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Bosch macht Schluss: Praktischer Helfer für E-Auto-Fahrer landet in der Mottenkiste

Unbeschwert das E-Auto laden – mit einem neuen Ladekabel wollte Bosch das eigentlich möglich machen. (© Bosch)

Wer bereits aufs E-Auto umgestiegen ist, sieht sich beim Laden noch immer Problemen gegenüber: zu wenig öffentliche Ladestationen, lange Ladedauer und ohne Wallbox geht zuhause das Hin und Her mit den unpraktischen Kabeln für die Haushaltssteckdose los. Den angekündigten Problemlöser hat Bosch jetzt allerdings in der Mottenkiste verschwinden lasen. 

 
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Update: Mit einem One-for-all-Ansatz sollte das praktische Ladekabel von Bosch überzeugen. 2021 vorgestellt, hätte es inzwischen längst erschienen sein sollen. Einfach Ladekabel einstecken – ob an der Haushaltssteckdose oder einer Ladesäule für E-Autos, egal. Nur einen passenden Stecker-Adapter hätte es Boschs ursprünglicher Ankündigung nach gebraucht. Die Steuerung des Stromflusses und nötige Spannung, alles sollte das „Flexible Smart Charging Cable“ erledigen – und dabei ohne den sperrigen Ladeknochen am Kabel auch noch deutlich leichter und einfacher zu handhaben sein.

Inzwischen ist klar: Bosch wird das Ladekabel so doch nicht bauen. Der bekannte Zulieferer für die Automobilbranche erklärt: „Markttrends beobachten wir fortlaufend und reagieren darauf. Das 2021 vorgestellte flexible Ladekabel wird daher so nicht in Serie gehen. Andere Ladekabel-Lösungen werden aktuell evaluiert, Entscheidungen sind noch nicht getroffen“ (Quelle: Computerbild).

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Originalartikel:

Bosch will E-Autos voran bringen. Dafür hat der Elektronikhersteller ein neuartiges Ladekabel für den Hausgebrauch entwickelt, das eine einfache Handhabe in den Vordergrund stellen soll. Die integrierte Technik wurde verkleinert, das sogenannte Flexible Smart Charging Cable kommt ohne sperrige In-Kabel-Kontrollbox aus, wie man sie sonst von Ladekabeln für den Hausgebrauch kennt.

Bosch: Universales Ladekabel soll E-Autos voran bringen

Boschs neues Kabel soll so 40 Prozent leichter sein und kann an der 230-Volt-Steckdose ebenso genutzt werden wie an üblichen Ladestationen (Quelle: Bosch). Dafür sorgen ein entsprechender Typ-2-Adapter für unterwegs und der „normale“ Haushaltsstecker, dank dem man außerdem auf die Installation einer Wallbox verzichten kann. Unterstützt werden Mode-2- und Mode-3-Laden mit bis zu 22 kW.

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Verzichtet werde aber nicht auf Sicherheit: Im fahrzeugseitigen Typ-2-Stecker befinden sich laut Bosch die Komponenten zum Steuern und Überwachen der Ladeleistung. Temperaturkontrolle und Fehlerstromschutzschalter sorgen auf der anderen Seite für Sicherheit, auch wenn über Nacht aufgeladen wird.

Beim Hersteller ist man vom eigenen Produkt durchaus überzeugt: „Unser Ziel ist es, das neue Kabel zur Standardausrüstung von Elektrofahrzeugen zu machen“, erklärt Uwe Gackstatter, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Powertrain Solutions.

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E-Autos laden wird immer einfacher, wo es angebliche Probleme rund um Elektroautos gibt, erfahrt ihr im Video:

5 Irrtümer über Elektroautos
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Auch für Bosch gilt: Der Preis entscheidet

Praktisch dürfte es immerhin werden, wenn man bei Bosch hält, was man verspricht. E-Auto-Fahrer, die für zuhause und unterwegs nur noch ein Kabel mit dem passenden Adapter einpacken müssen, werden es danken.

Aber: Der Preis dürfte maßgeblich über den Erfolg entscheiden. Denn Bosch will an Hersteller und Endkunden verkaufen. Letztere haben in aller Regel aber schon mindestens ein passendes Kabel beim Kauf des E-Autos dazu bekommen. Ob man diese Kunden überzeugen kann, muss sich zeigen. Den Preis des Universalkabels will man erst zum anvisierten Marktstart Mitte 2022 verraten.

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