Was ist ein Access Point? Unterschied zum Repeater und APN – einfach erklärt

Robert Schanze

Der Begriff Access Point taucht oft im Zusammenhang mit WLAN und Routern wie der Fritzbox auf. Wir erklären euch in diesem Ratgeber, was ein Access Point ist und, welche Unterschiede es zum Repeater gibt und was APN (Access Point Name) bei Smartphones bedeutet.

Was ist ein Access Point?

Access Point heißt übersetzt “Zugriffspunkt”. Genau das beschreibt die Funktion schon sehr deutlich: Ein Access Point erlaubt es anderen Geräten, sich per WLAN oder LAN in ein Netzwerk einzuloggen und etwa auf das Internet zuzugreifen. Der Access Point ist dabei per LAN-Verbindung mit dem Router verbunden. Das WLAN des Access Point hat dabei eine andere SSID als das des Routers.

Ein Router wie die Fritzbox kann als Access Point an eine andere Fritzbox angeschlossen werden. Wie das geht, zeigen wir hier:

Unterschied: Repeater und Access Point

Ein Repeater ist mit dem Router per WLAN-Brücke verbunden und verstärkt dessen Signal.

Ein Repeater ist mit dem Router per WLAN-Brücke verbunden und verstärkt dessen Signal.
Ein Repeater ist mit dem Router per WLAN-Brücke verbunden und verstärkt dessen Signal.

(WLAN-)Repeater bedeutet übersetzt “Wiederholer” oder “Verstärker”. Ein Repeater verbindet sich in der Regel per WLAN-Brücke mit einem Router und verstärkt das bestehende WLAN-Signal etwa in andere Bereiche einer Wohnung. WLAN-Repeater gibt es als Standalone-Lösung. Allerdings lässt sich eine Fritzbox ebenfalls als Repeater zu einer anderen Fritzbox einrichten:

Info: Da ein Access Point per LAN-Kabel mit dem Router verbunden ist, ist die WLAN-Verbindung und Reichweite eines Access Point meist schneller und stabiler als die eines Repeaters. Bei einem Repeater kann man davon ausgehen, dass sich die Datenrate halbiert, da es Zeit dauert, bis er das WLAN-Signal an den Router weitergeleitet hat.

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WLAN-Reichweite erhöhen mit Fritz WLAN Repeater

Was ist ein APN?

Der Begriff APN stammt aus dem Mobilfunkbereich und bedeutet “Access Point Name”. Er bezeichnet einen Zugangspunkt zu einem mobilen Netzwerk. Ein Smartphone kann sich so beim Provider in das mobile Datennetz anmelden, per GPRS (auch EDGE) oder UMTS/3G. Der APN definiert also, zu welchem Access Point und damit zu welchem Netz eine Verbindung für ein mobiles Endgerät aufgebaut werden soll. Ob ihr ein Gerät mit Android, iOS oder BlackBerry verwendet, spielt dabei keine Rolle.

Beim Aufbau einer GPRS- oder UMTS-Verbindung teilt das Smartphone dem SGSN (Serving GPRS Support Node) den APN mit. Dieser bestimmt daraufhin durch eine DNS-Abfrage im GPRS-Basisnetz den für diesen APN eingetragenen zuständigen GGSN. Danach wird zwischen SGSN und GGSN eine GTP-Verbindung aufgebaut, über die die Datenpakete vom Smartphone zum Access Point und von dort ins Paketdaten-Netz transportiert werden.

Den Access Point Name kann man unter Android in den Einstellungen unter “Drahtlos & Netzwerke” > Mehr… > Mobilfunknetze > Zugangspunkte (APNs) aufrufen und bearbeiten. Im Regelfall werden die Zugangspunkte aber automatisch mit der Nutzung der SIM-Karte des Providers festgelegt.

APN-Einstellungen verschiedener Netzbetreiber:

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