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Organspende-Register: Anmelden & online registrieren – so geht's

© IMAGO / epd
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Mit dem „Organspende-Register“ gibt es einen neuen Online-Dienst, bei dem man sich als Organspender registrieren kann. Das Angebot ergänzt die bisherige Option mit Organspendeausweis. Im Web-Dienst des Bundesinstituts für Arzneimittel und Meidizinprodukte kann man sowohl seine Zustimmung als Organspender speichern als auch angeben, dass man im Ernstfall seine Organe nicht zur Verfügung stellten möchte.

 
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Die Anmeldung wird online durchgeführt. Dafür müssen einige Voraussetzungen erfüllt und Schritte durchgegangen werden. Danach wird die Antwort dauerhaft in der Datenbank gespeichert, man kann sie aber jederzeit ändern. Hier geht es zum Online-Service.

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Organspende-Register Login: So funktioniert die Anmeldung

Das Angebot steht genauso wie der Ausweis im Kartenformat für alle Bundesbürger ab 16 Jahren zur Verfügung. Ein Widerspruch ist bereits ab Vollendung des 14. Lebensjahres möglich. Für die Anmeldung im Organspende-Register benötigt man einen Personalausweis mit aktivierter Online-Funktion und dem PIN (eID) sowie ein NFC-fähiges Smartphone, Tablet oder Lesegerät (bei Amazon ansehen), um die Daten vom Personalausweis auslesen zu können. Darüber hinaus sollte man die Versichertennummer bei seiner Krankenkasse bereithalten. Liegen die Daten bereit, kann man sich so im Organspende-Register anmelden:

  1. Steuert das offizielle Webangebot an. Ruft ihr die Seite über externe Links auf, achtet auf die richtige Adresse im Browser. Betrüger bauen immer wieder Seiten bekannter Online-Dienste nach, um zum Beispiel Daten zu stehlen. Das Angebot läuft unter der Adresse organspende-register.de.
  2. Wählt die Option „Erklärung abgeben“.
  3. Ihr benötigt die „AusweisApp“ auf dem PC oder Smartphone. Richtet die Anwendung gegebenenfalls ein. Auch hier solltet ihr darauf achten, nur die offizielle App zu nutzen und keine nachgemachten Angebote (zum offiziellen Download).
  4. Drückt auf den Button „Identifikation starten“.
  5. Folgt den weiteren Anweisungen auf dem Bildschirm. Zur Bestätigung eurer Identität müsst ihr euren Personalausweis an euer Smartphone halten oder in ein Lesegerät stecken.
  6. Gebt die benötigten Daten wie eine E-Mail-Adresse und die Krankenversichertennummer ein.
  7. Anschließend könnt ihr die Entscheidung zur Organ- und Gewebespende speichern.
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Ab Mitte des Jahres soll eine Anmeldung auch über die Gesundheits-ID der Krankenkassen möglich sein.

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Als Organspender eintragen lassen: So geht es online

Habt ihr euch in das Organspende-Register eingeloggt, könnt ihr eine von 5 verfügbaren Einstellungen auswählen:

  • „Ja, ich gestatte, dass nach der ärztlichen Feststellung meines Todes meinem Körper Organe und Gewebe entnommen werden“
  • „Ja, ich gestatte dies, mit Ausnahme folgender Organe/Gewebe“
  • „Ja, ich gestatte dies, ich möchte jedoch nur bestimmte Organe/Gewebe zur Spende freigeben“
  • „Über ja oder nein soll dann folgende Person entscheiden“
  • „Nein, ich widerspreche der Entnahme von Organen oder Geweben“

Wie kann man die Daten nachträglich ändern?

Der Dienst ist also nicht nur dazu da, eine Zustimmung zur Organspende zu geben, sondern ermöglicht eine gezielte Auswahl und zum Beispiel die Beschränkung auf bestimmte Organe. Man kann damit auch widersprechen und somit verhindern, dass Organe verwendet werden. Man kann sich jederzeit auf dem beschriebenen Weg mit seinem Personalausweis wieder anmelden und die Angaben nachträglich ändern. Nach der Anmeldung erhaltet ihr eine Erklärungs-ID per E-Mail zugeschickt. Diese ID solltet ihr gut aufheben, um die Erklärung später leicht ändern zu können. Alle Angaben können auch als PDF heruntergeladen werden.

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Als Organspender registrieren mit Online-Dienst

Das Organspende-Register ist eine Ergänzung für das bisherige Angebot. Bereits abgegebene schriftliche Erklärungen aus einer Patientenverfügung oder ein ausgefüllter Organspendeausweis bleiben also weiterhin gültig und zum Beispiel für Nutzer verfügbar, die keinen PC oder kein Smartphone haben beziehungsweise nicht möchten, dass Daten auf Servern gespeichert werden.  Das Register soll im Notfall eine schnelle Möglichkeit bieten, entsprechende Daten abzufragen, falls der Organspendeausweis zum Beispiel nicht vorhanden ist oder gefunden werden kann. Bei widersprüchlichen und unterschiedlichen Angaben gelten die jüngsten Erklärungen (Quelle: Tagesschau).

Den Organspendeausweis als Plastikkarte könnt ihr kostenlos in englischer und deutscher Ausführung bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bestellen:

Die Anmeldung ist freiwillig. Es gibt keine Pflicht, Angaben über seine Bereitschaft oder Ablehnung zur Organspende zu machen. Die Informationen sollen Ärzten aber im Notfall helfen, eine entsprechende Entscheidung zu treffen. Das Angebot ist darüber hinaus kostenlos und mit keinen weiteren Verpflichtungen verbunden. Laut Institut sind die Daten auf einem deutschen Server gesichert. Sie können nur von Mitarbeitern im Krankenhaus eingesehen werden. Derzeit sollen rund 8.400 Menschen in Deutschland auf ein lebensrettendes Organ warten, im vergangenen Jahr soll es 965 Spender gegeben haben.

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