Frufoo, BumBum, Tschisi: Die Süßigkeiten der 90er

Christin Richter 1

Für viele Naschkatzen gehört diese Nachricht zu den besten des Jahres: Der beliebte Frufoo Kinderquark feiert endlich sein Comeback! Wer in den 90ern aufgewachsen ist, bekam seinen Süßkram meist beim Süßigkeiten-Dealer am Kiosk. In der Zeit der , -Fahrzeuge und  haben die Kinder genauso gern genascht wie heute – nur viele leckere Sachen von früher gibt es heute nicht mehr. Wir verraten euch im Ratgeber, wer Retro-Sweets wie Frufoo-Ufos, Leckmuscheln, BumBum- und Tschisi-Eis produziert hat und ob und wo ihr die Leckereien heute noch kaufen könnt.

In der Kindheit gehörten viele Produkte einfach dazu und auch Erwachsene schwelgen in Nostalgie, wenn sie sich daran erinnern, dass früher der Eiswagen die Straße belieferte und beim Läuten seiner Glocke alle Kinder aus den Häusern stürmten. Der Erfolgsfaktor Nostalgie macht sich auch heute noch für viele Marken bemerkbar. Wir stellen euch nachfolgend einige der Lieblingsnaschereien „von früher“ vor, verraten, was aus Frufoo-Quark, Tschisi-Eis, Leckmuscheln und Co. geworden ist und sagen euch, wo ihr die Retro-Süßigkeiten online kaufen könnt.

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Das Comeback vom Frufoo-Kinderquark

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Mit Frufoo-Onken verbinden Naschkatzen süße Erinnerungen. Leckerer Erdbeerquark und eine Überraschungsfigur -  das waren die Frufoo-Ufos. Im Freiraum des mit Erdbeerquark gefüllten Plastik-Rings (UFOs) erwartete die Naschkatzen eine Alien-Figur zum Sammeln. Der Geschmack vom UFO-Joghurt bleibt für viele Fans unvergessen. Es gab aber auch Schoko-UFOs mit Quark - kleine Schokokugeln gefüllt mit der leckeren Quarkcreme. Nach einem Social-Media-Hoax, der die Rückkehr des Quarks verkündete, brach das offizielle Statement von Emmi unter diesem Facebook-Post Fanherzen.

  • Die Dr. Oetker-Gruppe übernahm Onken 2004, seitdem gibt es keinen Frufoo-Joghurt und keine Schoko-UFOs mehr. Seit 2011 liegen die Markenrechte von Onken bei Emmi.
  • Die Facebook-Gemeinschaft „Wir wollen Frufoo wieder haben - Petition“ gefällt 25.650 Personen (Stand 11.09.2019).

UPDATE (11.09.2019)
Nach inzwischen 15 Jahren hat der Hersteller jetzt endlich ein Wiedersehen mit dem Lieblingsquark vieler Naschkatzen bestätigt. Auf Facebook könnt ihr euch sogar als erster Tester für die neuen alten Frufoos bewerben.

Schon am 14. Juli 2017 teilte eine Petition auf Facebook bereits einen Post von Emmi, in dem erklärt wurde, warum es vorerst leider kein Comeback von Frufoo-Produkten geben sollte. Die Probleme seien, dass

  • Frufoo-Ufos nicht den „Nachhaltigkeitsprinzipien“ des Unternehmens entsprechen würden.
  • Emmi besitze zudem keine Produktionsmaschine für die Frufoos, um die ringförmigen Becher mit Quark zu füllen.
  • In einem früheren Post hieß es außerdem, dass auch die Spritzformen für die Figuren nicht mehr vorhanden seien.

Aber was tun, wenn man keine Frufoo-Schokoufos kaufen kann? Fans des Frufoo-Quarks und der UFOs suchen nach geschmacklichen Alternativen und sind sich uneinig, was ihrem Lieblingsprodukt am nächsten kommt. Dennoch sind sich alle einig darüber, dass die Onken-Produkte sowieso durch nichts ersetzt werden können. Wer sich nach dem Geschmack von Onken-Frufoos sehnt, muss kreativ werden. Als Alternativen sehen einige UFO-Joghurt-Fans:

  • Kinderpingui Himbeere
  • Stückchen von Milka-Vollmilchschokolade in Fruchtzwerge rühren

Auf Chefkoch.de gibt es ein Rezept für Frufoo-Pralinen, in dem ihr aus weißer und Zartbitter-Schokolade mit Fruchtjoghurt leckere Joghurtpralinen à la Frufoo-Schokoufos zaubern könnt.

