In der größten iPhone-Fabrik Chinas läuft es alles andere als rund. Der Zulieferer Foxconn geht internen Schätzungen zufolge davon aus, dass Abgänge von mehr als 30 Prozent zu spürbaren Kapazitätseinbußen führen. Unter anderem die Zero-Covid-Politik des Landes hat in dem Werk zu Ausschreitungen geführt.

iPhone-Produktion: Foxconn sieht massive Probleme

In der iPhone-Fabrik in Zhengzhou arbeiten in Spitzenzeiten bis zu 300.000 Personen. Aktuell sind es aber deutlich weniger, nachdem Arbeiter nach Protesten wegen nicht geleisteter Bonuszahlungen teils gekündigt haben. Internen Schätzungen zufolge soll der Betreiber Foxconn nun davon ausgehen, dass mehr als 30 Prozent der Belegschaft das Handtuch werfen werden.

Für Apple erweisen sich die Unruhen als ein echtes Problem, denn nur in Zhengzhou werden die Pro-Modelle des iPhone 14 produziert. Bereits vor Wochen hatte Apple Lieferprobleme eingeräumt. Manche Analysten rechnen damit, dass Apples Weihnachtsgeschäft spürbar leiden könnte. Da das Interesse am iPhone 14 Pro aber weiter groß bleibt, könnte sich das Geschäft nur ins nächste Quartal verschieben.

Laut KGI Securities ist bis Ende Dezember von rund 10 Millionen weniger iPhones auszugehen. Apples iPhone-Absatz könnte im vierten Quartal 2022 insgesamt um 12 Prozent sinken.

Die iPhone-14-Modelle im Überblick:

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Apple-Zulieferer: Proteste dauern an

Erste Proteste in der größten iPhone-Fabrik hatte es im Oktober gegeben. Zu dem Zeitpunkt ging Foxconn noch davon aus, dass mit einem Ausfall von „maximal 30 Prozent“ zu rechnen sei. Aufgrund der strikten Zero-Covid-Politik der chinesischen Regierung ist es den Mitarbeitern schon länger nicht mehr erlaubt, das Werksgelände zu verlassen. Im Grunde können sie sich nur von ihrer Schlafstätte auf dem Gelände zur Produktionsstätte sowie zum jeweiligen Essenssaal begeben.

Um den Protesten entgegenzuwirken, hatte Foxconn mit deutlich erhöhten Bonuszahlungen gelockt. So sollte der Abgang der Mitarbeiter gestoppt werden. Der Vorstoß ist bislang nicht von Erfolg gekrönt gewesen (Quelle: heise online).