissen: Die neue 48-MP-Kamera soll nur in den beiden Pro-Modellen zum Einsatz kommen. Demzufolge könnten die beiden Standardmodelle des iPhone 14 vom Wachstumsschub des Kamerabuckels verschont bleiben. Dennoch: Der Buckel bleibt, eine flache Rückseite bleibt weiterhin ein unerfüllter Traum.

Premiere: 8K-Video fürs iPhone

Laut Kuo wird das iPhone 14 Pro (Max) die „Handykamera-Fotografie auf ein neues Niveau heben“. Im Gegensatz zum Vorgänger werden Kundinnen und Kunden Videos erstmals in 8K aufnehmen können. Dies gilt als Grundvoraussetzung für AR/VR-Inhalte des künftigen Mixed-Reality-Headsets von Apple. Ursprünglich galt eine Vorstellung im Herbst als sicher, aktuell wird die Datenbrille jedoch erst 2023 erwartet.