Vielleicht können euch auch die super-sauren Center-Shocks trösten?

BumBum-Eis mit Kaugummi-Stiel

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Das Eis mit Stil, Kaugummi-Stiel. Unvergessen ist auch das leckere Vanille-Eis ummantelt mit roter Zuckercremeglasur und süßem Erdbeergeschmack. Das BumBum-Eis begeisterte sogar durch seinen essbaren Stiel: Blaue Folie abwickeln und schon kann der Kaugummi gekaut werden. Das Beste: Ihr könnt es auch heute noch einfach kaufen und euch in eure Kindheit zurückversetzen.

  • Hersteller: Nestlé Schöller
  • Gab es seit 1986.
  • Was viele nicht wissen: Es soll durch seine Form einem Tennisschläger nachempfunden sein, denn Boris Becker gewann 1985 das Wimbledon-Turnier. Beckers Spitzname war damals „Bum Bum Boris“.

Tschisi: Käse-Eis mit Vanille-Geschmack

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Der Geschmack vom Tschisi-Kult-Eis von Unilever wird von vielen Fans nostalgisch-schwärmend als „Wie Vanille-Pudding – nur als Eis“ beschrieben. Manch graue Zellen erinnern sich nur noch vage daran, dass es früher das unglaublich leckere Vanille-Eis gegeben hat. Die Verpackung der gelben Eiscreme am Stil zierte eine schwarz-weiße Maus. Das Eis selbst war gelb und hatte geprägte Löcher - eben ganz wie es sich für ein Käse-Eis gehört.

  • Hersteller: Unilever-Konzern, heute Eskimo in Österreich
  • Tschisi gab es zwischen 1990 - 1999 im Handel in Österreich, kurz auch in Deutschland.
  • Kurze Zeit, nachdem Tschisi aus den Gefriertruhen verschwand, gab es bereits Proteste. Auf der Facebook-Site der Tschisi-Fans – Wir wollen das Tschisi-Eis zurück – versammelten sich über 78.000 Liebhaber der eiskalten Versuchung und forderten eine Rückkehr ihres Retro-Lieblings.
  • Tatsächlich gab es 2013 ein Revival von Tschisi nach Original-Rezeptur – leider nur in Österreich. Auf die typischen Einkerbungen wurde verzichtet, da sonst der Holzstil splittern könne.
  • Das Tschisi-Comeback war ein voller Erfolg: Die Salzburger Nachrichten verkündeten, dass das 90er-Jahre-Kult-Eis in der ersten Woche nach Einführung schon 1,7 Millionen Mal verkauft wurde. Eine Zahl, die von einigen Konkurrenzprodukten erst innerhalb eines ganzen Jahres erreicht würde.
  • Wohnt ihr in Österreich und wollt euch Eis online bestellen, könnt ihr euch das leckere Tschisi von Unimarkt liefern lassen.

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Weitere Süßigkeiten aus der Kindheit

Je nach Generation gab es verschiedene Trends im Süßigkeitenregal und der (Tief-)Kühltruhe. Unsere Eltern können beispielsweise für russische Lutscher schwärmen, während wir Frufoo nie vergessen werden. Ihr könnt die meisten Retro-Süßigkeiten online kaufen und euch bis nach Hause schicken lassen. Wir können hier leider nicht alle aufzählen aber beliebt waren und sind bei vielen Kindern auch:

    • - Die klebrige Bonbonmasse in den Kunststoffmuscheln wird auch heute noch produziert. Ihr könnt Leckmuscheln bei  kaufen.
    • (auch Gummibärschnüre, Fruchtgummibänder, Fruchtgummi-Schnüre oder Gummitierspaghetti genannt) - Gibt es heute noch beispielsweise von Hitschler
    • auf einer dehnbaren Schnur - Diese auch „Candy Necklaces“ genannten Armbänder und Ketten luden zum Vernaschen ein - waren aber auch ziemlich hart.
    • - Auch als Jugendlicher oder Erwachsener hat das Brause-Pulver nichts von seinem prickelnden Reiz verloren. Man munkelt, dass es mit alkoholischen Getränken gemischt schon auf so manch einer Party ein Revival gefeiert hat.
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Frigeo Ahoj-Brause prickelt auch heute auf Partys. Bildquelle: Amazon.

Erinnert ihr euch noch, an die Frufos-Fernseh-Werbung zum beliebten Erdbeer-Quark?

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Bildquellen: © Eskimo, ©  Nestlé Schöller, © Onken, Elena Schweitzer via Shutterstock

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