Fallout 76-Veteranen spielen Weihnachtsmann und überraschen Neueinsteiger mit Geschenken

Marina Hänsel

Ich liebe Weihnachten. Nicht wegen der Geschenke per se, diese Zeiten sind vorbeigegangen, als ich ausgezogen bin. Nein, das Schöne um diese Zeit ist die heimelige Stimmung, die Menschen auf der Straße, die dich ohne Grund anlächeln. Und jene Momente, in denen Freunde und Verwandte die Geschenke öffnen und ich das Strahlen in ihren Augen sehen – ich liebe das. In Fallout 76 nun muss nicht Weihnachten sein, um anderen eine Freude zu machen: Denn die Spieler mögen es auch so, anderen zu helfen.

Die Fallout 76-Community ist eine ganz besondere. Trotz holprigem Start hat sich Bethesdas Multiplayer-Versuch in mehr als einen Versuch gewandelt; in mehr als eine Plattform für Kritik und Anfeindungen. Das Reddit-Forum ist eines der Freundlichsten, das mir bis jetzt untergekommen ist und höchstens mit der No Man’s Sky-Community vergleichbar, die stets zusammenhält und respektvoll bleibt, wenn sie Kritik äußert.

Die schönsten Beitrage stammen oft von jenen Spielern, die schon etliche Stunden in das Spiel gesteckt haben und nur eines wollen: Neueinsteigern helfen. Sie verkleiden sich als Weihnachtsmänner – Christmas Event sei dank – und besuchen Einsteiger in ihren Camps, lassen Loot dort und helfen bei Fragen. Sie füllen Kisten an populären Orten, die irgendwann von irgendwem geleert werden: Durch die Quests kann hier abgesehen werden, ob es neue Spieler oder Veteranen sind, die an diesen besonderen Orten am häufigsten vorbeiwandern:

Nach jedem Whitespring-Run sammle ich all die Munition, die Chems und das Essen ein, was ich nicht brauche; daneben noch Low-Level-Waffen, Kleidung, ein paar Haarklammern und Kassetten, und verfrachte all das in die Truhe im Camp des Aufsehers. Falls ein neuer Spieler mit einem niedrigen Level vorbeikommt, liebe ich die Möglichkeit, er könnte diesen kleinen Schatz als nette Überraschung finden. Der Kick ist, dass ich nicht einmal weiß, was passieren wird. Die Sachen könnten da bis zur Löschung rumliegen, im Server verloren gehen oder von einem 200-Leveler gefunden werden. Ich denke aber gern daran, dass sie hin und wieder von den richtigen Leuten gefunden werden.

Bethesda wollte nie etwas anderes, als eine freundliche, hilfsbereite Community im Spiel:

Fallout 76: So funktioniert der Multiplayer im Ödland.

Sie  wünschen sich von Bethesda ein inGame-System, dass es ihnen erleichtern würde, neuen Spielern zu helfen. Es mag kitschig klingen, aber es ist wundervoll: Nicht der Loot an sich, nicht die besonderen Items, sondern die Art und Weise, wie Spieler in Fallout 76 miteinander umgehen – und wie willkommen jemand sich fühlt, der von ihnen besucht wird. Oder vom Weihnachtsmann in Person:

Meine liebste Beschäftigung ist es, Weihnachtsmann zu spielen. Wenn jemand zu lange an einem Ort ist, weiß ich, dass es sein Camp sein muss. Also ziehe ich mir meine Weihnachtsmann-Power-Rüstung an und werfe ihnen ein paar legendäre Waffen hin.

Und sie bedanken sich, wenn ihnen geholfen wurde. Es ist könnte beinahe zu einer Tradition werden, die von Spieler zu Spieler weitergegeben wird: Ganz frisch auf dem Server begegnest du einem freundlichen Mann in Power-Rüstung, der dir ein paar Geschenke gibt. Bist du dann irgendwann weit genug im Spiel, könntest auch du es sein, der anderen hilft:

Da war ein Spieler, der zu mir kam und mich fragte, ob ich Weihnachten feiere. Nach einem unangenehmen ‚Nein‘ meinerseits sagt der Spieler, wir sollten es dann Fallout-Tag nennen. Er fuhr fort, mir eine Geschichte von einem großzügigen Spieler in einer Power-Rüstung zu erzählen, der anderen Geschenke gemacht hat. Dann gab er mir jede Menge Meds. Ich wollte nur noch einmal danke sagen.

Willst du auch ins Ödland starten? Hier ein paar Tipps für dich:

Bilderstrecke starten
11 Bilder
Fallout 76: 10 Tipps für einen erfolgreichen Start im Ödland.

Das winterliche Weihnachten ist lange vorbei, aber das ist nicht wirklich relevant im Ödland: Hier sind die Temperaturen abends stets laut-kalt oder unangenehm heiß, wenn die Sonne scheint. Es ist oft eine einsame, ungnädige Gegend, in der es umso wichtiger ist, dass die Ödländer zusammenhalten – sich helfen und das ein oder andere nette Wort verlieren, wenn sie sich denn auf der großen, weiten Map begegnen.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

Weitere Themen

* Werbung