Anzeige
Anzeige
Für Links auf dieser Seite erhält GIGA ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit oder blauer Unterstreichung gekennzeichnete. Mehr Infos.
  1. GIGA
  2. Tech
  3. Mobility
  4. Mehr Transparenz bei E-Autos: Rätselraten hat ein Ende

Mehr Transparenz bei E-Autos: Rätselraten hat ein Ende

Eine neue ISO-Norm soll die Ladeleistung von E-Autos vergleichbarer machen. (© Imago / Stephan Görlich)

Eine neue Norm verspricht Klarheit im Dschungel der Ladeleistungsangaben für E-Autos. Bisher fehlt ein einheitlicher Maßstab, was beim Vergleich oft zu Verwirrung führt. Die neue Norm soll das ändern, indem sie vier wesentliche Ladeparameter standardisiert.

Neue ISO-Norm krempelt E-Auto-Ladewelt um

Die Ladeleistung von Elektroautos transparent und vergleichbar zu machen, ist das Ziel der neuen Norm ISO/SAE 12906, die vom Verband der Automobilindustrie (VDA) vorangetrieben wird. Bisher gibt es keinen einheitlichen Standard, was die Vergleichbarkeit erschwert und zu Verwirrung bei den Verbrauchern führt.

Anzeige

Die VDA-Norm soll dies ändern, indem sie klare Kriterien und Messgrößen für das Ladeverhalten von Elektroautos einführt. Während die Initiative grundsätzlich begrüßt wird, gibt es auch Kritik, insbesondere an den Testbedingungen (Quelle: heise online).

Die vier Kernparameter der Norm – Reichweitengewinn in zehn Minuten nach WLTP-Standard, Ladezeit von 10 auf 80 Prozent, Spitzenladeleistung und Ladewirkungsgrad – sollen es Käufern erleichtern, die tatsächliche Ladeleistung eines E-Autos zu erkennen. Derzeit sind die Angaben zur Ladeleistung ein Wirrwarr aus unterschiedlichen Bedingungen und Messmethoden, die einen objektiven Vergleich erschweren.

Anzeige

Das Aufladen von E-Autos könnten in Zukunft Roboter übernehmen:

Ford lässt E-Autos per Roboter aufladen
Ford lässt E-Autos per Roboter aufladen

E-Autos: Kritik an Norm vor Einführung

Noch bevor sie eingeführt ist, stößt die Norm bereits im Vorfeld auf Kritik: So soll etwa die Ladeleistung bei einer Idealtemperatur von 23 Grad Celsius gemessen werden, was in der Praxis nur selten der Realität entspricht. Die vorgeschriebene Idealtemperatur und der Bezug auf den WLTP-Gesamtwert statt auf realistischere Fahrszenarien wie Autobahnfahrten werden als Einschränkungen der aktuellen Norm gesehen.

Anzeige

Immerhin steht bereits fest, dass es nach fünf Jahren eine Anpassung und Verschärfung der Vorgaben geben soll. Das lässt auf eine kontinuierliche Verbesserung und höhere Relevanz für E-Auto-Fahrer in Zukunft hoffen. Wann die ISO/SAE 12906 erstmals in Kraft tritt, ist noch nicht bekannt.

Anzeige