Tim Cook

Beschreibung

Hört man den Namen „Apple“, denkt man unweigerlich an die Koryphäe Steve Jobs. Nach dem Tod des Apple-Kopfes Steve Jobs erhielt Tim Cook das Ruder des Unternehmens aus Cupertino. Er übernahm Jobs‘ Position als CEO von Unternehmen bereits in seinen Auszeiten 2009 und Anfang 2011, bevor er Ende August 2011 fester Chief Executive Officer wurde. Neben der Position als CEO von Apple ist Tim Cook Mitglied im Aufsichtsrat des Sportartikelherstellers Nike.

Cooks Stationen: Über Compaq und IBM zu Apple

Tim Cook wurde am 01. November 1960 in Alabama geboren. Während seines Studiums im Fachbereich Industrial Engineering arbeitete Cooks bereits beim großen IT-Konzern IBM. Im Fokus seiner Aufgaben lag dort die Herstellung und Distribution von Computern im gesamten amerikanischen Bereich. Vor seiner Zeit bei Apple waren Cooks auch als Vizepräsident im Bereich Corporate Materials bei dem texanischen Computerhersteller Compaq tätig.

Tim Cook: Erst Aushilfs-Oberhaupt, jetzt Kopf von Apple

1998 stieß Cook dann zum Unternehmen mit dem bekannten Apfel im Logo. Dabei wurde er von Steve Jobs persönlich aus Houston angelockt. Seine Karriere bei Apple begann Cook als Senior Vice President of Operations.  Ab 2004 war Cooks dann zuständig für den Macintosh Bereich, bis Tim Cooks im Oktober 2005 zum COO von Apple ernannt wurde.

Erstmalig vertreten wurde Steve Jobs von Tim Cook im Jahre 2004. Nach der Lebertransplantation des Apple Oberhaupts im Jahre 2009 war Tim Cook für mehrere Monate das Oberhaupt von Apple, ebenfalls Anfang 2011, als Jobs sich mehrere Monate aus gesundheitlichen Gründen zurückzog. Laut der renommierten Forbes-Liste liegt Tim Cooks aktuell auf Rang 35 der mächtigsten Menschen der Welt (2011: 58).

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Alle Artikel zu Tim Cook
    Tim Cook ist das neue Oberhaupt von Apple. Ob er denselben kreativen Kopf besitzt, wie sein Vorgänger Steve Jobs erfahrt ihr hier.

    Inhaltsverzeichnis

    1. 11.08.2013
      Tim Cook traf Barack Obama zum Gespräch über Datenschutz
    2. 09.08.2013
      Apple-Verwaltungsrat in Sorge: Innovationen von Tim Cook gefordert
    3. 22.06.2013
      Apples neue Boni-Regeln: Tim Cook & Co. werden stärker nach Leistung bezahlt
    4. 03.06.2013
      Tim Cook über Teamarbeit, Intuition und Inspiration
    5. 29.05.2013
      Tim Cook: Interessantes Statement zu Android
    6. 29.05.2013
      D11: Interview mit Tim Cook ungekürzt im kompletten Video
    7. 22.05.2013
      Steuersünder Apple? Tim Cook vor dem US-Senat (Video)
    8. 17.05.2013
      Tim Cook über Apples Steuerpraxis: “Wollen keinen Steuersatz von null Prozent”
    9. 14.05.2013
      Treffen mit Tim Cook: Auktion steht am letzten Tag bei über 600.000 Dollar
    10. 01.05.2013
      Konferenz “D11″: Tim Cook nimmt erneut am ersten Abend teil
    11. 25.04.2013
      Kaffeekränzchen mit Tim Cook für den guten Zweck
    12. 18.03.2013
      Tim Cook: 93 Prozent Zustimmung bei Mitarbeitern – aber nur noch Platz 18
    13. 10.03.2013
      E-Book-Streit: Tim Cook wird möglicherweise in Verfahren vor US-Gericht aussagen
    14. 06.03.2013
      Musikstreaming von Apple: Tim Cook traf Beats-Chef Jimmy Iovine
    15. 13.02.2013
      Etwas Eigenlob kann nicht schaden: Tim Cook spricht bei Goldman Sachs über Apple
    16. 13.02.2013
      Tim Cook bei Präsidenten-Rede: Obama lobt Apple für Mac-Produktion in den USA
    17. 12.02.2013
      Tim Cook: Goldman-Sachs-Interview und im Publikum von Obama-Rede
    18. 11.02.2013
      Apple gegen Samsung: Tim Cook soll gegen Gerichtsverfahren gewesen sein
    19. 18.01.2013
      Abwerbe-Absprachen: Tim Cook muss aussagen
    20. 09.01.2013
      Tim Cook reist zum zweiten Mal als Apple-CEO nach China
    21. 20.12.2012
      Tim Cook: Time portraitiert den Apple-CEO als mögliche “Person des Jahres”
    22. 08.12.2012
      Tim Cook im Interview mit Bloomberg: Mehr zur Person, mehr zu Apple
    23. 07.12.2012
      Tim Cook im Interview mit NBC: Zusammenfassung und Videos
    24. 12.07.2012
      Tim Cook: Private Gespräche mit Medienmogulen
    25. 18.06.2012
      Pingeliger Tim Cook: Apple nimmt Zulieferer genauer unter die Lupe
    26. 30.05.2012
      Tim Cook über Outsourcing, Patentkrieg, Steve Jobs, Apple TV (Video)
    27. 29.05.2012
      Tim Cook will engeren Kontakt zur Politik
    28. 22.05.2012
      Patentstreit-Schlichtungsverfahren: Tim Cook traf Samsung-Chef
    29. 16.05.2012
      Tim Cook traf US-Repräsentantenhaus-Sprecher John Boehner
    30. 25.04.2012
      Patentkrieg gegen Android: Tim Cook bevorzugt Einigung
    31. 20.04.2012
      Valve dementiert: Kein Treffen mit Tim Cook
    32. 14.04.2012
      Tim Cook besucht Spieleentwickler Valve
    33. 11.04.2012
      Tim Cook nimmt an “All Things D”-Konferenz teil
    34. 02.04.2012
      Mitarbeiterzufriedenheit: Tim Cook erreicht Steve Jobs’ Höchstwert
    35. 30.03.2012
      Tim Cook in China: Apples Chef besuchte auch ein Foxconn-Werk
    36. 26.03.2012
      Tim Cook reist als erster Apple-CEO nach China
    37. 16.03.2012
      Nach Adressbuch-Affäre: Tim Cook beruft Path-Chef zur Audienz
    38. 15.02.2012
      Tim Cook: Ausführliches Gespräch über Apples Produkte und Apples Unternehmensphilosophie
    39. 14.02.2012
      Heute: Tim Cook spricht auf Goldman-Sachs-Konferenz
    40. 10.01.2012
      Apples Börsenbericht: Tim Cook erhielt 2011 über 377 Millionen Dollar
    41. 06.01.2012
      Aktienoptionen: Tim Cook darf Anteile im Wert von fast 100 Millionen Dollar verkaufen
    42. 02.11.2011
      Tim Cook: Was sich bei Apple verändert hat
    43. 04.10.2011
      Tim Cook, Jobs-Nachfolger auf dem Papier
    44. 21.09.2011
      Wall Street Journal: iPhone 5 am 4. Oktober
    45. 31.08.2011
      Neuer Apple-CEO: E-Mails von Tim Cook
    46. 28.08.2011
      Tim Cook: 1 Million Aktien für 10 Jahre als CEO
    47. 26.08.2011
      Tim Cook an Apple-Mitarbeiter: “Apple wird sich nicht ändern”
    48. 15.03.2010
      Tim Cook bekommt 22 Millionen – PA-Semi-Mitarbeiter verlassen Apple
    49. 11.11.2008
      Applekalypse – Was wäre wenn? oder Wer ist eigentlich Tim Cook?

    Tim Cook traf Barack Obama zum Gespräch über Datenschutz

    Apples CEO Tim Cook war kürzlich mal wieder in Washington: Zusammen mit einem Vertreter von AT&T und einem früheren Google-Manager soll er sich mit Präsident Barack Obama über Datensicherheit unterhalten haben.

    Apple ist zusammen mit anderen US-Unternehmen in der jüngeren Vergangenheit in die Kritik geraten: Die National Security Agency (NSA) soll im Rahmen ihres Programms “PRISM” auch mit Apple zusammengearbeitet haben, um Daten von Benutzern auszulesen und diese letztendlich zu überwachen. Apple hatte jedoch erklärt, von PRISM noch nichts gehört zu haben.

    Zuletzt wandte sich das Unternehmen mit anderen US-Firmen mit einer Forderung nach Transparenz an die US-Regierung: Ebenso wie bei Anfragen zur Verbrechensbekämpfung möchten die Unternehmen ihre Kunden darüber informieren können, wie viele Anfragen sie in einem bestimmten Zeitraum erhalten haben und welche Kategorie an Benutzerdaten abgefragt wurde.

    Tim Cook soll sich nun zusammen mit dem AT&T-Chef Randall Stephenson und dem früheren Google-Vizepräsident Vint Serf mit dem Präsidenten Barack Obama getroffen haben. Serf ist mittlerweile von Obama als Mitglied des National Science Board ernannt worden. Was genau Inhalt des Gesprächs war, ist nicht bekannt, allerdings soll es um Obamas Pläne für einen “nationalen Dialog” über den Schutz der Privatsphäre im digitalen Zeitalter gegangen sein.

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Apple-Verwaltungsrat in Sorge: Innovationen von Tim Cook gefordert

Seit dem Tod von Steve Jobs gab es keine großen Innovationen bei Apple mehr – so lautet der Tenor vieler Beobachter. Jetzt soll sich aber auch der Apple-Verwaltungsrat Sorgen darüber machen und den Druck auf CEO Tim Cook erhöht haben.

Fox Business Network (via Mac Rumors) will erfahren haben, dass sich in Apples Verwaltungsrat eine zunehmende Unzufriedenheit breit macht: Es gebe bei Apple keine Innovationen, die auf Steve Jobs gefolgt seien. Deswegen entstehe langsam ein Druck auf Jobs’ Nachfolger Tim Cook, in naher Zukunft etwas zu unternehmen.

Das bedeute zwar nicht unbedingt, dass sich Cook um seinen Job Sorgen machen müsse – Fox Business Network glaubt nicht, dass die Situation sich schon so weit zugespitzt habe, Apple-internen Quellen zufolge sei dies nicht der Fall. Der Verwaltungsrat mache sich jedoch Sorgen und wolle wissen, wie Apples Pläne für zukünftige Produkte aussehen. “Haben Sie innovative Suchen in der Pipeline? Haben Sie Dinge, um den Schwung aufrecht zu erhalten?”

Es sieht also eher danach aus, dass das Gremium zur Kenntnis genommen hat, dass die Öffentlichkeit einen “Innovationsstau” bei Apple sieht – und vom Apple-Management wissen will, wie denn die Pläne für die Zukunft aussehen. Den Mitgliedern des Rates werden neue Produkte in der Regel erst einige Monate vor der geplanten Veröffentlichung vorgestellt; möglicherweise möchten sie nun etwas weiter in die Zukunft blicken können.

In der Tat gab es seit dem Tod von Steve Jobs – abgesehen vielleicht vom iPad mini – kein neues Produkt, das nicht auf einem Vorgängermodell aufbaut. Allerdings ist zu bedenken, dass wirklich neue Apple-Produkte auch in den Jahren davor eine Seltenheit waren: Der erste iPod erschien im Jahr 2001, das erste iPhone im Jahr 2007, das erste iPad im Jahr 2010.

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Apples neue Boni-Regeln: Tim Cook & Co. werden stärker nach Leistung bezahlt

Apple hat die Regelungen für die Entlohnung seines Top-Managements geändert: Die Bezahlung von Tim Cook und seinem Team hängt in Zukunft stärker vom tatsächlichen Erfolg des Unternehmens ab.

Eine Million Aktien erhielt Tim Cook im Jahr 2011, kurz nachdem er CEO des Unternehmens geworden war. Die Aktien darf er aber erst nach einem Ablauf von zehn Jahren “versilbern”: Bleibt er dem Unternehmen bis 2016 erhalten, darf er 500.000 Aktien verkaufen, bleibt er bis 2021, darf er die zweite Hälfte des damals vergebenen Pakets zu Geld machen.

Solche Boni stellen einen wichtigen Anreiz dafür dar, einem Unternehmen treu zu bleiben. Auch ist das Management so daran interessiert, dass der Börsenkurs des Unternehmens besonders hoch ist – Cooks eine Million Aktien waren letztes Jahr zwischenzeitlich rund 700 Millionen Dollar wert, heute sind es “nur” noch rund 400 Millionen. Der Aktienkurs ist seit letztem November in erster Linie gefallen.

Nun hat der Aktienkurs eines Unternehmens nur mittelbar mit dessen eigentlichen Erfolgen zu tun. Aufgrund dessen hat sich der Apple-Verwaltungsrat dazu entschieden, das Apple-Management in Zukunft stärker “Performance-basiert” zu entlohnnen: Die Verantwortlichen sollen von nun an abhängig davon, ob Apple bestimmte Performance-Ziele erreicht, größere oder kleinere Aktienpakete erhalten.

Tim Cook hat sich im Zuge dessen bereit erklärt, den ihm im Jahr 2011 gewährte Bonus nachträglich auf das neue System “umzustellen”: Er erhält das größtmögliche Aktienpaket nicht mehr durch ein reines Verbleiben im Unternehmen, sondern nur dann, wenn Apple eben die gesetzten Performance-Ziele erreicht.

Insgesamt hätte Cooks Bonus so sogar noch größer als im Jahr 2011 vorgezeichnet ausfallen können, der Apple-CEO hat aber auf eine mögliche Steigerung verzichtet. Sollte Cook also bis mindestens 2021 bleiben und Apple alle vorgegebenen Erfolge feiern, dann wird er wirklich eine Million Aktien einlösen können – aber eben nur dann, und nicht mehr als diese eine Million.

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Tim Cook über Teamarbeit, Intuition und Inspiration

Zu der Reihe von Interviews mit Apples CEO Tim Cook gesellt sich jetzt ein Gespräch an seiner ehemaligen Universität. Cook erklärt, wie er Zusammenarbeit fördert und warum man nicht all zu viel auf konkrete Zukunftspläne geben sollte.

25 Jahre nachdem Cook seinen Master of Business Administration (MBA) an der Duke Universität erhielt, kehrte er für eine Gesprächsrunde vor Studenten zurück nach Durham in North Carolina. Im Rahmen der Unterhaltung gab der Apple-Chef unter anderem einige interessante Einblicke in seine Motivation und seine Ansichten von moralisch und ethisch korrekter Unternehmensführung.

Auf die Frage, wie er in seinem Team effektive Zusammenarbeit fördert, hat Cook eine recht präzise Antwort:

„Ich suche Leute, die nicht politisch sind, keine Bürokraten. Leute, die Errungenschaften für sich feiern, sich aber nicht unbedingt ins Rampenlicht drängen.“

Engagiert müssen sie außerdem sein und keine Scheu haben, spät abends noch eine Idee gemeinsam entwickeln zu wollen. Für Solo-Talente sei wenig Platz, jeder müsse sich bewusst sein, dass man gemeinsam sehr viel mehr erreichen kann, als irgendjemand es allein könnte.

Es scheint, als treffe diese Beschreibung auf viele Menschen zu — nur nicht auf Steve Jobs. Er war berüchtigt als Alleingänger, Einzeldenker und Alles-Unter-Kontrolle-Haber. Doch auch Jobs wusste den Wert von Kollaboration zu schätzen. Auch wenn er sich am Schluss die letztgültige Entscheidung vorbehielt.

Auch Scott Forstall war nicht als großes Team-Talent bekannt. Entgegen der Ansicht vieler anderer im Unternehmen trieb er seine Vorstellung von Software-Design im iOS-Team voran. Tim Cook entließ ihn, obwohl damit ein wichtiger Posten vakant wurde.

In weiteren Videoschnipseln erklärt Cook, dass er Robert „Bobby“ Kennedy und Martin Luther King für ihr unermüdliches Engagement bewundert. Aufgewachsen in den Südstaaten habe er häufig abscheuliches Verhalten bei Menschen beobachtet, insbesondere Diskrimination. Beide, Kennedy und King, hätten wissentlich ihr Leben aufs Spiel gesetzt, um diese Diskriminierungen zu bekämpfen. Davor habe er enormen Respekt.

