Kritik von ganz oben: Der VW-Chef Herbert Diess hat sich bei LinkedIn über die Ladesäulen des eigenen Konzerns beschwert. Der Ladevorgang selbst sei nicht mehr als eine „traurige Angelegenheit“. Neben defekten Stationen beschwert er sich auch über die prekäre Service-Situation.

 

Volkswagen

Facts 

VW-Chef: Nachholbedarf bei Ionity-Ladestationen

Volkswagen-Chef Herbert Diess ist mit dem Angebot von Ionity alles andere als zufrieden. Als er selbst mit einem ID.3 am Gardasee unterwegs war, störte er sich an den öffentlichen Ladesäulen, für die VW zusammen mit anderen Autobauern wie Audi, BMW, Daimler, Porsche und Ford das Joint Venture Ionity ins Leben gerufen hat. Bei LinkedIn hat er nun öffentlich gemacht, wo das Konsortium noch Nachholbedarf hat.

Insgesamt war das Ladeerlebnis für ihn nicht besonders schön. Diess spricht von einer „traurigen Angelegenheit“. Ihm sei unter anderem eine defekte Station negativ aufgefallen. Auch mit der Wartezeit wollte er sich nicht anfreunden, denn alle vier Ladesäulen waren belegt. Das erklärt er mit einem Einkaufszentrum, das sich ganz in der Nähe der betreffenden Ionity-Station am Brenner Pass befindet.

„Das ist alles andere als ein Premium-Ladeerlebnis, Ionity“, so das Fazit des VW-Vorstandschefs (Quelle: LinkedIn). Neben dem Ladevorgang selbst stört er sich auch daran, dass an der Station keine Toilette zu finden sei. Darüber hinaus gäbe es keine Möglichkeit, einen Kaffee zu trinken. Das ist allerdings ein grundsätzliches Problem von Ladestationen. Auch bei Tesla  oder anderen Anbietern sieht bisher nur selten besser aus.

Mehr zu Volkswagens ID.3, mit dem VW-Chef Diess nach eigenen Angaben unterwegs war, gibt es hier im Video:

Der externe Inhalt kann nicht angezeigt werden.

VW ID.3: "The Wall" I Volkswagen

Nach VW-Kritik: Ionity verspricht Besserung

Marcus Groll, der bei Ionity als Chief Operations Officer arbeitet, hat sich die Kritik des VW-Chefs zu Herzen genommen. Ihm zufolge sei die defekte Ladesäule bereits repariert worden. Die betreffende Ladestation selbst soll ausgebaut werden, heißt es weiter.