Apple-Brille kommt später und wird teurer als das iPhone X

Thomas Konrad

Apple-Analyst Gene Munster korrigiert seine Einschätzung zur Veröffentlichung des nächsten großen Apple-Gadgets. Von dem Gerät sagt er, es werde sogar das iPhone übertreffen.

Apple-Brille kommt später und wird teurer als das iPhone X
Bildquelle: Holger Eilhard/GIGA.

Gene Munster: Apple-Brille kommt 2021

Bislang rechnete Loup-Ventures-Analyst Gene Munster damit, dass  Apple eine AR-Brille im September 2020 auf den Markt bringen werde. Den Launch-Termin korrigiert Munster nun nach hinten. Er ist aber überraschend präzise: Das Produkt soll Apple im Dezember 2021 vorstellen. Gene Munster ist vor allem für seine Aussagen über einen Apple-Fernseher bekannt. Über Jahre rechnete Munster mit der Vorstellung eines TV-Geräts aus dem Hause Apple – und lag damit offenbar daneben.

Die AR-Brille soll sich in ihrem ersten Jahr etwa so gut verkaufen, wie es die Apple Watch bei ihrem Debut tat – das aktuelle Modell haben wir hier getestet:

Apple Watch Series 3.

10 Millionen AR-Brillen soll Apple bis Ende 2022 verkaufen. Billig soll sie aber nicht werden: Als Startpreis nennt Munster 1.300 US-Dollar. Hierzulande könnte die Brille also sogar knapp über 1.300 Euro kosten. Im Jahr 2022 soll das Gerät so etwa 3 Prozent von Apples gesamtem Umsatz erzeugen.

Kunden würden eine AR-Brille vor allem wegen der integrierten Kamera zunächst mit Skepsis betrachten. Als Google seine AR-Brille vor einigen Jahren präsentierte, sei die Welt dafür noch nicht bereit gewesen, meint Munster. Doch das werde sich ändern: Schließlich seien auch Kameras in Klapp-Handys als Gefährdung für die Privatsphäre gesehen worden. Heute sind sie in Smartphones unverzichtbar. Munsters Fazit: „In Zukunft werden wir nicht mehr ohne ein AR-Wearable leben können. Und Apple wird bereit sein, uns das zu verkaufen.“

Den nächsten Schritt in Richtung Augmented Reality werde Apple laut Munster im Herbst vollziehen: Die zwei oder drei neuen iPhone-Modelle werden mit einer Variante der iPhone-X-Kamera ausgestattet sein und sich dadurch besser für AR-Anwendungen eignen.

Ob Munster mit seinen Voraussagen recht behalten wird, bleibt abzuwarten. Bekannt wurde der Analyst vor allem durch sein beharrliches Vorhersagen eines Apple-Fernsehers. Der kam in dieser Form jedoch nie auf den Markt.

Quelle: loupventures.com via Phonearena

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