Hier die übrigen Ausschnitte aus dem Gespräch mit Tim Cook:

(via 9to5mac)

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Tim Cook: Interessantes Statement zu Android

Tim Cook ist der Nachfolger von Steve Jobs. Das Apple Imperium liegt in guten Händen, wenn man sich das Interview von gestern anschaut. Tim antwortet direkter auf Fragen und wirkt offener. Dann sagte Cook zum Thema Android: “But for us, winning has never been about having the most.” Ahja.

Gleich vorweg, wir haben letztes Jahr viele Android vs. iOS und Google vs. Apple Themen bedient und das klassische “Apple ist scheiße, Google macht alles perfekt” haben wir auch von unserer Seite mehrmals im JFK-Tech Podcast und auch in unserem GIGA-iTry behandelt, thematisiert und widersprochen. Doch ein Satz mit einer Aussage wie “Für uns heißt gewinnen nicht, dass man die meisten Geräte verkauft” ist schon so interessant, dass ich dazu nur ganz kurz etwas sagen möchte.

Apple baut die besten Geräte

Es ist unbestreitbar, dass Apple sehr gute Geräte baut. Das konnte ich schon im iTry erfahren und habe es auch dem iPhone 5 zugesprochen. Von dem Gedanken an einem MacBook Air werde ich noch immer ganz wehmütig und eigentlich suche ich bisher immer nur vergleichbares, vergeblich.

Das Beste ist aber nicht immer das Beste

Im Technikbereich mit dem Totschlagargument “Das beste ” zu kommen, finde ich wahnsinnig schwierig. Viele Bekannte würden mit einem MacBook nicht zurecht kommen. Warum sollten sie solch eine Menge Geld für ein MacBook ausgeben, wenn sie viele Vorteile gar nicht ausnutzen würden? Je nach Anwendungsbereich kann das MacBook ein perfektes Gerät sein, für mich wäre es das wohl auch. Für viele reicht aber ein 400 € Laptop, gern auch ein 700 € Ultrabook und fertig. “Das Beste” kann man nicht verallgemeinern.

Für uns ging es nie darum, durch Masse zu gewinnen

But for us, winning has never been about having the most. - Sagte Cook zum Thema Android. Im ersten Moment entkräftet Cook die Machtstellung von Android durch seine “Besten” Theorie, im zweiten Moment erwähnt er trotzdem nochmal, dass man in anderen Bereichen ja auch mehr Geräte verkauft. Mehr Laptops, mehr Mediaplayer, ach und “die Besten” natürlich. Es geht also nicht darum, die meisten Smartphones zu verkaufen. Darum ist Android nicht besser. Aber bei Computern und Mediaplayern zählt das schon? Klar, denn da greift ja auch noch die “Besten” Regel.

Übrigens hatte Cook auch nochmal betont, dass man drei mal so viel an die Entwickler auszahlt, wie es bei Google und Android der Fall sei. Aber es geht ja nicht um die Masse. Nein. Nie.

Zugegeben, das Verhältnis wird besser

Google hatte von Anfang an keinen Hehl daraus gemacht, dass man MacBooks zu den besten Geräten zählt. Auch iOS ist ein großartiges System, sonst würde Google auch nicht so schnell und so gute Apps dafür schreiben. Teilweise sind besondere Features sogar zuerst bei iOS zu finden, anstatt bei Android. Der Service für den Kunden steht hier an erster Stelle, ob nun bei Android oder iOS  ist da eher zweitrangig. Unter Steve Jobs hätte es die folgende Aussage außerdem auch nicht gegeben, da bin ich mir sicher. So fragte man Cook, warum Apple-Dienste (iCloud) nicht auch für Android programmiert werden. Laut Cook liegt das einzig und allein daran, dass es bisher keinen Sinn macht. Ob er damit Angebot und Nachfrage meint?

Insgesamt finde ich es schön, dass Tim Cook sich nicht mehr so hetzerisch auf das Thema Android stürzt, wie einst Steve, und dieser Kindergarten damit vielleicht langsam ein Ende hat. Dennoch nerven mich diese Doppelmoral-Kommentare, auch wenn es reines Marketinggewäsch ist. Natürlich würde Apple niemals zugeben, dass Android das bessere System ist. Ist es auch nicht. Jedenfalls für viele. Für die anderen ist es Windows Phone oder Blackberry OS oder eben Android. Geschmack und Anforderungsprofil haben zwar in einem Interview nichts zu suchen, doch Google schafft es ja auch.

Don’t be evil!

 

via Caschy und GIGA

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Steuersünder Apple? Tim Cook vor dem US-Senat (Video)

Tim Cook musste vor dem US-Senat aussagen. Grund: Das Unternehmen wird beschuldigt, zu wenige Steuern in den USA zu zahlen. Das Erste hat das Thema in einem TV-Beitrag von zwei Minuten Länge zusammengefasst.

“Wir haben allein für das Jahr 2012 sechs Milliarden Dollar gezahlt”, verteidigte sich der Apple-CEO Tim Cook vor dem Senat zu dem Vorwurf, Apple würde zu wenige Steuern zahlen. Dennoch hat der Konzern einen Großteil seines Barvermögens im steuergünstigen Irland. Cook machte auch klar: “Wir haben keine Pläne, das Geld in die USA zurückzubringen.”

Das ARD-Video kann auf der Tagesschau-Webseite angesehen und in verschiedenen Qualitätsstufen heruntergeladen werden:

Vor knapp einer Woche haben wir die Argumente von Tim Cook ausführlich vorgestellt.
Apple ist kein Einzeltäter

Apple soll mit Irland Sonderkonditionen für die Steuerzahlungen ausgehandelt haben. Die Steuerpraxis muss keineswegs gegen Gesetze verstoßen: Besonders bei virtuellen Waren (Software, Patente etc.) kann der Gewinn leicht dorthin verschoben werden, wo die Steuern am günstigsten sind. Die Zeit hat vor gut zwei Monaten das Vorgehen von Amazon.de durchleuchtet und erklärt, warum das Unternehmen in Luxenburg ansässig ist.

Und auch Google sowie Starbucks nutzen Buchungstricks, um die Einkommenssteuer niedrig zu halten. Apple ist kein Einzelfall. Wollen die Länder gegen diese Praxis vorgehen müssen sie ihre Gesetze anpassen.

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Tim Cook über Apples Steuerpraxis: “Wollen keinen Steuersatz von null Prozent”

Apple erzielt einen großen Teil seiner Umsätze außerhalb der USA und zahlt dafür sehr wenig Steuern. Tim Cook wird sich nächste Woche vor dem US-Senat zu dem Thema äußern – und gab vorab auch einige Interviews.

Apple verbucht einen großen Teil seiner Umsätze außerhalb der amerikanischen Heimat – und spart durch eine geschickte Verteilung über verschiedene Steueroasen kräftig Geld. Im Jahr 2012 soll das Unternehmen für außerhalb der USA erzielte Umsätze lediglich zwei Prozent Steuern bezahlt haben.

Als sich Apple kürzlich entschied, insgesamt 100 Milliarden US-Dollar in Form von Aktienrückkauf und Dividende an seine Anteilseigner auszuzahlen, nahm das Unternehmen sogar Schulden in Rekordhöhe auf – weil das günstiger war, als das in Übersee “geparkte” Geld in die USA zurückzuholen und dann zu versteuern.

Der US-Senat möchte, dass Apple und andere Unternehmen zu diesen Vorgängen Stellung nehmen. Für Apple wird der CEO Tim Cook höchstpersönlich aussagen; die Anhörung soll am nächsten Dienstag stattfinden. Vorab sprach Cook allerdings bereits mit US-Medien zu dem Thema, Mac Rumors hat einige Zitate zusammengestellt.

Gegenüber Politico verweist der Apple-Chef darauf, dass sein Unternehmen seine im Heimatland erzielten Gewinne nicht ins Ausland verfrachte – für jedes Produkt, das Apple in den USA verkaufe, zahle das Unternehmen auch Steuern. “Und wir bezahlen jeden Dollar, den wir schulden. Das möchte ich wirklich klar machen”, so Cook.

Der Nachfolger von Steve Jobs wird zwar nächste Woche in Washington auftreten. Er verweist aber auch darauf, dass Apple normalerweise in Sachen Politik nicht so präsent ist – das Unternehmen gibt tatsächlich deutlich weniger für Lobbyismus aus als andere IT-Firmen. Allerdings, so Cook, ist Politik auch für Apple sehr wichtig: “Wir glauben, dass eine kreative Politik ein großer Katalysator für eine bessere Gesellschaft und eine stärkere Wirtschaft sein kann”.

Gegenüber der Washington Post kam Cook dann noch konkret auf die außerhalb der USA “geparkten” Gelder zu sprechen: Würde Apple diese in die Heimat überweisen lassen, müsste das Unternehmen 35 Prozent Steuern zahlen. Das sei “eine sehr hohe Zahl”. Anders, als viele glaubten, wolle Apple diesen Steuersatz nicht auf Null drücken. “So sehe ich das nicht. Aber ich glaube, dass es vernünftig sein muss.”

Cook erwähnte außerdem auch den Mac, den Apple ab diesem Jahr in den USA herstellen lassen möchte: In den USA werde nicht nur die Montage geschehen, auch einige der Komponenten würden in den USA hergestellt werden. Die Einzelteile würden unter anderem aus “Arizona, Texas, Illinois, Florida und Kentucky” stammen. Um welchen Mac es sich handeln wird, verriet Cook allerdings nicht – Gerüchten zufolge soll es entweder der neue Mac Pro oder ein neuer Mac mini sein.

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Treffen mit Tim Cook: Auktion steht am letzten Tag bei über 600.000 Dollar

Wie viel würdet ihr für ein Treffen mit Tim Cook ausgeben? Aktuell kann man ein Kaffeekränzchen mit dem Apple-CEO ersteigern. Stunden vor dem Ende der Auktion steht der Preis bei 605.000 Dollar.

Wer den aktuellen Höchstbieter “J********n” noch ausstechen möchte, muss mindestens 610.000 US-Dollar – rund 470.000 Euro – für das Treffen mit Tim Cook bezahlen wollen. Insgesamt gingen in den drei Wochen, seit die Auktion begann, 85 Gebote ein, wobei es bei 5.000 Dollar los ging. Die Auktion läuft, während ich diese Zeilen schreibe, nur noch 14 Stunden und 30 Minuten. Das aktuelle Höchstgebot ging am 6. Mai ein, das zweithöchste in Höhe von 600.000 Dollar stammt vom 26. April. Wer jetzt noch bieten möchte, muss sich erst überprüfen lassen; man sollte also nicht mehr zu lange mit dem nächsten Gebot warten.

Der Gewinner darf Tim Cook mit einer Begleitperson für 30 bis 60 Minuten treffen. Der Erlös wird an das Robert F. Kennedy Center for Jusitce & Human Rights gehen. Das Treffen mit Cook ist Teil einer Frühlings-Aktion der Website CharityBuzz, um Geld für die genannte Organisation zu sammeln.

Im Rahmen dieser Aktion können spendable Besucher der Seite auch andere einzigartige Aktionen oder Gegenstände ersteigern – beispielsweise Fußballschuhe von David Beckham, eine Statistenrolle in einem Jim-Carrey-Film oder ein Mittagessen mit Francis Ford Coppola. Das Höchstgebot dieser Auktionen liegt jeweils bisher weit unter dem Gebot für das Tim-Cook-Treffen.

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Konferenz “D11″: Tim Cook nimmt erneut am ersten Abend teil

Wie schon 2012 wird Tim Cook auch in diesem Jahr an der “D”-Konferenz der IT-Website All Things D teilnehmen. Die Konferenz beginnt am 28. Mai, der Apple-CEO wird sich gleich am ersten Abend den Fragen der Interviewer stellen.

Letztes Jahr sprach Tim Cook über zahlreiche Themen, unter anderem das Outsourcing der Produktion, den Patentkrieg, seinen Vorgänger Steve Jobs und Pläne für das Apple TV.

Dieses Jahr soll es bei der Eröffnung der “D11″ wiederum unter anderem um das Wachstum des Mobilfunk-Marktes und die Konkurrenz durch Googles Android und Samsung gehen.

Auch will All Things D den Apple-CEO zu den Veränderungen befragen, die bei Apple vorgenommen wurden, seit er im August 2011 das Zepter von Steve Jobs übernommen hat. Schließlich soll es auch Fragen bezüglich der zukünftigen Apple-Produkte geben, wobei hier davon auszugehen ist, dass sich Tim Cook nicht tief in die Karten blicken lassen wird. Zwischen den Zeilen wird sich aber wahrscheinlich schon lesen lassen.

Auch Steve Jobs nahm einige Male an der “D”-Konferenz teil. Unvergessen ist vor allem ein gemeinsamer Auftritt mit dem Microsoft-Mitgründer Bill Gates. Letztes Jahr veröffentlichte All Things D alle diese Auftritte als Podcast.

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Kaffeekränzchen mit Tim Cook für den guten Zweck

Wer wollte nicht schon mal mit Tim Cook einen Kaffee trinken gehen und einfach darauf los plaudern? Für den guten Zweck und im Rahmen einer Auktion, stellt der Apple CEO sich demnächst genau hierfür zur Verfügung.

Auf der Seite CharityBuzz haben großzügige Spender die Möglichkeit, auf ein Kaffeekränzchen mit Tim Cook in Apples Hauptquartier zu bieten. Den Erlös der Auktion erhält das RFK (Robert F. Kennedy) Center for Justice & Human Rights. Derartige Charity-Aktionen sind nicht ungewöhnlich in den USA. Der Investor und Milliardär Warren Buffet stellt sich in regelmäßigen Abständen hierfür zur Verfügung. Zuletzt wurden 3,5 Millionen US-Dollar für ein solches Treffen eingenommen.

Das derzeit höchste Gebot für Tim Cook liegt bei 165.000 US-Dollar. Noch bis zum 14. Mai können die Wohltäter an der Auktion teilnehmen. Der Gewinner muss auch nicht allein zum Kaffeegespräch (30 bis 60 Minuten) kommen, sondern darf noch eine Begleitung mitbringen.

Das Interesse scheint groß, denn der Apple CEO führt mit dem momentanen Gebot eine illustre Runde von Prominenten an. Geradezu zu günstig sind daher Treffen mit Robert DeNiro, Elon Musk oder auch Francis Ford Coppola zu bekommen.

Via MacRumors.

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Tim Cook: 93 Prozent Zustimmung bei Mitarbeitern – aber nur noch Platz 18

Tim Cook erfreut sich, wenn es um die Bewertung durch seine Mitarbeiter geht, weiterhin hoher Beliebtheit. In einer Erhebung durch die Marktforscher von Glassdoor musste der Apple-CEO aber zuletzt Federn lassen: Trotz 93 Prozent Zustimmung liegt Cook nur noch auf Platz 18 statt auf Platz 1.

Schon Ende 2011 tauchte Tim Cook in der Glassdoor-Liste recht weit oben auf: Damals erreichte er mit einer Zustimmung von 96 Prozent immerhin den 10. Platz. Cook war erst im August 2011 Apples CEO geworden. Im Frühjahr 2012 konnte Cook sogar mit dem Bestwert seines Vorgängers Steve Jobs gleichziehen: 97 Prozent der befragten Mitarbeiter sprachen ihre Zustimmung zu Cooks Arbeit aus.

Für das Jahr 2013 hat Glassdoor wieder einmal 500.000 von Mitarbeitern von Unternehmen ausgefüllte Fragebögen ausgewertet und die Zustimmungswerte der Unternehmenschefs zusammengestellt. Auf Platz 1 lag dieses Mal der Facebook-Chef Mark Zuckerberg, der seinen Wert von 85 auf 99 Prozent auch gleich am deutlichsten steigern konnte. Auf Platz 2 liegt mit ebenfalls 99 Prozent das Führungsduo Bill McDermott und Jim Hagemann Snabe von SAP.

Der Google-Chef Larry Page liegt mit unveränderten 95 Prozent auf dem 11. Platz, der Amazon-Chef Jeff Bezos steigerte sich um 13 Prozentpunkte auf 93 Prozent und liegt somit auf Platz 16. Tim Cooks Zustimmungswert gab um vier Prozentpunkte nach, so dass er “nur” noch auf Platz 18 zu finden ist. Allerdings befindet sich in den Top 20 auch niemand, der weniger als 90 Prozent Zustimmung für sich verbuchen kann. Der Microsoft-CEO Steve Ballmer taucht beispielsweise nicht einmal in den Top 50 auf; auf dem 50. Platz liegt mit 80 Prozent Zustimmung der GE-Chef Jeffrey R. Immelt.

