Drag and Drop: Erklärung, Funktionsweise und Tipps

Selim Baykara
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Drag and Drop ist ein Begriff, der relativ häufig auftaucht, wenn es darum geht Dateien zu bewegen und zu verschieben, z.B. auf einem Tablet oder Windows-Computer. Aber was heißt das eigentlich genau? Wie funktioniert es und was kann man machen wenn Drag and Drop nicht funktioniert ? In diesem Ratgeber erfahrt ihr die Antworten.

Drag and Drop: Erklärung, Funktionsweise und Tipps

Drag and Drop – Was ist das?

Drag and Drop (in vielen Fällen auch Drag & Drop, manchmal auch als Abkürzung D&D) ist ein englischer Begriff der auf Deutsch soviel wie “Ziehen und Ablegen” bedeutet. Gemeint ist damit eine Methode um bestimmte Elemente auf einer grafischen Benutzeroberfläche (z.B. dem Desktop eines Rechners) mit Hilfe eines Eingabegerätes zu bewegen. Ein häufiger Fall, in dem Drag and Drop zum Einsatz kommt, ist das Verschieben eines Dokuments von einem Ordner in einen anderen Ordner: Anstatt das Dokument per Kontextmenü auszuschneiden und (ebenfalls per Kontextmenü) in den neuen Ordner einzufügen (Copy-Paste-Methode) zieht man das Dokument einfach mit angeklickter Maustaste an den gewünschten Zielort. Im nächsten Abschnitt erklären wir, wie das genau funktioniert. Lest außerdem, wie ihr eine Verknüpfung auf dem Desktop erstellen könnt.

Video: Drag-and-Drop-Webseite erstellen

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So funktioniert Drag and Drop 

Die genaue Art und Weise wie Drag and Drop funktioniert unterscheidet sich von Programm zu Programn und hängt auch vom Gerät (Rechner, Tablet) und dem verwendeten Betriebssystem ab. Die Grundfunktionsweise ist aber immer gleich und besteht aus drei Schritten:

  1. Zuerst wählt ihr ein Element einer grafischen Benutzeroberfläche an, z.B. einen Ordner und klickt es mit mit dem Eingabegerät eurer Wahl an (bei einer Windows-Maus: mit der linken Maustaste).
  2. Anschließend zieht ihr das Element zum gewünschten Zielort während ihr die Maustaste gedrückt haltet.
  3. Zum Schluss lasst ihr einfach die Maustaste los – das ausgewählte Element befindet sich jetzt an seinem neuen Platz.

Drag and Drop

Mittels Drag and Drop kann man Objekte nicht einfach nur verschieben – in modernen Interfaces ist es für gewöhnlich möglich Objekte per Drag and Drop in andere Objekte zu ziehen. Damit kann man z.B. eine einzelne Datei direkt in einen anderen Ordner verfrachten. Außerdem haben sich inzwischen bestimmte grafische Merkmale etabliert, um  dem Benutzer die Orientierung zu erleichtern. Unter Windows ist es z.B. üblich, dass das gezogene Element halb-transparent dargestellt wird. Außerdem erscheint es zweigeteilt: Eines bleibt am ursprünglichen Ort, während sich das gezogene Abbild mit dem Cursor mitbewegt um dem User die Drag-and-Drop-Möglichkeit anzuzeigen.

Drag and Drop funktioniert nicht – Und jetzt?

Im normalen Computerbetrieb sollte es mit Drag und Drop eigentlich keine Probleme geben, da die Funktion keine besonderen Ressourcen benötigt und zu den absoluten Grundfunktionen eines Rechners zählt. Wenn Drag & Drop aber doch mal nicht funktioniert, solltet ihr folgende Punkte checken:

  • Überprüft, ob die Maus richtig funktioniert, indem ihr eine neue/eure Zweitmaus anschließt. Möglicherweise funktioniert der Sensor nicht richtig, vielleicht ist aber auch eine der Tasten defekt.
  • Eventuell habt ihr zu wenig Arbeitsspeicher/RAM und der Rechner wird dadurch verlangsamt. Schließt so viele Programme wie möglich, führt einen Neustart durch und schaut ob das Problem immer noch besteht.
  • Ein Neustart kann generell helfen, wenn es Probleme mit Drag and Drop gibt.

Außerdem kann auch eine fehlerhafte Einstellung der Registry zu Problemen  führen. Alle Infos zur Registry findet ihr hier: Regedit.exe: Windows-Komponente Registry – Was ist das? Das Problem löst ihr, indem ihr in den Registrierungseditor geht und die folgenden Schlüssel bearbeitet:

HKEY_CLASSES_ROOT\Interface\{0000010e-0000-0000-C000-000000000046}\NumMethods

  • Beim Schlüssel  “Standard” den Wert in “IDataObject” ändern.
  • HKEY_CLASSES_ROOT\Interface\{0000010e-0000-0000-C000-000000000046}\NumMethods
  • Der Schlüssel “Standard” muss den Wert “12″ beinhalten.
  • HKEY_CLASSES_ROOT\Interface\{0000010e-0000-0000-C000-000000000046}\ProxyStubClsid32
  • Der Schlüssel “Standard” muss den Wert “{00000320-0000-0000-C000-000000000046}” beinhalten.
  • HKEY_CLASSES_ROOT\CLSID\{00000320-0000-0000-C000-000000000046
  • Der Schlüssel “Standard” muss den Wert “oleprx32_PSFactory” beinhalten.
  • HKEY_CLASSES_ROOT\CLSID\{00000320-0000-0000-C000-000000000046}\InprocServer32
  • Der Schlüssel “Standard” muss den Wert “ole32.dll” beinhalten.

Anschließend speichert ihr die Änderungen im Registrierungseditor ab und startet den Rechner neu. Wir zeigen euch auch, wie ihr den Windows 7 Godmode und Geheimfunktionen freischalten könnt.

Bildquellen: Microsoft, Screenshots, Mmaxer

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