Rundfunkbeitrag: Wurden die GEZ-Beitragszahler betrogen?

Simon Stich 25

Geldverschwendung und wissentlicher Betrug am Beitragszahler – so lauten die schweren Vorwürfe der Gebühren-Kommission KEF gegenüber mehreren öffentlich-rechtlichen Sendern. Die ARD sieht die ganze Sache anders. Haben wir alle zu viel bezahlt?

Rundfunkbeitrag: Wurden die GEZ-Beitragszahler betrogen?
Bildquelle: Shutterstock.

Intendanten der ARD sollen Geld verschwendet haben

Jeder Haushalt in Deutschland muss einen Rundfunkbeitrag abtreten. So finanzieren sich die öffentlich-rechtlichen Sender, egal ob im TV, im Radio oder im Internet. Die ARD bekommt als Hauptprogramm den größten Teil des Geldes, da auch regionale Sender wie der WDR oder BR damit unterhalten werden. Jetzt hat die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) einen neuen Bericht verfasst, der eigentlich noch unveröffentlicht bleiben sollte. Erste Details sind aber schon nach außen gedrungen. Insbesondere die ARD-Intendanten kommen dort gar nicht gut weg.

Ulrich Wilhelm, Intendant des Bayerischen Rundfunks, steht besonders in der Kritik. Für einen Neubau waren 160 Millionen Euro veranschlagt worden, doch aufgenommen wurde ein Kredit über 200 Millionen Euro. Eine solche Erhöhung kann nicht einfach intern beschlossen, sondern muss über die KEF neu ausgehandelt werden. Diese erneute Überprüfung hat dem Bericht zufolge nie stattgefunden.

ARD: Mehreinnahmen von 2,35 Milliarden Euro

In der Kritik steht auch WDR-Intendant Tom Buhrow. Ihm zufolge hat es seit 2009 keine Gebührenerhöhung mehr gegeben, weshalb die ARD auch keine höheren Einnahmen verbuchen konnte. Tatsächlich sind die Einnahmen aber um 2,35 Milliarden Euro angestiegen durch die Umstellung von der früheren Rundfunkgebühr, im Volksmund auch GEZ genannt, zum jetzigen Rundfunkbeitrag (alle Infos dazu im Video unten). Die ARD legt Wert auf die Unterscheidung, da die zusätzlichen Einnahmen auf einem Sonderkonto geparkt werden.

Wissenwertes zum Rundfunkbeitrag: Kosten, wer muss zahlen & wofür bezahlt man? (Video).

Bewusst falsche Angaben zum Finanzbedarf soll dann auch Jan Metzger, Intendant von Radio Bremen, gemacht haben. Das Budget soll extra höher angesetzt worden sein, um einer möglichen Kürzung im nächsten Jahr vorzubeugen. Metzger selbst möchte in diesem Fall falsch zitiert worden sein.

Was sagt ihr zur angeblichen Gebührenverschwendung der ARD? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare!

Quelle: Bild (Artikel hinter Paywall) via Focus Online

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