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E-Book-Streit: Tim Cook wird möglicherweise in Verfahren vor US-Gericht aussagen

Während sich Apple und Buchverlage in Europa bereits mit der Europäischen Kommission über die zukünftige E-Book-Preisgestaltung geeinigt hat, läuft der Streit mit dem Justizministerium in den USA weiter. Im dortigen Fall könnte bald sogar der Apple-CEO Tim Cook aussagen.

Apple und mehreren Buchverlagen wird vorgeworfen, dass sie wettbewerbswidrige Absprachen über die Preisgestaltung von E-Books getroffen haben. Stein des Anstoßes ist das sogenannte “Agenturmodell”, das es den Verlagen erlaubt, vorab festzulegen, für welchen Preis Apple einzelne Titel im iBookstore anbieten wird.

Hinzu kommt – und das ist das eigentliche Problem -, dass sich Apple vertraglich garantieren lässt, dass die Verlage ihre Bücher sonst nirgendwo günstiger anbieten werden. Das schadete wiederum dem Geschäftsmodell von Amazon: Der Kindle-Anbieter hatte zuvor darauf gesetzt, die Preise für die Endabnehmer selbst festlegen zu können.

Sowohl in Europa als auch in den USA hatten die Behörden kartellrechtliche Bedenken. In Europa haben sich Apple und die Verlage bereits mit der Kommission geeinigt; für die betroffenen Länder hat Apple zugestimmt, die Meistbegünstigungsklausel mindestens bis Ende 2017 auszusetzen. In Amerika haben sich bisher sämtliche Verlage mit dem Justizministerium geeinigt, lediglich Apple steht noch im Visier der Behörde.

Bloomberg berichtet nun, dass das US-Justizministerium vor dem zuständigen Bezirksgericht in Manhattan beantragt hat, dass das Gericht darauf hinarbeitet, den Apple-CEO Tim Cook in dem Fall aussagen zu lassen. Das Ministerium will offenbar die genaue Position des Apple-Top-Managements bezüglich des Sachverhalts erfahren.

Der zuständige Richter hat für den 13. März eine Telefonkonferenz angesetzt, in der sich Cook äußern könnte. Ob der Apple-CEO selbst tatsächlich ein Statement abgeben wird, ist allerdings noch unklar.

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Musikstreaming von Apple: Tim Cook traf Beats-Chef Jimmy Iovine

Musikstreaming-Dienste kämpfen zwar mit der Finanzierung. Dennoch gehen viele Brancheninsider davon aus, dass dem Musik-Abo die Zukunft gehört. Auch Apple soll an einem Dienst interessiert sein. Ein Treffen zwischen Tim Cook und Beats-Chef Jimmy Iovine bestätigt diese Vermutung.

Ende Februar trafen Apple-Chef Tim Cook und Eddy Cue (zuständig für Internetdienste bei Apple) den CEO von Beats, Jimmy Iovine. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. In dem Gespräch in Los Angeles soll es um einen Abodienst für Musik namens „Projekt Daisy“ gegangen sein. Eine offizielle Bestätigung der Reuters-Meldung gibt es von den beteiligten Unternehmen nicht.

Warum sollte ein Gespräch der CEOs von einem Streamingdienst gehandelt haben? Beats Electronics ist eine Firma von den beiden Musik-Größen Jimmy Iovine und Dr. Dre und vor allem für die Kopfhörer bekannt. Aktuell gibt es noch keinen Streamingdienst von dem Unternehmen.
Doch Beats Electronics hat Daisy bereits vorgestellt. Als Unterscheidungsmerkmal zu anderen Diensten möchte Beats sich um die Kunden sorgen, und nicht einfach Millionen Songs gegen eine Kreditkartennummer tauschen, dem Abonnenten „viel Glück“ wünschen und dann alleine lassen.

Wie eine Kooperation zwischen Apple und Beats aussehen könnte, ist fraglich. Mit Apple – speziell mit Steve Jobs – war Beats Electronics in der Vergangenheit bereits in Kontakt. Der verstorbene Apple-CEO war von der Arbeit der Beats-Chefs recht angetan.

Über einen Musikdienst von Apple wird schon Jahre spekuliert – und es wäre eine Überraschung, wenn Apple ein Streaming-Angebot nicht in Erwägung ziehen würde. Aktuell gibt es nur iTunes Match. Hier kann der Kunde seine Musik auf alle seine Geräte über iCloud streamen oder downloaden. Dabei ist es egal, ob die Musik bei iTunes oder anderen Händlern als mp3 oder CD gekauft wurden. Bei einem klassischen Musikstreamingdienst kann der Abonnent auf eine riesige Mediathek zurückgreifen, ohne dass die Musik vorher gekauft werden musste. Populäres Beispiel: Spotify. Neben einer werbefinanzierten Musikflatrate gibt es einen kostenpflichtigen Premiumdienst. Das Unternehmen machte in den vergangenen Jahren allerdings noch riesige Verluste, 2011 sollen es zum Beispiel 40 Millionen Euro gewesen sein.

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Etwas Eigenlob kann nicht schaden: Tim Cook spricht bei Goldman Sachs über Apple

Superstars unter den Mitarbeitern, die Stores als Antidepressivum – Apple-CEO Tim Cook traf im Interview bei Goldman Sachs selbstbewusste Aussagen – und deutete Pläne von Apple für die nächsten Jahre an.

Der Chef stand Rede und Antwort: Tim Cook beantwortete auf der “Technology and Internet“-Konferenz der Investmentbank Goldman-Sachs-Konferenz Fragen. Ein Punkt: Das Billig-iPhone. Die Aussagen Cooks zu diesem Thema haben wir bereits genannt. Doch ein paar weitere interessante Details plauderte der CEO noch aus.

Apple Stores sind Antidepressivum

Die Apple Stores nehmen eine wichtige Bedeutung bei Apple ein, und die wird in den nächsten Jahren eher noch steigen. “Es gibt keinen besseren Platz, unsere Produkte auszuprobieren und verstehen zu lernen, als in den Retail-Geschäften”, erklärt Cook. Der Erfolg des iPads sei auch den Apple Stores zu verdanken, weil es ein völlig neues Produkt war. Und das musste eben erst verstanden werden. In den nächsten Jahren möchte Apple 20 Geschäfte vergrößern und 30 neue eröffnen – vor allem außerhalb der USA.

Eine ganz persönliche Bedeutung des Apple Stores für Cook: Wenn er demotiviert ist, besuche er einen Store. “Das ist wie ein Antidepressivum.”

Apple auf Einkaufstour

Das viele Barvermögen wird aber nicht nur in Apple Stores investiert. In den letzten Jahren hat Apple jeden zweiten Monat ein Unternehmen gekauft, meist kleine Firmen, meist wegen der talentierten Mitarbeiter. “Wir werden weitere derartige Einkäufe tätigen”, so Cook. Er könne sich vorstellen, dass sich Apple auch mal ein großes Unternehmen einverleibt – allerdings nur, sofern die Voraussetzungen gut passen. Nicht einfach des Wachstums wegen.

Tolle Mitarbeiter bei Apple

Seine Belegschaft lobt der Apple-Chef Tim Cook in den höchsten Tönen: Sie möchten die besten Produkte auf der Welt herstellen. In den Chefetagen sieht er sogar “Superstars”, und nennt an erster Stelle namentlich den Designer Jonny Ive, Ingenieur Bob Mansfield und Produktions-Verantwortlichen Jeff Williams.

Selbstbewusste Aussagen bei Goldman Sachs

“Ich bin stolz auf die Produkte”, sagte Cook und vergaß es nicht, auf die ökologischen Bemühungen hinzuweisen. Der Apple-Chef traf selbstbewusste Aussagen bei der Konferenz, sicher ganz bewusst: Von den kleinen Aktienkursstürzen der letzten Zeit mochte er sich nicht beeindruckt zeigen. Mit dem Adressaten Aktionäre betonte der CEO, das Unternehmen hätte eine langfristig ausgerichtete Management-Strategie.

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Tim Cook bei Präsidenten-Rede: Obama lobt Apple für Mac-Produktion in den USA

Tim Cook saß bei der “Rede zur Lage der Nation” des US-Präsidenten im Publikum – und wie erwartet fand Apple in der Rede selbst auch Erwähnung. Barack Obama nannte Apple als ein Beispiel dafür, dass US-Unternehmen wieder “zu Hause” produzieren.

Der Apple-CEO Tim Cook nahm auf dem Balkon der First Lady Platz. Üblicherweise sitzen dort Personen, die in der jährlichen Rede vor dem Kongress auch Erwähnung finden. Letztes Jahr hatte Obama beispielsweise den verstorbenen langjährigen Apple-CEO Steve Jobs erwähnt; seine Witwe Laurene Powell Jobs saß auf dem Balkon.

Obama nahm in diesem Jahr auf eine Entwicklung Bezug, die dafür sorgt, dass in Amerika neue Arbeitsplätze entstehen: Viele Unternehmen hätten ihre Produktion in den letzten drei Jahren wieder zurück in die USA verlagert, nachdem entsprechende Jobs über zehn Jahre lang ins Ausland gingen. So produziere Caterpillar wieder mehr in den USA und weniger in Japan, Ford bringe Arbeitsplätze aus Mexiko zurück.

Nachdem Intel diverse Fabriken in China eröffnet habe, eröffne die fortschrittlichste Anlage nun in den USA. “Und dieses Jahr wird Apple wieder damit beginnen, Macs in den USA zu produzieren”, so Obama weiter. Tatsächlich möchte Apple zumindest eine Mac-Produktfamilie wieder in Amerika produzieren lassen – voraussichtlich wird es der Mac mini sein.

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Tim Cook: Goldman-Sachs-Interview und im Publikum von Obama-Rede

Abseits von Apple-Events tritt Tim Cook nur gelegentlich in die Öffentlichkeit. Am heutigen Dienstag tut er es gleich zwei mal: Wie im letzten Jahr gibt es auf einer Goldman-Sachs-Konferenz ein Interview mit dem Apple-CEO, außerdem sitzt er bei Barack Obamas Rede zur Lage der Nation im Publikum – und dürfte Erwähnung finden.

Apple verweist auf der eigenen Investor-Website auf Tim Cooks Auftritt auf der “Technology and Internet”-Konferenz der Investmentbank Goldman Sachs. Das Interview können sich Interessierte ab 16:15 Uhr mitteleuropäischer Zeit über einen Audio-Webcast anhören. Letztes Jahr äußerte sich Cook unter anderem zu Arbeitsbedingungen bei Zulieferern, iPhone-Verkaufszahlen und wachsende Märkte, das iPad und den PC-Markt, Apples Barreserven, das Apple TV, Siri, iCloud und Apples Unternehmensphilosophie.

Ebenfalls am heutigen Dienstag wird Cook im Publikum zur Rede zur Lage der Nation (“State of the Union”) des US-Präsidenten Barack Obama sitzen. Cook wird einer der Gäste von Michelle Obama sein und auf dem Balkon der First Lady sitzen. Traditionell finden Personen, die dort Platz nehmen, in der Rede des Präsidenten auch Erwähnung.

Letztes Jahr war das unter anderem bei Steve Jobs‘ Witwe Laurene Powell Jobs der Fall – Obama lobte ihren verstorbenen Mann als ein Positivbeispiel für amerikanische Unternehmer. Denkbar ist, dass der Präsident den Apple-CEO für seine Entscheidung loben wird, ein Mac-Modell in Zukunft wieder in den USA herstellen zu lassen.

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Apple gegen Samsung: Tim Cook soll gegen Gerichtsverfahren gewesen sein

Apple kämpft in zahlreichen Gerichtssälen gegen Samsung, ein US-Gericht sprach dem iPhone-Hersteller zumindest in erster Instanz einen Schadensersatz in Höhe von einer Milliarde Dollar zu. Wäre es nach Tim Cook gegangen, hätte Apple den Patentkrieg jedoch gar nicht begonnen.

Als Apple sich dazu entschied, Samsung und andere Hersteller von Android-Geräten zu verklagen, stand Steve Jobs noch an der Spitze des Unternehmens. Jobs hielt Android für ein “gestohlenes Produkt” und warf Google und vor allem Samsung vor, das iPhone zu kopieren.

Jobs’ Biograph Walter Isaacson zitiert den langjährigen Apple-CEO mit den Worten, dass er Android “zerstören”, notfalls auch einen “thermonuklearen Krieg” gegen das Konkurrenzprodukt führen wolle. Damit meinte Jobs, dass er von Google, Samsung und Co. nicht verlangen werde, Lizenzgebühren an Apple zu bezahlen – stattdessen sollte Apple vor den Gerichten Verkaufsverbote anstreben.

In einem ausführlichen Artikel über die “Hassliebe” zwischen Apple und Samsung liefert die Nachrichtenagentur Reuters (via 9 to 5 Mac) einige interessante Hintergrundinformationen über den Patentkrieg zwischen den beiden Unternehmen. Als Jobs diesen begann, war sein Nachfolger Tim Cook noch Chief Operating Officer des Unternehmens – und kümmerte sich in dieser Position auch um das Geschäft mit Apples Zulieferern.

Während Jobs harte Bandagen auffahren wollte, habe Cook sich gewünscht, von entsprechenden rechtlichen Schritten abzusehen. Samsung war schon damals ein wichtiger Apple-Zulieferer – die Koreaner produzieren für Apple diverse Komponenten wie die Apple A5(X)/6(X)-Chips, Arbeitsspeicher oder NAND-Flash-Speicher-Chips. Die auf diesem Gebiet guten Beziehungen zwischen den Unternehmen habe Cook nicht stören wollen.

Jobs habe hingegen “die Geduld verloren” und geglaubt, dass Samsung die eigene Position als Apple-Partner habe ausnutzen wollen, um sich vor rechtlichen Schritten durch Apple zu schützen. Apple begann im April 2011, im großen Stil gegen Samsung zu klagen – zu dieser Zeit war Jobs noch CEO des Unternehmens, auch wenn Cook wegen Jobs’ Erkrankung bereits das Tagesgeschäft übernommen hatte.

Cook hat sich in seiner Zeit als CEO zurückhaltender als sein Vorgänger über den Patentkrieg geäußert. So erklärte er letztes Jahr, dass er Gerichtsverfahren “hasse” und sich eher eine Einigung wünsche. Mit einem anderen Hersteller von Android-Smartphones – HTC – hat sich Apple bereits außergerichtlich geeinigt.

Unter Cooks Führung erscheint daher auch eine Einigung mit Samsung nicht mehr als so unwahrscheinlich. Zwar hat Samsung das besagte Verfahren vor dem US-Gericht in Kalifornien verloren, dagegen aber auch Rechtsmittel eingelegt, so dass der endgültige Ausgang dieses Streits ungewiss bleibt.

Unter Großunternehmen sind außergerichtliche Einigungen ohnehin der Regelfall. Der Reuters-Artikel zitiert eine Person, die sowohl Samsung- als auch Apple-Manager im Laufe des Streits beobachtet hat: Der Streit sei in der öffentlichen Wahrnehmung aufgebauscht worden, letztendlich sei “die Temperatur gar nicht so hoch”.

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Abwerbe-Absprachen: Tim Cook muss aussagen

Um teuren Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte zu vermeiden, sollen große Tech-Unternehmen, wie Google, Intel und Apple, bestimmte Vereinbarungen getroffen haben. Dies ist nach der Klage einiger ehemaliger Mitarbeiter dieser Firmen ans Licht gekommen. Nun muss Apple-CEO Tim Cook den Gegenanwälten Rede und Antwort stehen.

Richterin Lucy Koh, bereits eine feste Größe in Apples Verfahrensgeschichte, befahl Tim Cook laut Reuters, sich vier Stunden lang den Fragen der Klägeranwälte zu stellen. Anschließend will sie entscheiden, ob eine Sammelklage zulässig ist. Mit einer solchen könnten die Kläger leichter hohe Summen als Schadensersatz verlangen.

Aus internen E-Mails war hervorgegangen, dass größere IT-Unternehmen es für effizient hielten, sich gegenseitig keine Top-Manager und andere hochqualifizierte Kräfte abzuwerben. Nun müssen diverse hochrangige Mitarbeiter der beklagten Firmen aussagen, darunter neben Cook auch Intels CEO Paul Otellini und Googles Eric Schmidt.

