Ist Deutschland bereit für die Mobilitätswende? Wenn es ums Laden von E-Autos geht, scheint es bei manchen noch Defizite zu geben: Der Streit um eine Ladesäule bei Lidl endete in dieser Woche mit einem Polizeieinsatz.

 

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E-Auto-Besitzer zoffen sich um Ladesäule – das ist der Grund

E-Autos müssen hin und wieder ans Netz. Besonders praktisch, wenn man den Wocheneinkauf zum Nachladen nutzen kann. Das geht inzwischen auf einigen Parkplätzen von Discountern. Das Laden ist dann meist kostenlos, doch die Steckplätze sind rar – meist gibt es pro Markt nur einen Ladeplatz. Genau deshalb gerieten in Berlin nun zwei Elektroauto-Fahrer auf einem Lidl-Parkplatz in Rage: Unter den Männern entbrannte ein Streit darüber, wer denn nun als erster an die Ladesäule dürfe, berichtet die Märkische Onlinezeitung.

Einer der Männer habe seinem Gegenüber zweimal mit der Faust ins Gesicht geschlagen und damit leichte Verletzungen verursacht, heißt es in dem Bericht. Die hinzugerufene Polizei habe den Konflikt am Ende gelöst. Der Angreifer kassierte eine Anzeige wegen Körperverletzung. Lidl äußerte sich zu dem Vorfall nicht.

Muss hin und wieder auch an die Ladesäule – der VW e-up!:

VW e-up!: E-Auto für die Stadt

Ladestationen beim Discounter: Praktisch, aber selten

Wie das Portal Golem berichtet, will die Schwarz-Gruppe – die Muttergesellschaft von Lidl und Kaufland – im ganzen Land jede Filiale mit mindestens einer Ladesäule ausstatten. Bei Märkten, die neu entstehen, ist mindestens eine Ladesäule ebenfalls Standard. Stellenweise sollen auch Schnelllader zum Einsatz kommen.

E-Autos liegen auch in Deutschland voll im Trend! Diese Modelle sind gerade besonders gefragt:

Ganz aktuell hat auch die Bundesregierung ihre Unterstützung für den Ausbau eines landesweiten Ladenetzes angekündigt: Im Corona-Konjunkturpaket sind 2,5 Milliarden Euro für die Erweiterung der Ladeinfrastruktur vorgesehen. Zugleich wird der Kauf von Elektrofahrzeugen mit bis zu 9.000 Euro gefördert.