Mortal Kombat 11: Viel Verwirrung und Aufregung um Grind, Lootboxen und Währungen

Daniel Hartmann 2

Auf Metacritic steht Mortal Kombat 11 aktuell bei einer Nutzer-Wertung von 2,8/10 für die PS4-Version und auf Reddit hagelt es Kritik wegen überteuerten Mikrotransaktionen und langem Grind, für die, die nicht zahlen wollen.

Eigentlich kommt Mortal Kombat 11 bei den Kritikern gut an und bekommt gute Bewertungen, doch die Spieler fühlen sich betrogen und sind sauer wegen der starken Monetarisierung des Spiels durch Lootboxen und mit Echt-Geld kaufbarer Ingame-Währungen.

Reddit-Nutzer AccomplishedPoet8 rechnete aus, dass es insgesamt 6.440 Dollar kosten würde, die 56 der insgesamt 60 Skins im Spiel zu erhalten. Die übrigen vier lassen sich laut seiner Aussage durch das Spielen der Story und der Tutorials freispielen. Entwickler NetherRealm, in Person von Creative Director Ed Boon, reagierten auf Twitter.

Mit seiner Aussage, dass alles erspielt werden kann, liegt Ed Boon im Grunde auch richtig. Die Rechnung von AccomplishedPoet8 geht davon aus, die erforderliche Ingame-Währung zu kaufen. Um alle Skins erwerben zu können braucht der Spieler 644.000 Time Krystals, eine der sieben(!) Ingame-Währungen. Diese können natürlich auch erspielt werden, doch braucht ein Spieler dafür laut AccomplishedPoet8 knapp 4.000 Stunden. Zwar sind diese Rechnungen mathematisch alle korrekt, doch gibt es viele der Skins schlicht weg nicht zu kaufen, sondern müssen eben erspielt werden. Die erste Aufregung war jedoch groß und es ist wichtig klar zustellen, dass die Vorwürfe nicht vollständig haltbar sind.

Doch es geht nicht nur um kosmetische Gegenstände, sondern auch um Ausrüstung und Verbrauchsgegenstände, die erforderlich sind, um sich im Spiel schwierigen Herausforderungen stellen zu können. Vieles davon kommt zufällig aus Kisten in der Krypta, womit wir bei einem weiteren Reizthema wären. Die Entwickler versprachen nämlich vor dem Release, dass es keine Lootboxen geben wird. Die Kisten in der Krypta heißen natürlich nicht Lootboxen, funktionieren aber genau so. In diesem Video sehen wir die Entwickler explizit sagen, dass es keine Lootboxen geben wird.

Das auch alles erspielt werden kann, ist für die Spieler kein wirklicher Trost und das führt uns zu einem weiteren ihrer Kritikpunkte. Eine der Einzelspieler-Aktivitäten sind die Towers of Time, bei denen der Spieler in einem begrenzten Zeitfenster mehrere Einzelkämpfe bestreiten, um am Ende die Belohnungen des Turms zu erhalten. Gerade die schwereren Türme seien laut einem weiteren Reddit-Nutzer extrem schwer und nur mit sehr guter Ausrüstung und Verbrauchsgegenständen zu schaffen. Diese zu bekommen, bedeute aber einen langwierigen Grind oder den Einsatz von Echt-Geld.

Entwickler NetherRealm hat jetzt angekündigt sich den Problemen mit den Towers of Time und den Kisten aus der Krypta anzunehmen, um es weniger zu einem Grind zu machen. Viele Spieler fühlen sich zu einem unfairen Grind gezwungen, um den vollen Inhalt des Spiels nutzen zu können, das Zufallsprinzip der Lootboxen macht das nicht besser.

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Mortal Kombat 11: Alle Charaktere und wie ihr Frost freischalten könnt.

Die Spieler finden die Monetarisierung von Mortal Kombat 11 ziemlich übertrieben und in einem unfairen Grind gezwungen oder zu zuzahlen. Was denkst du über die Vorgehensweise von NetherRealms? Schreib deine Meinung in die Kommentare.

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