Doch selbst wenn sich nach Durchsicht der E-Mails und Befragung der Manager ergeben sollte, dass die genannten Vereinbarungen bestanden, ist die Sache für die Kläger noch nicht gewonnen. Sie müssen nämlich außerdem beweisen, dass sich dadurch für sie ein konkreter finanzieller Schaden ergeben hat.

Apples Anwälte hatten zunächst versucht, Cook die Befragung zu ersparen. Sie gaben an, er habe als COO (seine Rolle bevor er 2011 das Amt des CEO von Steve Jobs übernahm) niemals von den Vereinbarungen gewusst. Das nahm Koh jedoch nicht für voll und konnte kaum glauben, dass ein „Chief operating officer“ von solchen Vorgängen keine Kenntnis hatte.

Im Jahr 2010 hatten sich Apple, Google und einige andere Größen aus dem Silicon Valley mit dem US-Justizministerium darauf verständigt, Absprachen gegen das gegenseitige Abwerben von Mitarbeitern zu unterlassen.

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Tim Cook reist zum zweiten Mal als Apple-CEO nach China

Apples CEO Tim Cook ist zum zweiten Mal in seiner Zeit an der Spitze des Unternehmens nach China gereist. Im Reich der Mitte traf Cook unter anderem den Minister für Industrie und Informationstechnologie und den amerikanischen Botschafter.

Auf der Website des Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie (via 9 to 5 Mac) ist ein Bild von Tim Cook zusammen mit dem Minister Miao Wei zu sehen. Der Website zufolge sprachen Cook und Miao, um sich über die Entwicklung der chinesischen Informations- und Kommunikations-Industrie, globale mobile Kommunikation und die Entwicklung von “Smart Devices” und Innovationstrends der Branche auszutauschen.

Der Personalchef der US-Botschaft in Peking berichtet wiederum über Twitter, dass sich Cook auch mit dem Botschafter Gary Locke traf – und diesem erklärte, dass die Apple Stores in China weltweit am stärksten frequentiert seien.

Der chinesische Markt wird für Apple immer wichtiger – seit einiger Zeit ist er für das Unternehmen weltweit der zweitgrößte. Dementsprechend geht Cook bei Präsentationen immer wieder auf Erfolge des Unternehmens im Reich der Mitte ein. Kritik bekommt Apple andererseits immer wieder bezüglich der Arbeitsbedingungen von Angestellten, die für Apples asiatische Partner – allen voran Foxconn – verschiedene Produkte in dem Land herstellen.

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Tim Cook: Time portraitiert den Apple-CEO als mögliche “Person des Jahres”

Barack Obama ist für das amerikanische Time Magazine die “Person des Jahres”. In die engere Auswahl für diesen Titel kam allerdings auch Tim Cook. Das Profil des Apple-CEO zitiert ihn über seine Arbeitsweise – und über das, was von ihm noch zu erwarten ist.

Ebenso wie über den US-Präsident Obama und über andere Personen, die in die engere Auswahl kamen, hat das Time Magazine auch über Tim Cook einen ausführlichen Artikel (via Mac Rumors) veröffentlicht. Dieser enthält viele Details über den Nachfolger von Steve Jobs, die bereits bekannt waren. Er enthält aber auch einige neue Zitate des Apple-Chefs.

Das Magazin sieht eine Parallele zu Cooks Vorgänger: Ebenso wie Jobs habe Cook eine Fähigkeit, sehr bestimmt mit Unfähigkeit umzugehen: Die Ruhe, die Cook in der Regel ausstrahlt, könne Berichten zufolge Apple-intern zu einer “gnadenlosen Kälte” werden, die jegliche Verwirrung und Inkompetenz beseitige. Cook erklärt, dass es Teil der Arbeit in einer Führungsposition sei, “einen Sinn für Dringlichkeit” herüberzubringen, wenn es um entscheidende Probleme geht. Immerhin arbeite Apple mit einer extremen Geschwindigkeit, “und nach meiner Erfahrung werden Schlüsselprobleme selten von selbst kleiner.”

Unter Cook habe Apple bereits einige erfolgreiche Produkte veröffentlicht. Diese – oder zumindest die Vorgänger der aktuellen Produktgeneration – habe Apple allerdings alle entwickelt, als Cook die Führung noch nicht kurz vor dessen Tod von Jobs übernommen hatte. Die Welt warte auf den “Test” für Cook, der darin bestehen wird, dass Apple ein komplett neues Produkt auf einem weiteren Markt einführt, um diesen neu aufzurollen – so, wie das Unternehmen mit den Märkten der digitalen Musik-Player, Musik-Downloads, der Smartphones und der Tablet-PCs vorgeführt hat.

Auf die Frage, ob Cook eines Tages einen ähnlichen Schritt unternehmen werde, antwortete der Apple-CEO lächelnd: “Ja. Ja. Auf jeden Fall.” Dann werde die Welt einen klareren Blick auf Cook bekommen – der bisher selbst eher wie ein Apple-Produkt sei: Auch Cook sei eine “paradoxe Kombination” des Offenen und Verschlossenen, “aufpoliert und benutzerfreundlich, aber auch fest verschlossen vor allen, die neugierig sind und sehen wollen, was sich im Innern befindet”. Man wisse, dass dort unterhalb der Oberfläche etwas passiere, aber nicht, was es genau ist.

Die kritischen Entwicklungen bei Apple der jüngeren Vergangenheit scheinen Cook jedenfalls nicht zu beunruhigen – der Artikel nennt den Preisverfall der Apple-Aktie und das Dilemma um die Karten-App des iOS 6. Cook erklärt, dass er seit 15 Jahren bei Apple arbeite, “also ist Apple mir nicht fremd. Ich will damit nicht sagen, dass alles vorhersehbar ist. Es ist unvorhersehbar. Aber es war immer schon unvorhersehbar.”

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Tim Cook im Interview mit Bloomberg: Mehr zur Person, mehr zu Apple

In dem Gespräch mit Brian Williams wurde vor allem die Privatperson Tim Cook genauer beleuchtet. Dieses Interview mit Bloomberg Businessweek ist dagegen stärker auf die geschäftlichen Aspekte seines Lebens fokussiert. Tim Cook erzählt von der Arbeit bei Apple und lässt durchscheinen, warum Scott Forstall gehen musste.

Vieles von dem, was Tim Cook über sich selbst erzählt, lässt sich bereits den Unterhaltungen mit NCB-Journalist Brian Williams entnehmen. Er ist zurückhaltend, liest gern die E-Mails seiner Kunden und ist alles andere als ein „langweiliger Manager“.

In diesem Gespräch erfahren wir ein paar Dinge über das Alltagsgeschäft von Apple, aber auch Pläne für die Zukunft und das Verhältnis zu Google.

Jeden Montag um 9 Uhr treffen sich die Führungskräfte zu einem großen 4-Stunden-Meeting. Dabei wird jedes einzelne aktuelle Produkt besprochen, Probleme erörtert und Lösungen diskutiert. Nur so könne man ständig auf dem Laufenden bleiben und die Arbeit der verschiedenen Teams koordinieren.

„80 Prozent unserer Umsätze kommen von Produkten, die es vor 60 Tagen noch nicht gab. Gibt es irgendein anderes Unternehmen, das so etwas tun würde?“. Cook unterstreicht die große Flexibilität, die Fähigkeit, sich schnell auf neue Bedingungen einzustellen und Produkte innerhalb kurzer Zeit völlig neu zu erfinden.

Insofern ähnelt Apple stark seinem Chef-Visionär, Steve Jobs. Er sei einer der wenigen Menschen gewesen , die innerhalb von Sekunden ihre Meinung komplett ändern konnten, berichtet Cook.

Was die Umstellungen in der Führungsebene der letzten Wochen angeht, lässt der frisch gebackene Apple-CEO nur zwischen den Zeilen durchscheinen, was viele bereits ahnten: Scott Forstall war offenbar nicht ausreichend kooperationsbereit. „Der Schlüssel zu den Umstellungen (...) ist mein fester Glaube, dass Zusammenarbeit essentiell für Innovation ist.“

Zu der Übertragung der Herrschaft über die gesamte Drahtlos-Abteilung an Bob Mansfield hat Cook folgendes zu sagen: „Wir haben ein paar sehr coole Ideen, einige sehr ambitionierte Pläne in diesem Bereich.“ Wir dürfen uns also auf ein paar neue Funktionen freuen, die mehrere Drahtlostechnologien vereinen.

Was indes in näherer Zukunft nicht passieren werde, ist die Verschmelzung von iOS und OS X. Apple glaube nicht an die Vision, dass die Betriebssysteme für iPhone und iPad die gleich sein sollte, wie für den Mac. So nahe sie sich auch kommen mögen, so viele Funktionen von einem ins andere übernommen werden — das Microsoft-Modell sehe man nicht als ein Allheilmittel.

Gleichzeitig seien Android und Windows 8 verwirrend. „Ja, ich habe diese und diverse andere Systeme ausprobiert“, sagt Cook auf die Frage nach Microsofts Surface und Samsungs Galaxy Tab. „Ich sehe mehrere Betriebssysteme mit mehreren Benutzeroberflächen. Sie bewegen sich weg von Schlichtheit. Wir glauben, dass die Kunden sämtliches Durcheinander beseitigt sehen wollen.“ Eindeutig eine Spitze in Richtung „Metro UI“ in Windows 8.

Die Kooperation mit Google ist in der Vergangenheit ein schwieriges Thema gewesen. Mit der zunehmenden Dominanz des Smartphonemarktes durch Android, ein System, das Apple als Kopie der eigenen Innovationsbemühungen ansieht, entfernte Apple sich mehr und mehr von dem ehemals engen Partner.

Zuletzt war diese Tendenz in der Entscheidung, eigene Karten mit eigener Navigation für iOS anzubieten, zu beobachten. Doch es sei kein Schritt gegen Google gewesen. Diese Art von Politik sei ihm zuwider, so Cook. „Wir wollten dem Kunden die bestmögliche Lösung bieten. Es ging nicht darum, zu sagen „ab sofort wollen wir mit der Firma X nichts mehr zu tun haben“.“

Doch man sei sich dem Debakel um Apple Maps in iOS 6 bewusst. Wie auch schon in dem NBC-Interview sucht Tim Cook die Lage nicht zu beschönigen. „Wir haben großen Mist gebaut.“ Es soll mit der Zeit besser werden, jedenfalls sei die Entscheidung aber keine Unternehmensstrategische gewesen sein. Man wollte nur das beste für die Nutzer erreichen.

Nachdem mehrere neue iMacs mit dem Hinweis „Assembled in the USA“ aufgetaucht waren, häuften sich die Spekulationen über einen Produktionsstandort im Heimatland. Cook verspricht, im nächsten Jahr 100 Millionen US-Dollar zu investieren, damit es nicht bei vereinzelten Geräten bleibt.

Manches von dem, was Tim Cook gegenüber Bloomberg Businessweek erzählt, ist bereits dem NBC-Interview zu entnehmen. Einige neue Details finden sich aber und kommen in diesen seltenen Gesprächen mit dem Apple-Chef ans Tageslicht.

Der Personenkult um ihn mag nicht so ausgeprägt sein, wie der um seinen Vorgänger. Trotzdem ist er jetzt das neue Gesicht eines Unternehmens, das mehr als jedes andere über seinen CEO in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Er ist anders als Steve, keine Frage. Doch mit seiner Leidenschaft für Apple und die Arbeit an den „besten Produkten der Welt“, wie er sie selbst gern nennt, steht er seinem Vorgänger in nichts nach.

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Tim Cook im Interview mit NBC: Zusammenfassung und Videos

Mit Spannung wurde am gestrigen Abend das erste ausführliche Interview von Tim Cook im amerikanischen Fernsehen erwartet. Er stand dem Journalisten Brian Williams innerhalb der NBC-Sendereihe „Rock Center“ Rede und Antwort, sprach über seine Rolle als Apple CEO, das Verhältnis zu Samsung und noch mehr.

Vorderhand stellte Tim Cook klar, dass er nicht Steve Jobs sei und auch keine Kopie von ihm sein müsse. Steve machte zu Lebzeiten mehrmals gegenüber Cook deutlich, sich niemals bei Apple zu fragen, was er getan hätte. Letztlich käme es nur darauf an, das richtige zu tun.

Kritik an Apple: Karten in iOS 6, Lightning-Anschluss

Angesprochen auf die Probleme der neuen Karten-App innerhalb von iOS 6 gestand Cook Fehler ein. Die App erfüllte nicht die Erwartungen der Kunden, ebenso wenig die eigenen oder darüberhinaus. Kurzum: „Wir haben versagt.“ Den Rausschmiss von Scott Forstall in diesem Zusammenhang kommentierte Cook nicht direkt. Stattdessen antwortet er ausweichend: Apple setze die ganze Kraft der Firma ein, um diesen Fehler aus der Welt zu räumen.

In der Kritik stand ebenso der Wechsel des altbekannten Dock-Connectors zugunsten des neuen Lighnting-Anschlusses. Cook begründete diesen Schritt mit der Fertigung des iPhone 5. Ein solches Produkt wäre mit dem alten Dock-Connector nicht zu realisieren gewesen.

Befragt nach der legendäre Geheimhaltung bezüglich neuer Produkte erklärte Cook, diese sei für die Firma sehr wichtig, denn Menschen lieben die Überraschung.

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Teil 1 des NBC-Interviews mit Tim Cook.

Apple im Wettbewerb: Samsung und Co

Ferner konfrontierte Williams Cook mit der nicht sonderlich schmeichelhaften Werbekampagne von Samsung, in der Apple-Kunden bloßgestellt werden als uncoole „alte Säcke“. Williams: „Ist dies ein thermonuklearer Krieg?“ Eine Anspielung auf ein älteres Steve-Jobs-Zitat, gegenüber der Kopierfreudigkeit Googles in Bezug auf Android. Cooks Antwort fiel vergleichsweise diplomatisch aus. Man liebe die eigenen Kunden und werde sie gegen jeden Angriff in Schutz nehmen. Letztlich liebe man den Wettbewerb, aber man wolle, dass die Mitbewerber doch bitte ihre eigenen Produkte erfinden.

Generell sei die Geschäftswelt bei Apple eine harte und schwierige Angelegenheit. Beständig kämpfe man tagtäglich gegen Hacker-Angriffe und Industriespionage, so Cook.

Im weiteren Gesprächsverlauf formuliert Williams eine interessante Analogie. Wie gelingt es Apple, nicht wie Sony zu werden, deren Markenwahrnehmung in den 80er und 90er Jahren des letzten Jahrhunderts ihren Höhepunkt hatte, danach bis heute aber stark verblasste. Cooks Einschätzung: Firmen wie Sony verloren den Überblick, meinten sämtliche Produktbereiche abdecken zu können. Bei Apple müsse man sich indes auf einige, wenige Produkte konzentrieren, wohlwissend, dass man großartige Erfolge nur selten in Serie reproduzieren könne.

Apple: Fertigung in den USA

Der zweite Teil des Interviews startet zunächst nochmals mit einem Blick auf Steve Jobs und seine Krebserkrankung. Wusste Tim Cook wie ernsthaft erkrankt der Apple CEO war? Cook nahm lange Zeit an, dass Steve gegen die Krankheit bestehen könnte und seinen Weg zurückfinden würde, schlichtweg weil es Steve immer gelang. Erst zu einem wesentlich späteren Zeitpunkt war ihm letzten Endes klar, dass es diesmal keine Rückkehr geben würde.

Auch China und Apples Fertigung im fernen Osten wurde Platz im Gespräch eingeräumt. Warum produziere man dort, nicht zu Hause in den USA? Zuerst entgegnete Cook, dass viele Bauteile des neuen iPhones tatsächlich in den Vereinigten Staaten gebaut würden, beispielsweise der Prozessor oder auch Glaselemente. Man arbeite seit Jahren daran, immer mehr Produktionsschritte in die USA zu verlagern. Dann die überraschende Ankündigung: Man werde im nächsten Jahr eine bestehende Mac-Reihe in den Staaten fertigen. Cook weiter: Die heimische Fertigung ist keine Frage des Preises, vielmehr ein Problem der existierenden Fertigungsfähigkeiten vor Ort. Diese wären in den letzten Jahren verlorengegangen.

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Teil 2 des NBC-Interviews mit Tim Cook.

