Was ist eine Datenbank? – Verständlich erklärt

Marco Kratzenberg

Was ist eine Datenbank? Für diese einfache Frage gibt es mehrere Antworten. Einige sind kompliziert. Wir erklären euch die verschiedenen Datenbanken, mit denen ihr es zu tun habt.

Was ist eine Datenbank? – Verständlich erklärt

Was eine Datenbank ist, lässt sich einfach erklären: Ein digitaler Karteikasten. Und weil das Ganze digital ist, bringt es einige Vorteile mit. Ihr findet schneller, was ihr sucht und könnt sogar Karteikarten aus unterschiedlichen Karteikästen miteinander verbinden. So simpel das klingt, ist es natürlich gleichzeitig etwas komplizierter. Das fängt schon damit an, dass die Datenbank selbst mit dem Datenbankprogramm, dem Datenbankmanagementsystem verwechselt wird.

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Was ist eine Datenbank? – Grundlagen

Die eigentliche Datenbank ist die Datei, welche die gespeicherten Informationen sortiert und strukturiert enthält. Also beispielsweise eine Datenbank, die Namen, Adressen und Geburtstage all eurer Freunde enthält. In dem Fall kann man also die Frage ” Was ist eine Datenbank?” beantworten mit: Eine Adressdatenbank. Es könnte aber auch eine Bücherdatenbank sein. Oder eine Datenbank eurer gesammelten Briefmarken – mitsamt Bildern.

Datenbanken sind also Informationssammlungen. Was ihr damit machen könnt, hängt wesentlich vom Datenbankprogramm ab. Einige Officeprogramme, wie beispielsweise OpenOffice, enthalten sehr leistungsfähige Datenbankprogramme. In dem Fall OpenOffice Base.

Datenbank-Aufbau

Aber wie sind Datenbanken aufgebaut? Das ist die Stelle, an der es einfach aber auch kompliziert sein kann. Das ist abhängig davon, wie viele unterschiedliche Informationen die Datenbank enthält, wie sie ggfs. verknüpft sind und auf welche Weise man darauf zugreifen will. Im einfachsten Fall ist eine Datenbank wie eine Tabelle: Ihr habt ein paar Spalten, beispielsweise für den Vornamen, den Namen und Adressdaten. In jede Zeile tragt ihr die Daten einer Person ein. Je nach Programm könnt ihr nun beispielsweise alle Personen im gleichen Ort finden, oder alle mit demselben Vornamen, Geburtstag, Geschlecht.

Das alles könntet ihr auch in eine Excel-Tabelle schreiben. Das macht Excel noch nicht zu einer Datenbank-Anwendung. Auch wenn ihr in Excel Eingabemasken erstellen könnt, unterscheidet sich ein Datenbankprogramm immer noch von einer Tabellenkalkulation. Vor allem zwei Dinge unterscheiden eine Datenbank von einer einfachen Tabelle mit Informationen:

  1. Datenbanken haben eine Eingabemaske und eine spezielle Darstellung für die Ausgabe der Daten.
  2. Datenbanken haben meist einen Index.

Der Datenbank-Index sorgt dafür, dass auch bei sehr umfangreichen Datenbanken die gesuchten Informationen schnell gefunden werden. Ihr könnt euch das als eine Art Telefon- oder Adressbuch der Datenbank vorstellen, in dem die Position der jeweiligen Daten verzeichnet ist. Sucht ihr also aus 10.000 Artikeln einen Bestimmten, dann dauert die Suche dank des Index in der Regel nur Sekundenbruchteile.

Die Ausgabemaske der Datenbank ist dafür da, die Daten strukturiert zu präsentieren. Statt einer Tabelle mit allen umgebenden Daten seht ihr z.B. immer nur einen Datensatz, aufgeteilt in verschiedene Felder.

Was ist eine relationale Datenbank?

Bei einer relationalen Datenbank werden die Information mehrerer Datenbanken miteinander verknüpft – also in Relation zueinander gebracht. Als Beispiel könnt ihr euch vorstellen, dass ihr eine Datenbank mit Buchautoren habt. Eine weitere mit Büchern und eine mit Verlagen. Wenn die Felder dieser Datenbank miteinander verknüpft sind, dann könnt ihr die Datenbanken weiter einzeln behandeln, aber eben auch Querabfragen stellen. Ihr könnt alle Bücher eines Autors anzeigen lassen. Oder alle Bücher eines Verlages. Oder eben alle Bücher, die ein Autor nur in einem Verlag geschrieben hat.

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