Microsoft verabschiedet sich nach 27 Jahren von einer Legende. Der Internet Explorer wird endgültig eingemottet, die letzten Nutzer zu Microsoft Edge weitergeleitet.

Microsoft: Internet Explorer endgültig weg

Mit Edge bietet Microsoft schon lange einen Ersatz an, doch manche Nutzer sind anscheinend weiter beim Internet Explorer geblieben. Damit ist jetzt aber Schluss, denn sie werden ab dem 15. Juni automatisch zu Edge weitergeleitet. Ein Windows-Update sorgt dafür, dass beim Klick auf das 1995 eingeführte Programm nicht mehr der Internet Explorer, sondern der Nachfolger Edge startet.

Falls Firmen weiter auf den Internet Explorer angewiesen sein sollten, steht im Edge-Browser ein IE-Modus bereit. Hier wird der alte Browser nachgebildet, um möglichen Problemen bei der Kompatibilität mit weiterer Software oder Skripten zu begegnen. Laut Microsoft bietet der IE-Modus von Edge mehr Sicherheit, als es beim Internet Explorer selbst der Fall ist.

Eine Hintertür bleibt für IE-Fans aber weiter geöffnet: Sowohl bei Windows Server wie auch bei der LTSC-Version von Windows 10, die seltener mit Updates versorgt wird, bleibt der Browser zunächst weiter verfügbar (Quelle: WinFuture). Hier ist erst im Jahr 2025 vom wirklich allerletzten Support-Ende auszugehen.

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Internet Explorer: Edge mit 14 Prozent Marktanteil

Auf dem Desktop kommt Microsoft Edge in Deutschland mittlerweile auf einen Marktanteil von 14 Prozent. Der im Juli 2015 eingeführte Browser liegt damit leicht vor Apples Safari (10,7 Prozent), muss sich der Konkurrenz von Mozilla und Google aber geschlagen geben. Hierzulande besitzt der Firefox-Browser einen Anteil von 24,4 Prozent, während Chrome auf 44,3 Prozent kommt.

Der Internet Explorer ist in Deutschland noch nicht ganz von der Bildfläche verschwunden. Im April kam der Browser noch auf einen Desktop-Anteil von immerhin 1,1 Prozent.