Tim Cook: Der Mensch

Nicht ausgelassen wurde Tim Cooks Weg zu Apple. Als Steve Jobs versuchte, ihn Ende der 90er Jahre bei Compaq abzuwerben, stand für Cook schon nach fünf Minuten fest, dass er ihm folgen werde. Zur damaligen Zeit eine mutige Entscheidung, war Apple doch alles andere als ein auf Jahre hinaus sicherer Arbeitgeber beziehungsweise eine bereits gesundete Firma. Ein klares Statement gegen das Vorurteil, er wäre nur ein langweiliger Hemdenträger. Erdverbunden seine Freizeitgestaltung: Möchte Tim Cook mal abschalten, nachdenken, nutzt er die Zeit allmorgendlich um 5 Uhr im Fitnessstudio. Des Weiteren liebt er die Natur, unternimmt Wanderungen in den amerikanischen Nationalparks.

Ein Fernseher und die Zukunft Apples: Geheimniskrämer

Natürlich entließ der Journalist Williams seinen Interviewpartner nicht, ohne die Frage nach dem ominösen Apple-Fernseher gestellt zu haben. Eine konkrete Antwort blieb er jedoch schuldig, es blieb bei Andeutungen. Cook hielt fest, dass das TV-Business in der Vergangenheit feststecke und das Marktumfeld sehr interessant sei, mehr könne er zum derzeitigen Zeitpunkt aber nicht sagen. Allgemein zur Zukunft Apples befragt sagte Cook: Unsere Aufgabe ist es, Produkte zu schaffen, von denen man nicht annahm, sie haben zu wollen. Besitzt man sie dann, kann man sich ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen. Darauf kann man sich bei Apple verlassen.

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Tim Cook zur virtuellen Tastatur und persönlichem Kundensupport.

Extra: Tim Cook und die virtuelle Tastatur

In einem zuvor geschalteten Teaser zum Interview erklärte Tim Cook, nunmehr bereits zu 80 Prozent das virtuelle Keyboard von iPad und iPhone zu nutzen. Nur noch ein fünftel seiner Zeit verbringt er am Mac. Er beschrieb besonders die – für ihn gut funktionierende – Autokorrektur von iOS. Auch liebe er es, mit Kunden direkt im Kontakt zu stehen und so entsprechende E-Mails zu lesen und zu beantworten.

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Tim Cook: Private Gespräche mit Medienmogulen

Tim Cook nimmt in diesen Tagen am “Summer Camp” der Investmentbank Allen & Company in Sun Valley im US-Bundesstaat Idaho teil. In dem Camp treffen sich verschiedene Medienmogule zu Gesprächen. Was genau Cook vor hat oder über was er sich unterhalten möchte, verriet er – wenig überraschend – nicht.

Die Macher des New-York-Times-Börsenmagazins DealBook haben Tim Cook in Sun Valley entdeckt. Da sich Apples CEO außerhalb der Apple-eigenen Events selten in der Öffentlichkeit zeige, sei Cook schnell zum “Mr. Popular” des Camps avanciert – auch wenn er das selbst wahrscheinlich nicht wollte.

Öffentlich verriet Cook nichts über seine Pläne und schlenderte zügig an Fotografen vorbei. Gegenüber DealBook verriet er nur, dass er sich auf die “privaten Gespräche” freue, die er für diese Woche plane. Für einen Kaffee mit DealBook habe er aber “wahrscheinlich” keine Zeit.

Über was sich Cook mit den Medienvertretern unterhalten möchte, ist daher nicht bekannt. Spekulationen gebe es in Sun Valley aber genug: Beobachter glaubten, dass sich Cook möglicherweise über Apples Pläne fürs Wohnzimmer – als Inhalte für einen potentiellen Apple-Fernseher – unterhalten werde.

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Pingeliger Tim Cook: Apple nimmt Zulieferer genauer unter die Lupe

Apple kümmere sich um ein besseres Qualitätsmanagement bei den Zulieferern, geht aus einem Bericht von Digitimes hervor. Ein einzelner Fingerabdruck könne den Lieferanten schon zum Verhängnis werden.

Ein einzelner Fingerabdruck auf einer internen Komponente eines MacBook hatte laut Digitimes zur Folge, dass die ganze Produktionslinie eines Zulieferers überprüft wurde.

Die strengeren Qualitätsbemühungen seinen auf Apple-Chef Tim Cook zurückzuführen: Seit er Steve Jobs als CEO abgelöst hat, seien die Kontrollen der Zulieferer häufiger und genauer geworden. Es entwickele sich auf diesem Feld gar ein Konkurrenzkampf unter den Herstellern.

Abgesehen davon kümmert sich Apple auch an anderer Front um Qualität: Das Unternehmen mischt verstärkt in der Produktion mit. Jony Ive über das neue MacBook Pro mit Retina-Display: “Statt irgendwo Standardteile zu kaufen, haben wir die Komponenten selbst entworfen, weil wir ein eleganteres und effizienteres Produkt wollten”, so der Senior Vice President Design bei Apple.

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Tim Cook über Outsourcing, Patentkrieg, Steve Jobs, Apple TV (Video)

Wie vorab angekündigt nahm Tim Cook gestern als erster Gast an der IT-Konferenz “D” teil. Der Apple-CEO sprach in einem ausführlichen, anderthalbstündigen Interview über Outsourcing, den Patentkrieg, Steve Jobs, die Zukunft Apples, Facebook, Siri – und in Ansätzen über Apples Rolle im Wohnzimmer.

Auch auf der diesjährigen Konferenz übernahmen die Journalisten Walt Mossberg und Kara Swisher die Rolle der Moderatoren und Fragesteller. Sowohl auf der All-Things-D-Website selbst als auch bei Mac Rumors gibt es eine ausführliche Mitschrift des Gesprächs mit Tim Cook.

Outsourcing und Apples moralische Verantwortung

In Sachen “sozialer Wandel”, Verantwortung für Mitarbeiter von Zulieferern und der Umwelt wolle Apple in Zukunft noch transparenter werden, so Cook. Diesbezüglich wünsche er sich, dass andere Unternehmen Apple kopieren. Apple erstelle in diesen Bereichen nicht mehr nur jährliche, sondern monatliche Berichte. “Wir wollen, dass jeder weiß, was wir tun.”

Auf die Frage, warum Apple keine eigene Fabrik in China betreibe, antwortete Cook, dass Apple nur solche Dinge tun möchte, die das Unternehmen besser als jedes andere könne. “Manche Sachen können andere Leute besser als wir oder genauso gut wie wir. Herstellung sei eine dieser Dinge.

Was die Überstunden bei Zulieferern betreffe, sei es gar nicht so einfach, dafür zu sorgen, dass die Unternehmen und Mitarbeiter diese Regeln befolgen. “Das ist komplex”, so Cook. “Manche Leute wollen viel arbeiten. Manche Leute wollen sehr viel arbeiten, und ein oder zwei Jahre arbeiten, um so viel Geld wie möglich zurück in ihr Dorf zu bringen.” Allerdings habe Apple mittlerweile eine 95-prozentige Quote erreicht – er kenne kein anderes Unternehmen, das das geschafft habe.

Auch sei es Cooks Wunsch, dass ein Apple-Produkt wieder in den USA hergestellt wird. Zu beachten sei aber, dass der Prozessor im iPad und iPhone aus den USA stamme – Samsung produziert die Chips in Texas. Das Glas der Geräte entstehe in Kentucky.

Ferner sei zu bedenken, dass es in den USA kaum noch Werkzeugmacher gibt. Würde er alle von ihnen einladen, würden sie den Konferenzraum nicht füllen. “In China könnte man mit Werkzeugmachern ganze Städte füllen.” Um sie in den USA zurückzuholen, müsse sich etwas im Bildungssystem ändern.

Eines Tages könnte es “vielleicht” wieder ein “Built in the USA”-Apple-Produkt geben. Cook verweist aber auch darauf, dass Apple mit den Mobil-Apps einen ganz neuen Markt für viele Entwickler erschaffen habe. “Man könnte Football-Stadien füllen, wenn man alle zu einem Treffen einlädt”, so der Apple-Chef. Apple hatte im Frühjahr darauf verwiesen, dass das Unternehmen – trotz Asien-Outsourcing – unmittelbar und mittelbar über 500.000 Arbeitsplätze in den USA geschaffen habe.

Die Rolle des iPad und des PC

Cook sprach auch über die Rolle des Tablet im Vergleich mit herkömmlichen PCs oder Macs. Er habe gesagt, dass der Tablet-Markt einst größer sein werde als der PC-Markt. Viele hätten darüber gelacht, heute gebe es viel mehr, die auch daran glauben.

Mossberg erwähnte Microsofts Sichtweise, dass ein Tablet letztendlich ein PC sei, auf dem am besten ein vollwertiges Desktop-Betriebssystem – Windows 8 – laufe. “Was stimmt daran nicht? Warum ist ein Tablet kein PC?”

Cook meint, dass diese Sichtweise nicht zum bestmöglichen Produkt führe. Man könne vieles mit einem Tablet erreichen, wenn man sich nicht durch das Erbe des PC einschränken lasse. “Wenn man sagt, dass das ein weiterer PC ist, dann zieht man plötzlich den ganzen Ballast des PC-Marktes mit sich und man bekommt etwas, was nicht so gut ist.” Je mehr man das Tablet als PC sehe, desto stärker werde die Vergangenheit das Produkt beeinträchtigen.

Versuche man, die Produkte zu verschmelzen, käme ein Produkt heraus, das für seine Aufgabe nicht das beste sei. Ein Kühlschrank mit eingebautem Toaster sei kein gutes Gerät. Das Tablet könne seinerseits nicht alle Aufgaben eines Mac oder PC ersetzen. Allerdings könnte es dazu führen, dass sich Kunden weniger häufig einen neuen PC kaufen.

Apples Rolle im Patentkrieg

Natürlich kam Cook auch auf den “Patentkrieg” mit Herstellern von Android-Smartphones zu sprechen. Aus Apples Sicht sei es wichtig, dass das Unternehmen nicht “der Entwickler für den Rest der Welt” sei. “Wenn man ein Ingenieur ist, ist es das Schlimmste, wenn man sein Leben einer Sache widmet und es dann jemand anderes kopiert und seinen Namen drauf platziert.”

Zwar verklagten auch andere Unternehmen Apple wegen mutmaßlicher Patentverletzungen. Bei diesen Patenten handle es sich aber fast ausschließlich, so Cook, um technologische Schlüsselpatente. Beispielsweise für die Kommunikation mit 3G-Datennetzwerken – mit diesen könnte ein Gerät einfach nicht arbeiten, ohne die patentierte Erfindung zu nutzen.

Das Problem mit diesen Patenten sei, dass es nicht ihrem Sinn entspreche, wenn Unternehmen Dritten verbieten könnte, die Erfindung zu nutzen. Vielmehr müssten sie verpflichtet sein, diese gegen eine Gebühr zu lizenzieren. Einige Rechteinhaber verlangten aber ungerechtfertigt hohe Lizenzgebühren. “Das war nie der Sinn dieser Patente”, so Cook. Er hoffe, dass sich der Gesetzgeber dieses Problems annehme.

Zu den bislang erfolglos verlaufenen Schlichtungsgesprächen mit Samsung wollte sich Cook nicht äußern. “Ich habe davon in der Zeitung gelesen, aber ich kann darüber nicht reden.”

Über Facebook

Kurz kam Tim Cook auch auf das soziale Netzwerk Facebook zu sprechen. Mit Twitter hat Apple bereits ein soziales Netzwerk ins iOS integriert, Facebook gibt es bisher aber nur als eine soziale App. Facebook habe hunderte Millionen Kunden, so Cook. “Wir wollen, dass jeder, der iPhone oder iPad hat, auf diesen Plattformen die bestmögliche Facebook-Integration bekommt. Also wartet ab.”

Über Siri

Mossberg befragte Cook auch auf zum iPhone-4S-Spracherkennungsassistenten Siri. Zuletzt hatte es Kritik daran gegeben, dass die Software nicht immer wirklich zuverlässig funktioniere. Bleibe die Software so nicht hinter Apples Qualitätsanforderungen zurück?

Cook verwies zunächst darauf, dass die Kunden Siri “lieben”. “Aber es gibt noch viel mehr, was es machen kann. Wir haben viele Leute, die dadran arbeiten. Ihr werdet sehr zufrieden mit dem sein, was ihr in den nächsten Monaten sehen werdet.” Apple habe “coole Ideen” bezüglich dessen, was Siri tun könnte. Siri sei “tiefgreifend”: “Es ist nicht die Spracherkennung – es ist die künstliche Intelligenz.” Es bestehe ein großes Potential.

Der Apple-Chef verriet auch, dass das “S” im Namen des iPhone 4S nicht wie beim iPhone 3GS für “Speed”, sondern für “Siri” stehe. Was die Namensgebung für Apple-Produkte allgemein betrifft, habe sich Apple mit dem neuen iPad dafür entschieden, die Produktreihe von nun an einfach nur noch “iPad” zu nennen – ähnlich, wie es bei iPods und Macs der Fall sei. Zum Namen des nächsten iPhone – iPhone 5? – wollte sich Cook aber nicht äußern.

Über Steve Jobs

Natürlich kam Cook auch auf Steve Jobs zu sprechen. Er habe von seinem Vorgänger viel gelernt. Der Tag seines Todes sei einer der traurigsten seines Lebens gewesen. Letztes Jahr habe ihn dann aber jemand “geschüttelt” und ihm gesagt: “Es ist jetzt Zeit, weiterzumachen.”

Jobs’ Apple-Philosophie lebe weiter: Die Konzentration auf etwas sei der Schlüssel, nicht nur im Unternehmen, auch im Privatleben. “Mache vieles großartig und lasse anderes zurück.” “Großartig” (“great”) sei der Anspruch, “gib dich nicht mit ‘gut’ zufrieden”. Darin sei Apple verwurzelt.

Cook spricht fast schon wie über einen Guru oder einen Philosophen über Jobs: “Er hat mir beigebracht, dass das Glück im Weg liegt. Und er hat uns allen beigebracht, dass das Leben zerbrechlich ist. Steve lehrte uns, uns nicht auf die Vergangenheit zu konzentrieren. Konzentriere dich auf die Zukunft.”

Trotz aller Bewunderung für seinen Vorgänger werde Cook aber nicht versuchen, ein neuer Steve Jobs zu sein. “Wenn ich sage, dass ich keine Veränderung zulassen werde, dann meine ich damit die Apple-Kultur.” Jobs habe ihm aber, als Cook CEO wurde, davon erzählt, wie das Management von Walt Disney nach dem Tod des Firmengründers agiert habe. In Meetings hätten die Verantwortlichen sich immer gefragt: “Was hätte Walt gemacht?” Das, so Jobs, sollten sich Cook und die anderen Apple-Manager nie fragen: “Tut das, was richtig ist.”

Cook hält Jobs für ein “Genie und einen Visionär”, seine eigene Rolle habe er nie als Jobs-Ersatz gesehen. “Er ist unersetzlich.” Die Bürde, Steve sein zu müssen, habe er nie gespürt. “So bin ich nicht und das ist auch nicht mein Lebensziel. Ich bin, wer ich bin.” Ohnehin lasse sich die Frage, was Jobs getan hätte, schwer beantworten: Jobs habe die Gabe gehabt, einzusehen, wenn er in einem Punkt falsch lag und sich dann um 180 Grad zu drehen. Dafür musste er oft mutig sein.

Es gibt Entscheidungen, die Cook in seinen Monaten als Apple-Chef getroffen hat, die Beobachter für einen Bruch mit Jobs halten. Zum einen ist da ein Spendenprogramm – anders als beispielsweise Bill Gates hatte sich Jobs im Bereich Philanthropie nie sonderlich stark engagiert. Von diesen Plänen habe Jobs aber noch vor seinem Tod erfahren, so Cook, “und er war dafür”.

Die zweite, weitreichendere Entscheidung ist die, Dividende an Aktionäre auszuzahlen. Jobs soll immer dagegen gewesen sein. Cook hält sie aber für richtig: Apple wolle “wie verrückt” in den Bereich Entwicklung, Stores und “andere Dinge, über die ich nicht reden werde” investieren. Dann bleibe aber noch Geld übrig, “und wir sollten das teilen”.

Apple habe ein tolles Team an Verantwortlichen, jeder kenne sich gut und habe großen Respekt voreinander. Die Rolle des Verantwortlichen für eine Aufgabe ändere sich immer, “so, wie sich sich immer verändert hat”. Auch in Jobs’ Zeit als CEO habe der Apple-Mitgründer nicht alles gemacht. “Er sagte, dass einer nicht alles machen kann.”

Cook berichtet auch, wie er zu Apple kam: Jobs hatte einen Manager für das operative Geschäfts gesucht, ein entsprechendes von Apple beauftragtes Unternehmen habe ihn mehrmals angesprochen. Jedes Mal habe er abgelehnt – damals arbeitete er noch beim PC-Hersteller Compaq. Letztendlich habe er sich aber doch zu einem Treffen breitschlagen lassen – und nach fünf Minuten entschieden, dass er doch zu Apple gehen werde.

Es habe ihn beeindruckt, dass das wichtigste für Jobs nicht das Geld sei, und dass Dinge bei Apple anders funktionieren. Wenn man das mache, was alle tun, werde man nur Mittelmaß sein. Er habe sich dann entschieden, seine Vorsicht zu verwerfen und für Apple zu arbeiten.

Über Apples Zukunft

Mit dem iPod habe Apple, so Cook, Interesse bei Kunden in Frankreich, Großbritannien, Australien und Deutschland an den eigenen Kunden geweckt. 2007 kam das iPhone, mit dem Apple bei Kunden in China, dem Nahen Osten, Russland und Südamerika vorstellig wurde. Entwicklungs- und Schwellenländer seien nun ein wichtiger Markt für Apple. Apples iOS und Googles Android seien heute die beliebtesten Mobil-Betriebssysteme, viel könne sich aber noch ändern: Der Smartphone-Markt habe noch viel Wachstum vor sich, die “Smartphone-Revolution” habe gerade erst begonnen. In drei Jahren könnte es ein, was die Zahl der Kunden betrifft, Milliardenmarkt sein.

Mossberg erwähnte, dass die Hersteller von Android-Geräten nun wenigere, dafür aber einzeln erfolgreichere Modelle erschaffen wollten. “Ich frage mich, wo sie diese Idee her haben”, entgegnete Cook. “Die anderen haben noch kein einzelnes Gerät erschaffen, das so ein Hit wie das iPhone ist”, so Mossberg weiter. Könnte Apple aber nicht umgekehrt die iPhone-Produktlinie erweitern? “Warum gibt es nicht mehr als ein iPhone und nicht mehr als ein iPad?”

Cook erklärte, dass Apples “Nordstern” das bestmögliche Produkt sei. Apple denke nicht zuerst über den Preis eines Gerätes nach; auch der iPod shuffle sei nicht entstanden, weil Apple einen günstigen iPod bauen wollte, sondern weil das Unternehmen das Gerät selbst für eine tolle Idee hielt.

In Sachen iPhone und iPad habe Apple heute den Vorteil gegenüber Android, dass die Plattform nicht “fragmentiert” sei: Es gebe jeweils eine Display-Größe und eine Auflösung. “Es ist ziemlich einfach, dafür zu entwickeln.” Dennoch möchte Cook nicht ausschließen, dass es eines Tages ein günstigeres oder kleineres iPhone geben könnte: “Wer weiß, was wir in Zukunft tun werden?” Es müsste aber eben für sich selbst gesehen ein tolles Produkt sein.

Was Übernahmen anderer Unternehmen betrifft, habe sich Apple traditionell eher für solche interessiert, die ein gutes Know-How oder gute Mitarbeiter mit sich bringen – und nicht darauf geschaut, ob das Unternehmen Apple sofort mehr Umsatz bescheren kann. Apple werde weiterhin Unternehmen aufkaufen, aber nicht sagen, welche. Solange es rechtlich möglich ist, werde Apple Übernahmen geheim halten. Überhaupt lässt Cook durchblicken, dass Apple in Zukunft noch mehr auf Geheimhaltung setzen werde als bisher.

Cook kam auch kurz darauf zu sprechen, ob Apple eines Tage selbst ein Mobilfunkbetreiber werden möchte – entsprechende Gerüchte halten sich seit einiger Zeit. Laut Cook könnten die bestehenden Unternehmen diese Aufgabe besser erfüllen – und ohnehin sei es wenig sinnvoll, so etwas nur in den USA zu tun.

Über einen Fernseher und Apple TV

Natürlich haben Swisher und Mossberg auch auf das beliebteste Gerücht der letzten Monate, den Apple-Fernseher, zu sprechen. Wenig überraschend ließ sich Cook hier zu keiner eindeutigen Aussage hinreißen. Allerdings verwies er darauf, dass das Apple TV weiterhin ein “Hobby” für das Unternehmen sei, auch wenn Apple sonst keine Geräte in so kleinen Stückzahlen verkauft. Immerhin habe Apple aber dieses Jahr schon 2,7 Millionen Exemplare verkauft – letztes Jahr seien es 2,8 Millionen gewesen, die Zahl kann das Unternehmen also schon zur Jahresmitte übertrumpfen.

Cook erklärte zumindest, dass es interessante Optionen für diesen Bereich gebe: Apple werde weiter “an dieser Schnur ziehen” und sehen, was passiert. Auch sieht er ein, dass sich das Angebot an Fernseher-Inhalten verbessern könnte – auch wenn Apple seinen Kunden bereits einen breiten Katalog von Inhalten Dritter bereitstelle. Apple selbst sollte aber nicht Inhalte erschaffen, sondern dafür sorgen, das Kunden auf diese komfortabel zugreifen können.

Was Spiele betrifft, biete Apple beispielsweise mit dem iPod touch eine tolle Plattform, und immer mehr Gamer spielten mobil. Ob es eines Tages auch Spiele für das Apple TV oder einen Apple-Fernseher geben werde, wollte Cook nicht sagen – erklärte aber immerhin, dass das “interessant” wäre.


Über iAd und Ping

Zu guter Letzt kam Cook auch auf zwei Apple-Angebote zu sprechen, denen ein Durchbruch bisher verwehrt blieb: Zum einen die Werbeplattform iAd, zum anderen das soziale Musik-Netzwerk Ping. Verglichen mit Googles Werbegeschäft sei iAd ziemlich klein, “wir sind ein Produktunternehmen”, so Cook.

Was Ping betrifft, müsse Apple kein soziales Netzwerk besitzen. “Aber muss Apple sozial sein? Ja.” Deswegen biete Apple eine Twitter-Integration, mit Mountain Lion auch ins Mac OS. Auch Game Center und iMessage seien letztendlich “sozial”.

Über Ping wollte er eigentlich nicht unbedingt sprechen – “wir haben Ping ausprobiert und ich glaube, dass die Kunden darüber abgestimmt haben und gesagt haben, dass sie darein nicht viel Energie stecken wollen. Werden wir es ‘töten’? Ich weiß es nicht. Wir werden darüber nachdenken.”


Tim Cooks “Helden” und sein Leben als CEO

Nach all diesen Produkt-bezogenen Themen wollten Mossberg und Swisher von Cook noch wissen, wer seine “Helden” sind und wie sein Leben als CEO heute aussieht. “Wenn du in mein Büro kommst, siehst du dort Bobby Kennedy und Martin Luther King”, so der Apple-Chef. Ein Unternehmensführer, der lebt und tolle Arbeit leistet, sei der Disney-Chef Bob Iger – der seit letztem Jahr Mitglied des Apple-Verwaltungsrates ist.

Als er selbst CEO wurde, bekam er plötzlich jeden Tag tausende E-Mails – und zwar von Kunden. “Die sprechen mit einem, als würden sie zusammen mit mir im Wohnzimmer sitzen”, so Cook. Das sei eine Überraschung gewesen, vorher habe er “nur” hunderte Mails bekommen. Heute sehe er dieses Interesse als ein Privileg.

Sonst habe ihn nicht viel überrascht. Kein Wunder – immerhin hatte Cook Jobs, als dieser bereits krank war, mehrmals an der Spitze des Unternehmens vertreten.

Bildqelle Teaser: Asa Mathat (AllThingsD.com)

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Tim Cook will engeren Kontakt zur Politik

Tim Cooks Reise nach Washington scheint eine Art “Antrittsbesuch” gewesen zu sein: Offenbar wollte sich der Apple-CEO in erster Linie nur bei US-Politikern vorstellen und erste Kontakte knüpfen. Damit scheint Cook mit einer weiteren Tradition seines Vorgängers zu brechen.

Apple: Bisher in Sachen Politiker-Kontakte eher zurückhaltend

Der Ende letzten Jahres verstorbene Apple-Mitgründer Steve Jobs soll Zeit seines Lebens den Kontakt zu Politikern eher gemieden haben. Zwar nahm Jobs beispielsweise Anfang letzten Jahres zusammen mit einigen anderen amerikanischen IT-Managern an einem Abendessen mit Barack Obama teil und war mit dem Ex-US-Vizepräsidenten Al Gore befreundet – Gore sitzt auch heute noch in Apples Verwaltungsrat.

Dennoch hielt sich Jobs anders als viele andere US-Manager beispielsweise mit Wahlkampfspenden immer zurück. Bezeichnend ist auch, dass Apple traditionell deutlich weniger für Lobbyismus ausgibt als andere IT-Unternehmen – selbst weniger als solche, die kleiner als der Mac-, iPhone- und iPad-Hersteller sind.

Tim Cook offenbar mit neuer Strategie

Jobs’ Nachfolger Tim Cook scheint einem engen Kontakt zur Politik weniger abgeneigt zu sein. Cook traf sich bereits im März mit dem chinesischen Vize-Premierminister Li Keqiang und dem Bürgermeister von Peking, Guo Jinlong. Mitte diesen Monats folgte das Treffen mit dem US-Repräsentantenhaus-Sprecher John Boehner sowie anderen hochrangingen Kongressmitgliedern.

Das Wirtschaftsmagazin Fortune glaubt, dass sich das Verhältnis zwischen Apple und der Politik unter Cooks Führung spürbar verändern könnte. Fortune zitiert einige Mitarbeiter der US-Abgeordneten, denen zufolge die Treffen in erster Linie einem Kennenlernen dienen sollten: Wirklich konkrete Themen hätten die Politiker mit Cook nicht besprochen. Mit dem Senats-Oppositionsführer Mitch McConnell habe sich der Apple-Chef beispielsweise darüber unterhalten, dass das Glas des iPhone und iPad vom Hersteller Corning aus McConnells Heimatstaat Kentucky stamme.

Eine “informierte Quelle” meint zu wissen, dass Cook anders als Jobs ein “starkes persönliches Interesse” an Politik habe – und dass Cook erkenne, dass ein engagierter CEO eine gewisse Rolle bei der Prioritätensetzung in Washington spielen könne.

Das Zusammentreffen mit den Politikern könnte also tatsächlich eine Änderung einer Apple-Philosophie mit sich bringen. Es wäre nicht das erste Mal, dass Cook mit einer von Jobs geführten Tradition bricht: Auch seine Entscheidung, den Apple-Aktionären Dividende zu gönnen, gilt als eine, die Jobs so nicht getroffen hätte.

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Patentstreit-Schlichtungsverfahren: Tim Cook traf Samsung-Chef

Gestern trafen sich der Apple-Chef Tim Cook und Samsungs CEO Choi Gee-sung zu einem Schlichtungsgespräch für eines der vielen Patent-Gerichtsverfahren, die die Unternehmen gegeneinander führen. Eine Einigung könnte auch Signalwirkung für Apples Verfahren gegen andere Hersteller von Android-Geräten haben.

Apple ist der Auffassung, dass Google viele patentierte Apple-Ideen für das eigene Mobil-Betriebssystem “geklaut” habe. Der im letzten Jahr verstorbene frühere Apple-Chef Steve Jobs hatte seinem Biographen Walter Isaacson deswegen erklärt, dass er bereit sei, einen “thermonuklearen Krieg” gegen das Konkurrenzprodukt zu führen, um dieses zu “zerstören”.

Das legte den Schluss nahe, dass Jobs durch die Gerichtsverfahren tatsächlich Verkaufsverbote für Android-Produkte erwirken wollte – und nicht Lizenzzahlungen durch die Hersteller von Android-Smartphones und -Tablets zum Ziel hatte. Tim Cooks Worte waren zuletzt allerdings weniger martialisch: Er habe Gerichtsverfahren “immer gehasst”, so der neue Apple-CEO. Er bevorzuge eine außergerichtliche Einigung – auch wenn er betonte, dass Apple wolle, “dass die Leute ihre eigenen Sachen machen”, sein Unternehmen sei nicht “der Entwickler für den Rest der Welt”.

Gestern fand nun also der erste Schlichtungstermin zwischen Apple und Samsung statt. Das Verfahren, das eine eben solche außergerichtliche Einigung zum Ziel hat, hatte die Richterin Lucy Koh angeordnet, die sich mit einem der vielen Samsung-/Apple-Gerichtsverfahren befasst. Der Friedensrichter Joseph C. Spero übernimmt die Moderation der Gespräche auf höchster Ebene, also zwischen Cook und Choi.

Journalisten, die gestern vor Speros Gerichtsgebäude in San Francisco nach Cook und Choi Ausschau hielten, warteten vergeblich. Offenbar fanden die Gespräche an einem anderen Ort statt – möglicherweise in einer Anwaltskanzlei, so die Vermutung der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Gespräche sind natürlich vertraulich, allerdings hatte Samsungs Mobil-Sparten-Chef JK Shin vor seiner Abreise in die USA erklärt, dass zwischen der Auffassung Apples und seines Unternehmens immer noch eine “große Lücke” klaffe. “Allerdings haben wir immer noch mehrere Verhandlungsoptionen.” Apples Sprecherin Kristin Huguet erklärte – ebenfalls vor den Gesprächen – lediglich, dass Apple sein geistiges Eigentum gegen “offensichtliches Kopieren” verteidigen werde.

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Tim Cook traf US-Repräsentantenhaus-Sprecher John Boehner

Gestern traf Tim Cook im Kapitol in Washington auf den Sprecher des US-Repräsentantenhauses, John Boehner. Worüber sich der Apple-CEO und der Politiker unterhielten, ist nicht überliefert, möglicherweise ging es aber um steuerrechtliche Fragen.

John Boehner hat in seinem Blog lediglich ein Bild von Tim Cooks Besuch in Washington veröffentlicht – jedoch nichts darüber geschrieben. Natürlich gibt es viele Gründe, warum Apple in Kontakt mit US-Politikern stehen sollte – auch wenn sich das Unternehmen in Sachen Lobbyismus vergleichsweise zurückhält.

9 to 5 Mac glaubt, dass sich Tim Cook für einen “Tax Holiday“, also eine vorübergehende Steuerreduzierung ausgesprochen haben könnte. Mit diesem könnte Apple einen Teil der eigenen Barreserven, die aktuell im Ausland liegen, in die USA zurückholen, ohne für diese Transaktion Steuern zahlen zu müssen.

Insgesamt verfügte Apple am Ende des letzten Geschäftsquartales über Barreserven in Höhe von 110 Milliarden US-Dollar, 74 Milliarden davon liegen im Ausland – auch aus steuerlichen Gründen. Ein Tax Holiday hätte zur Folge, dass US-Unternehmen insgesamt eine Billion Dollar in das Land transferieren können, ohne dafür Steuern zu bezahlen. Apple könnte das Geld in den USA für die angekündigte Auszahlung von Dividenden und den Aktien-Rückkauf verwenden.

Bild: Offizielles Bild von John Boehner; von Heather Reed

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Patentkrieg gegen Android: Tim Cook bevorzugt Einigung

Steve Jobs hatte erklärt, er werde einen “thermonuklearen Krieg” gegen Android führen, um das Google-Mobil-Betriebssystem zu zerstören. Sein Nachfolger Tim Cook scheint in der Angelegenheit flexibler zu sein: Apple bevorzuge eine außergerichtliche Einigung, so der neue Apple-CEO.

Steve Jobs hatte seinem Biografen Walter Isaacson seinerzeit erzählt, dass er Android für ein “gestohlenes Produkt” halte – und sich deswegen mit allen Mitteln gegen das Konkurrenzprodukt wehren möchte, um es zu “zerstören”. Tim Cook scheint dieser Auffassung nur in Ansätzen zuzustimmen: Zwar erklärte auch er im Rahmen der gestrigen Bekanntgabe des jüngsten Quartalsergebnisses, dass Apple “nicht der Entwickler für den Rest der Welt” sein solle. “Ich will, dass die Leute ihre eigenen Sachen machen.”

Allerdings stellte der Apple-Chef auch klar, dass er Gerichtsverfahren “immer gehasst” habe, “und ich hasse sie weiterhin”. Deswegen würde er Patentstreitigkeiten lieber außergerichtlich beilegen – was im Falle der Klagen gegen Hersteller von Android-Smartphones und -Tablets bedeutete, dass diese Apple eine Lizenzgebühr zahlen müssten.

Derweil ist Apple nicht nur damit beschäftigt, Hersteller von Android-Geräten zu verklagen – denn diese werfen dem iPhone- und iPad-Hersteller seinerseits Patentverletzungen vor. Die Internationale Handelsbehörde der USA hat nun entschieden, dass Apple ein 3G-Mobilfunktechnik-Patent verletzte, das Motorola gehört. Apple möchte sich gegen diese Entscheidung allerdings wehren – und verweist darauf, dass ein Gericht in Deutschland bereits festgestellt habe, das keine Verletzung vorliegt. Allerdings berichtet das Unternehmen auch, dass Motorola für das Patent nur unfaire Lizenzbestimmungen angeboten habe.

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Valve dementiert: Kein Treffen mit Tim Cook

Am vergangenen Freitag hieß es, Tim Cook habe sich mit Vertretern des Spiele-Plattform-Betreibers Valve getroffen. Laut Valve handelt es sich dabei aber um eine Falschmeldung: Kein Valve-Mitarbeiter habe ein Meeting mit dem Apple-CEO gehabt.

Die Gerüchte sorgten laut Valves Mitgründer Gabe Newell auch beim Betreiber der Spiele-Download-Plattform Steam für Aufregung: Der Videospiele-Website Kotaku (via Mac Rumors) berichtete Newell, dass an dem Freitag bei Valve mehrere Rundmails herumgingen – jeder wollte wissen, ob irgendjemand tatsächlich Tim Cook treffen würde.

Die Website AppleInsider, die das Gerücht in die Welt setzte, schien sich ihrer Sache so sicher zu sein, dass selbst die Valve-Mitarbeiter selbst verwirrt gewesen seien, so Newell. Leider habe an dem Tag aber niemand Tim Cook getroffen – auch wenn Newell dies nach eigenen Angaben gerne nachholen würde. “Wir haben eine lange Liste an Dingen, von denen wir uns wünschten, dass Apple sie täte, um Spiele und Gaming besser zu unterstützen.” Bisher sei es aber noch nie zu einem Treffen mit Cook gekommen.

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Tim Cook besucht Spieleentwickler Valve

Mit seinem gestrigen Besuch beim Spieleentwickler Valve knüpfte Tim Cook wichtige Kontakte. Über eine Zusammenarbeit mit dem Unternehmen könnte sich Apple eine neue Spielergemeinde von mehr als 30 Millionen aktiven Nutzern erschließen.

Die genauen Themen des Zusammentreffens von Apple-CEO Cook und den Führungskräften von Valve Corporations drangen nicht nach außen, für Apple dürfte jedoch eine Kooperation mit der Spieleschmiede von großem Interesse sein. Das Mitte der 90er Jahre von zwei ehemaligen Microsoft-Mitarbeitern gegründete Unternehmen erreicht über seine Spieleplattform “Steam” inzwischen 30 Millionen aktive Nutzer und ist mit 1.400 Spielen im Angebot eine feste Größe auf dem Markt.

Die Plattform “Steam” ist Vergleichbar mit Apples AppStore – auch bei Valve können Spiele direkt heruntergeladen und Updates automatisch aufgespielt werden. Seit 2010 existiert auch eine Steam-Version für den Mac.

Mit dem Aufstieg der iOS-Geräte begann auch Apples Interesse an einer Erweiterung des Spiele-Angebots zu wachsen. Trotz des beachtlichen Portfolios im AppStore dürfte Apple an einer Zusammenarbeit mit den Profis bei Valve großes Interesse haben, die bislang noch keine ihrer Titel direkt über den AppStore anbieten.

Unterdessen sorgt Valve für eigene Schlagzeilen mit einem Stellengesuch für Hardware-Spezialisten. Hinter dem Gesuch lässt sich ein eigenes Hardware-Projekt vermuten, möglicherweise plant die Firma aus dem US-Bundesstaat Washington ein eigenes tragbares Spielgerät oder gar eine Steam-Konsole. Diesbezügliche Spekulationen gibt es bereits seit Beginn des Jahres.

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Tim Cook nimmt an “All Things D”-Konferenz teil

Tim Cook wird Ende Mai im Rahmen der zehnten All-Things-D-Konferenz “D10″ als Sprecher für den Eröffnungs-Abend auf die Bühne treten. Damit setzt der Apple-CEO eine alte Tradition fort: Sein Vorgänger Steve Jobs nahm mehrere Male an der Konferenz teil, einmal sogar zusammen mit dem Microsoft-Mitgründer Bill Gates.

Cook hält somit auch den guten Kontakt zu dem Wall-Street-Journal-IT-Blog – Steve Jobs hatte den All-Things-D-Mitgründer Walt Mossberg einst Apple-intern als “Freund” des Unternehmens bezeichnet. Zuletzt nahm Jobs vor zwei Jahren an der Konferenz teil, am geschichtsträchtigsten dürfte aber die Konferenz aus dem Jahr 2007 gewesen sein, als Jobs zusammen mit Bill Gates auftrat.

All Things D zeigt sich in einem Artikel erfreut, nun Tim Cook als Teilnehmer ankündigen zu können. Die Konferenz-Mitgründerin Kara Swisher erklärt, dass Mossberg und sie sich darauf freuen, mehr über Cooks Ansichten zur zukünftigen Entwicklung des IT-Business und bei Apple selbst zu erfahren – und einen Einblick zu bekommen, wie Apples neuer Chef “tickt”. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung bei Apple – und vorher bei Compaq, Intelligent Electronics und IBM – wisse Cook sicherlich viel.

Neben dem Apple-CEO werden unter anderem auch der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg, der Oracle-CEO Larry Ellison und der Vorsitzende der US-Handelsbehörde FTC, Jon Leibowitz, an der Konferenz teilnehmen. Sie findet vom 29. bis 31. Mai statt.

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Mitarbeiterzufriedenheit: Tim Cook erreicht Steve Jobs’ Höchstwert

Seit fast acht Monaten ist Tim Cook Apples CEO. Laut einer Online-Umfrage erhält der Apple-Chef von seinen Mitarbeitern zu diesem Zeitpunkt einen ebenso hohen Zuspruch wie sein Vorgänger Steve Jobs zu seinen besten Zeiten: 97 Prozent von ihnen sind mit Cooks Arbeit zufrieden.

Die Website Glassdoor sammelt für 150.000 verschiedene Unternehmen die Zufriedenheitswerte der Mitarbeiter. Im Dezember hatte Glassdoor bereits 96 Prozent Zustimmung für Cook ermittelt, Steve Jobs’ Höchstwert lag bei eben jenen 97 Prozent, die Cook nun selbst erreicht hat. Als Jobs das Zepter im letzten Jahr an Cook übergab, lag sein Wert bei 95 Prozent. So oder so liegen und lagen beide CEOs weit über dem Glassdoor-Durchschnittswert von 62 Prozent Zustimmung.

Glassdoor zitiert einen Apple-Mitarbeiter mit den Worten, das Cook und das ganze Management-Team “großartige Arbeit” leisteten: “Weiter so.” Dem Glassdoor-Gründer Bob Hohmann zufolge passiere es sehr selten, dass ein Unternehmensgründer von einem “Nicht-Gründer” ersetzt werde, der dann einen solch hohen Zustimmungswert erhalte. Er selbst habe so etwas zumindest noch nie erlebt. Wie Jobs zeige Cook an die Spitze eines Berges, um seinen Mitarbeitern mitzuteilen: “Da müssen wir hin.”

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Tim Cook in China: Apples Chef besuchte auch ein Foxconn-Werk

Tim Cook hatte bei seinem China-Besuch offenbar einen straffen Terminplan. Nachdem bekannt wurde, dass er einen Apple-Store besuchte und sich mit chinesischen Politikern und Vertretern von China Mobile traf, tauchen nun auch Bilder von einem Besuch beim Zulieferer Foxconn auf.

Foxconn geriet in der Vergangenheit immer wieder wegen fragwürdiger Arbeitsbedingungen in die Kritik – zuletzt beklagte sich die Fair Labor Association über zu lange Arbeitszeiten der Mitarbeiter. Apple lässt bei Foxconn unter anderem iPads und iPhones montieren, so dass auch das US-Unternehmen wegen der Praktiken des Partners aus Taiwan in die Kritik geriet.

Tim Cook äußerte sich in seiner Zeit als Apple-CEO bereits mehrmals zu der Problematik. Im Januar versicherte er in einer E-Mail an Apple-Angestellte, dass Apple jeder Mitarbeiter in der Produktionskette wichtig sei. Auch in einem Gespräch bei einer Konferenz einer Investmentbank äußerte sich Cook ausführlich zu dem Thema: Apple bemühe sich mehr als jedes andere Unternehmen, die Rechte der Arbeitnehmern bei Partnern umzusetzen.

Angesichts dessen kommt es nicht überraschend, dass Cook auch eine Foxconn-Fabrik besuchte. Die Bilder, die die Seite ifeng.com zeigt, stammen aus einem Werk in der chinesischen Millionenstadt Zhengzhou.

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Tim Cook reist als erster Apple-CEO nach China

Zwar war Tim Cook bereits im Rahmen seiner Aufgaben als COO für Apple in China, jetzt war er jedoch der erste CEO, der für das Unternehmen in das für die Zukunft wichtige Land gereist ist. Der ehemalige Apple-CEO Steve Jobs hatte das Land nie als solcher besucht.

Wie The Next Web berichtet, wurde Cook von Nutzern des chinesischen Social Networks Weibo im Apple Store in Xidan, Peking am vergangenen Freitag gesichtet. Dort sprach er mit den Mitarbeitern des weltweit umsatzstärksten Apple Stores in Xidan Joy City.


(Bild: STwing/Weibo.com)

Offiziell wurde der Trip nicht bestätigt oder kommentiert. Es ist daher nicht sicher, welchen Hintergrund der Besuch hatte. Laut China Daily wird vermutet, dass er sich mit dem CEO von China Telecom, Wang Xiaochu, getroffen habe. Der drittgrößte Mobilfunkanbieter Chinas hatte erst diesen Monat mit dem Verkauf des iPhone 4S begonnen.

Andere Stimme berichten, dass es möglicherweise auch ein Treffen bezüglich der Streitigkeiten mit Proview Technology gegeben haben könne.

(Bild: Weibo.com)

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Nach Adressbuch-Affäre: Tim Cook beruft Path-Chef zur Audienz

Anfang Februar geriet unter anderem die Social-Networking-App Path ins Kreuzfeuer der Datenschützer nachdem herausgekommen war, dass die App ungefragt die Adressbücher der Nutzer auf die Server des Unternehmens kopiert hat. Dies führte dazu, dass Path-CEO Dave Morin von Tim Cook ins Apple Hauptquartier geladen wurde.

Vor rund einem Monat kam heraus, dass eine Reihe von iOS-Appsdarunter auch Path – die Adressbücher ihrer Nutzer ohne ihr Wissen für eigene Zwecke verwendet und diese dabei sogar teilweise vollständig auf die Server der Betreiber übertragen haben. Als Gegenmaßnahme hatte Apple angekündigt, den Zugang zum Adressbuch, ähnlich wie die Nutzung der aktuellen Positionsdaten, mit einer Abfrage von iOS zu sichern. Einige Entwickler haben dies bereits jetzt freiwillig in ihre Apps integriert und fragen die Nutzer vor dem Zugriff um ihre Erlaubnis.

Wie Bloomberg Business Week berichtet, hatte dies im Fall von Path die Auswirkung, dass Path-Chef Dave Morin Apples CEO Tim Cook und weiteren hochrangigen Apple-Mitarbeitern Rede und Antwort stehen musste.

Weitere Details über das Meeting zwischen Morin und den Apple-Funktionären sind nicht bekannt. Ob auch noch andere Entwickler, deren Apps zu freizügig mit den Daten ihrer Nutzer umgegangen sind, in Apples Hauptquartier antreten mussten, wurde nicht gesagt.

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Tim Cook: Ausführliches Gespräch über Apples Produkte und Apples Unternehmensphilosophie

Wie angekündigt nahm Apples CEO Tim Cook gestern an der “Technologie und Internet”-Konferenz der Investmentbank Goldman Sachs teil. Cook hatte viel zu erzählen – über Arbeitsbedingungen bei Zulieferern, iPhone-Verkaufszahlen, das iPad, das Apple TV und Apples Unternehmensphilosophie.

Über Arbeitsbedingungen bei Zulieferern

 

Zunächst sprach der Goldman-Sachs-Analyst Bill Shope mit Cook über Arbeitsbedingungen bei Apples Zulieferern. Apple gerät seit Jahren vor allem wegen des Produzenten Foxconn immer wieder in die Schlagzeilen: Die Bedingungen, unter denen Foxconn-Mitarbeiter Apple-Produkte und Geräte anderer Hersteller montieren, lassen zu wünschen übrig, immer wieder gibt es Selbsttötungen von Angestellten.

Cook verweist erneut auf Apples Bestrebungen, sich um alle eigenen Mitarbeiter und die Mitarbeiter von Partnern zu kümmern. Apple nehme Arbeitsbedingungen sehr ernst, egal ob den in den USA, in Europa oder in Asien. Er selbst habe viel Zeit in Fabriken verbracht, und das nicht nur als Manager – er habe in einer Papiermühle in Alabama und einer Aluminium-Fabrik in Virginia gearbeitet. Jeder Arbeiter habe das Recht zu einer sicheren, fairen und diskriminierungsfreien Arbeitsumgebung.

Apple bemühe sich mehr als jedes andere Unternehmen, diese Ziele umzusetzen. Kein Arbeiter solle mehr als 60 Stunden pro Woche arbeiten müssen – es gebe diesbezüglich immer wieder Regelverstöße, aber Apple bemühe sich, diese weiter zu minimieren. Auch kämpfe Apple gegen jeden Fall von Kinderarbeit und trenne sich bei fortgehenden Verstößen von entsprechenden Partnern. Auch die Sicherheit der Zulieferer-Arbeitnehmer nehme Apple sehr ernst – wenn in einer Cafeteria einer Fabrik ein Feuerlöscher fehlt, dann bestehe die Fabrik Apples Überprüfung nicht.

Über iPhone-Verkaufszahlen und wachsende Märkte

Als nächstes sprachen Shope und Cook über die iPhone-Verkaufszahlen. Mit 37 Millionen Geräten haben diese im letzten Quartal einen Rekordwert erreicht – “ein ordentliches Quartal”, so Cook. Die Worte, die sich wie eine Untertreibung anhören, erklärt er wie folgt: Apple halte damit auf dem Smartphone-Markt 24 Prozent Marktanteile, was bedeute, dass drei Viertel aller Menschen noch andere Geräte als iPhones kaufen. 90 Prozent aller Handy-Kunden kauften andere Geräte. Der Handy-Markt werde von 1,5 auf 2 Milliarden Geräte wachsen, so dass die Apple-Verkaufszahlen in Relation immer noch nicht so groß seien.

Das größte Wachstumspotential besteht auf Schwellenmärkten wie China und Brasilien, auf die Shope und Cook als nächstes zu sprechen kamen. Shope erwähnt die Forderung vieler Analysten und Investoren nach einem günstigen Apple-Handy, das Kunden in diesen Märkten ansprechen könnte – in denen Kunden viel häufiger auf Prepaid-Handys statt Laufzeitverträge setzen.

Cook verrät nicht, ob Apple an einem günstigeren iPhone arbeitet – erklärt aber, dass er die These, ein Gerät müsse für diese Märkte möglichst billig sein, nicht notwendig gelten lasse. Auch dort wollten die Kunden ein möglichst gutes Produkt und nicht eine Billig-Kopie dieses Produktes haben. Auch bestehe auf diesen Märkten Potential für mehr Interesse an Postpaid-Verträgen: Apple habe den Mobilfunkbetreiber China Unicom dazu bewogen, das iPhone über Laufzeitverträge subventioniert anzubieten, und damit habe das Unternehmen Erfolge gehabt.

Auf diesen Märkten wiederhole sich derweil der “Halo”-Effekt, den der iPod vor zehn Jahren hatte: Kunden seien nun über das iPhone auch an anderen Apple-Produkten wie dem Mac interessiert. Der iPod habe sich auf diesen Märkten nicht so sehr durchsetzen können, weil die Kunden dort damals schon Musik mit ihren Handys hörten.

Das iPad und sein Einfluss auf den PC-Markt

Nach dem iPhone kam Cook aufs iPad zu sprechen. Die Geschwindigkeit der Annahme des Apple-Tablets durch die Kunden sei überwältigend gewesen – schneller als seinerzeit beim Mac oder iPod. Das iPad habe auf bestehende Strukturen wie den iTunes Store, den App Store und die Erfahrungen der Kunden mit dem iPhone und Multi-Touch aufbauen können. Cooks Mutter habe, nachdem sie einen Werbespot fürs iPad gesehen habe, sofort gewusst, wie sie es zu bedienen habe. In allen Bereichen benutzten Menschen heute iPads.

Er selbst habe, als Apple das Produkt intern testen ließ, gemerkt, dass er bald 80 bis 90 Prozent seiner Konsum- und Arbeitszeit mit dem Gerät verbracht habe. Von Anfang an habe Apple daher geglaubt, dass der Tablet-Markt größer als der PC-Markt sein würde – die Frage sei nur, wie lange dies dauerte. Heute fänden alle Innovationen im Tablet-Bereich statt: Wenn man alle innovativen Entwickler von PC-Software in ein Zimmer einladen würde, wäre dieses leer. Würde man hingegen alle Entwickler für iOS “und das andere Betriebssystem” einladen, hätte man ein volles Haus.

PCs würden zwar nicht aussterben, und auch der Mac, den Cook weiterhin “liebt”, habe noch viel Wachstumspotential. Dennoch werde der Tablet-Markt den PC-Markt letztendlich überholen. Und Apple werde eine wichtige Rolle spielen: Konkurrenten würden zwar günstigere Tablets herstellen, die aber qualitativ nicht mit dem iPad mithalten könnten. Kunden, die sich zunächst vielleicht über ein Schnäppchen freuten, würden sich bald ärgern. Mit dem iPad lasse sich alleine durch die Zahl der Apps mehr anstellen: 170.000 native iPad-Apps gebe es mittlerweile, “und ich weiß nicht, ob es schon 100 für die andere Plattform gibt”.

Durch das starke Wachstum könnte das iPad auch den PC-Markt “kannibalisieren”, und dieser Effekt sei sicherlich auch für Macs zu spüren – auch wenn die Mac-Verkaufszahlen weiterhin schneller wachsen als der Gesamt-PC-Markt. Tablets könnten daher ohnehin eher Computer anderer Hersteller “kannibalisieren”. Auch sehe Apple nicht ein, Innovationen in einem Bereich zugunsten eines anderen Produktes zurückzuhalten – Apple wolle einfach gute Produkte herstellen.

Über Apples Barreserven

Als nächstes kamen Cook und der Analyst auf Apples große Barreserven – mittlerweile über 98 Milliarden US-Dollar – zu sprechen. Cook lässt die Aussage nicht gelten, dass Apple knausrig sei – das Unternehmen investiere viel in Übernahmen von Unternehmen und geistigem Eigentum, investiere Milliarden in den eigenen Einzelhandel, die eigene Infrastruktur, Daten-Center und so weiter.

Natürlich habe das Unternehmen viel Geld. Trotzdem wolle Apple sich nicht als reich sehen; jeden Cent gebe man so aus, als sei es der letzte. Das sei auch im Interesse der Investoren. Der Apple-Verwaltungsrat denke wohl darüber nach, was mit dem Geld zu machen sei, und Cook betonte erneut, dass er weder bezüglich des Sparens noch des Ausgebens “religiös” sei – Shope hatte ihn auf die Möglichkeit der Dividende oder eines Aktien-Rückkaufs angesprochen. Apple lasse sich mit diesen Entscheidungen aber Zeit.

Übers Apple TV und das Wohnzimmer

Dann sprach Cook über das Apple TV, Apples “Hobby”. Das Unternehmen bezeichne die Set-Top-Box mit diesem Wort, um klarzustellen, dass es keinen ebenso großen Markt wie für die anderen eigenen Produkte sieht. Es sei ein tolles Produkt, und alle Kunden, die es hätten, seien sehr zufrieden damit. Wenn Apple seiner Intuition folge “und weiter an diesem Strang zieht”, dann gebe es vielleicht mehr.

Worte also, die darauf hindeuten, dass Apple Interesse daran hat, mit einem verbesserten Apple TV oder einem eigenen Fernseher ins Wohnzimmer einzuziehen – wenn Cook auch keine klare Ankündigung macht. Allerdings scheint Apple erneut die Strategie verfolgen zu wollen, ein Produkt erst komplett zu optimieren.

Über Siri, iCloud und Cooks Philosophie als CEO

Schließlich sprachen der Analyst und der Apple-CEO noch über Apples Spracherkennungs-Assistenten Siri und den Cloud-Computing-Dienst iCloud. Mit iCloud habe Apple ein Produkt gefunden, um dem Bedürfnis der Kunden gerecht zu werden: Vor zehn Jahren habe Steve Jobs den Mac zum “Digital Hub” erklärt, auf dem mit iLife alle Daten an einem Ort zusammenlaufen. Das habe funktioniert, dann aber irgendwann nicht mehr den Bedürfnissen der Kunden entsprochen.

Denn es sei unpraktisch gewesen, Daten von einem iPhone mit einem Mac zu synchronisieren, um sie dann aufs iPad zu übertragen – und umgekehrt. Mit iCloud ließen sich alle Daten jetzt automatisch abgleichen. Das ganze funktioniere – mittlerweile gebe es mehr als 100 Millionen iCloud-Benutzer.

Was Siri betreffe, habe Apple eine neue Möglichkeit gefunden, mit einem Gerät zu kommunizieren. Zunächst gab es die Tastatur und Maus, dann kam Multi-Touch, nun gebe es eben den Spracherkennungs-Assistenten. Das Produkt befinde sich zwar immer noch in der Beta-Phase, aber er könne sich sein Leben schon nicht mehr ohne Siri vorstellen.

Allerdings denke Apple nicht daran, ob nun das Siri-Team oder das iCloud-Team dem Unternehmen selbst Profit beschere. An eine solche Denkweise glaube das Unternehmen nicht.

Auch sonst scheint klar, dass Cook, der erst seit letztem Sommer Apples Führungsposition von Steve Jobs übernahm, Apple zumindest nicht grundlegend verändern möchte: Apple habe eine einzigartige Kultur und sei ein einzigartiges Unternehmen. Er werde es nicht zulassen, dass sich das ändere. Jobs habe allen bei Apple über die Jahre gezeigt, dass es darum gehe, gute Produkte zu machen, und sich voll auf einige wenige Dinge zu konzentrieren statt viele verschiedene Dinge zu tun, was dann zur Folge habe, dass man nichts wirklich gut mache.

Cook mache es glücklich, Menschen zu sehen, die iPhones benutzen, mit dem iPod ins Fitnessstudio gehen oder bei Starbucks ein iPad benutzen. “Das sind die Dinge, die ein Lächeln auf mein Gesicht bringen. Das kann nichts ersetzen”. Apple konzentriere sich immer auf die Zukunft und denke nicht darüber nach, wie toll die Dinge früher waren. Diesen Aspekt liebe er, das bringe jeden nach vorne.

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Heute: Tim Cook spricht auf Goldman-Sachs-Konferenz

Das Investmentbanking-Unternehmen Goldman Sachs veranstaltet am heutigen Dienstag wieder einmal eine “Technologie und Internet”-Konferenz. Ein Teil der Konferenz wird eine Präsentation von Tim Cook sein. Der Apple-CEO sprach schon öfters auf der Konferenz, wird dies dieses Jahr aber erstmals in seiner neuen Position tun.

Apple wird die Präsentation, die ab 21:30 mitteleuropäischer Zeit stattfindet, als QuickTime-Audio-Webcast übertragen. Cook verrät auf der Veranstaltung zwar üblicherweise nichts zu neuen Produkten, verrät aber Details zum Geschäftsleben bei Apple.

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Apples Börsenbericht: Tim Cook erhielt 2011 über 377 Millionen Dollar

Vor dem regulären Apple-Aktionärstreffen, das dieses Jahr am 23. Februar auf Apples Campus in Cupertino stattfindet, hat Apple seinen jährlichen Börsenbericht veröffentlicht. Aus diesem geht unter anderem hervor, welches Gehalt und welche Bonus-Zahlungen Apples Manager zuletzt erhalten haben. Mit Abstand am meisten bekam Tim Cook: Apple belohnte seinen neuen CEO im Jahr 2011 mit mehr als 377 Millionen US-Dollar.

Tim Cook erhielt im vergangenen Jahr ein Basis-Gehalt in Höhe von rund 900.000 Dollar, hinzu kam ein über 376 Millionen Dollar schweres Aktienpaket sowie weitere Kompensationen in Höhe von 900.000 und 16.520 Dollar. Im Jahr 2010, als Cook noch Apples Chief Operating Officer war, erhielt er rund 800.000 Dollar Gehalt, eine Bonus-Zahlung in Höhe von rund 5 Millionen Dollar, Aktienpakete im Wert von 52 Millionen Dollar und Kompensationen in Höhe von 900.000 und 58.306 Dollar. 2010 bekam Cook also “nur” rund 60 Millionen Dollar von seinem Arbeitgeber.

Der im Oktober 2011 verstorbene frühere Apple-Chef Steve Jobs erhielt 2011 wie in den Vorjahren lediglich sein symbolisches Gehalt in Höhe von einem Dollar, weitere Bonus-Zahlungen sind nicht vermerkt. Allerdings gab es auch Jahre, in denen Jobs noch mehr als sein Nachfolger bekam: Im Jahr 2007 war Jobs mit von Apple zugesprochenen Aktienoptionen in Höhe von 646 Millionen Dollar sogar der bestbezahlte Manager der USA.

Auch andere Apple-Manager können sich über einen Geldsegen freuen: Apples Finanzchef Peter Oppenheimer bekam im Jahr 2011 insgesamt 1,4 Millionen Dollar, im Vorjahr erhielt er insgesamt rund 30 Millionen Dollar. Der Vizepräsident für Internet-Software und -Dienstleistungen, Eddy Cue, erhielt rund 53 Millionen Dollar, der iOS-Chef Scott Forstall bekam 2011 1,4 und 2010 rund 30 Millionen Dollar. Ron Johnson, Apples Retail-Chef, der das Unternehmen Ende letzten Jahres verließ, bekam 2011 ebenfalls rund 1,4 und 2010 rund 30 Millionen Dollar.

Dass die Zahlungen an die Manager von Jahr zu Jahr derart schwanken, erklärt sich dadurch, dass Apple ihnen in unregelmäßigen Abständen Aktienoptionen zuspricht – die sie nach einem festgelegten Zeitraum einlösen können. Diese Strategie erläutert Apple ebenfalls in dem Börsenbericht: Sie gebe den Managern einerseits ein gesteigertes Interesse am Wohl des Unternehmens, andererseits bezwecke der festgelegte Zeitraum auch eine Bindung an das Unternehmen. So kann Tim Cook beispielsweise dann Optionen auf die ihm im vergangenen Jahr zugesprochenen eine Million Anteile nur dann in voller Höhe einlösen, wenn er dem Unternehmen weitere zehn Jahre erhalten bleibt.

Beim Aktionärstreffen werden die Anteilseigner auch einige Abstimmungen vornehmen: So sollen sie die Mitglieder des Verwaltungsrates in ihren Ämtern bestätigen, das Unternehmen Ernst & Young erneut zu Apples Buchhalter wählen, über Manager-Entschädigungen abstimmen und über einige Anträge aus dem Kreis der Aktionäre entscheiden – unter anderem zu Aufforderungen an die Manager, sich über mögliche Interessenkonflikte zu äußeren, den Einfluss der Aktionäre auf die Manager-Bezahlung zu erhöhen sowie einiges mehr.

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Aktienoptionen: Tim Cook darf Anteile im Wert von fast 100 Millionen Dollar verkaufen

Tim Cook kann sich in diesem Quartal fast 100 Millionen US-Dollar Bargeld gönnen – wenn er Aktienoptionen aus früheren Jahren einlöst. Damit liegt Apples CEO an der Spitze der Liste der Silicon-Valley-Manager, deren Aktienoptionen in den ersten drei Monaten des neuen Jahres fällig sind.

Der aktuelle Wert der Aktienoptionen, die sich im Silicon Valley in diesen Monaten neu einlösen lassen, liegt der Organisation Equilar zufolge bei über 780 Millionen Dollar. Tim Cook dürfe zwei Aktienpakete einlösen, die aktuell insgesamt 96,2 Millionen Dollar wert seien. Eines dieser Pakete stamme aus der Zeit, als Cook den erkrankten damaligen Apple-CEO Steve Jobs vertreten hatte.

Dabei dürfte es sich um das Aktienpaket handeln, das Apple dem damaligen COO Cook Ende 2009 zusprach. Damals war es aufgrund des niedrigeren Aktienkurses jedoch nur 12,3 Millionen Dollar wert. Cook vertrat Jobs in dessen Amtszeit als CEO aufgrund seiner Erkrankung insgesamt drei mal, das zweite Mal in der ersten Hälfte des Jahres 2009. In der Regel müssen Apples Manager mindestens rund zwei Jahre warten, bis sie ihre Aktienoptionen einlösen können.

Auf Platz zwei der Liste der Manager mit den größten fälligen Aktienpaketen liegt Googles Verwaltungsratschef Eric Schmidt, der sich bei Bedarf jedoch “nur” bis zu 16,4 Millionen Dollar verschaffen kann. eBays CEO Jon Donahoe liegt auf Platz drei mit 10,5 Millionen Dollar.

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Tim Cook: Was sich bei Apple verändert hat

“Apple wird sich nicht ändern”, so Tim Cook Ende August in einer Mail an alle Apple-Mitarbeiter. An diesem Tag hatte Apples Verwaltungsrat Cook zum neuen CEO des Unternehmens gewählt. Cook ist nunmehr über zwei Monate Chef des Unternehmens. In diesem Zeitraum sollen sich dann doch einige Details geändert haben.

Einem Bericht des über Apple-Interna üblicherweise gut informierten Wall Street Journal zufolge soll Cook die Unternehmenskultur gestrafft und die Kommunikationswege verkürzt haben. Cook soll vor allem die Apple-Verwaltung umgebaut haben – dazu gehörten einige Beförderungen sowie eine allgemeine Umstrukturierung der Hierarchien. Solche Vorgänge sollen Cooks Vorgänger Steve Jobs, der vor rund einem Monat verstorben ist, nie groß interessiert haben.

Auch dem Aufbau von Apples Abteilung für den Bildungsmarkt soll sich Cook gewidmet haben: Diese Sparte habe bisher weitgehend unabhängig gearbeitet. Cook habe sie in einen Verkaufs- und einen Marketing-Bereich aufgespaltet und die beiden neuen Bereiche in die bestehende Apple-Verkaufs- und Marketing-Struktur integriert. Die Apple-Manager Phil Schiller und John Brandon erhalten im Zuge dessen neue Kompetenzen. Die Veränderungen beschränkten sich allerdings auf solche Details – Cook sei kein Freund grundlegender Neustrukturierungen.

Im Vergleich zu seinem Vorgänger soll sich Cook via E-Mail auch viel öfter an alle Apple-Mitarbeiter wenden, wobei er alle Mails mit der Anrede “Team” beginnt. Auch mit Investoren soll er offener umgehen, als Jobs dies zuvor tat – weshalb sich einige von ihnen auch Dividende oder einen Aktien-Rückkauf durch Apple wünschen. Auch könnte Cook weniger vorsichtig mit Apples riesigen Barreserven umgehen als sein Vorgänger.

Allgemein soll sich Cook, der zuvor immerhin jahrelang Chief Operating Officer des Unternehmens war, eher dem operativen Geschäft widmen, als Jobs dies tat – und offenbar auch stärker auf die Zahlen und nicht nur auf das Produkt selbst achten. Als ein Mitarbeiter ihm einst ein neues Feature demonstrierte, habe Cook ihn prompt gefragt, wie sich denn damit mehr Handys verkaufen ließen. Cook sei einfach “kein Produkt-Typ”, sollen seine Kollegen und Freunde sagen.

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Tim Cook, Jobs-Nachfolger auf dem Papier

Der Apple-Chef eröffnet die Keynote – so war das meistens. Steve Jobs hat am 24. August in einem Brief erklärt, dass er sein Amt als CEO bei Apple niederlegt. Mit “Nachdruck” empfahl er Tim Cook als neuen Chef – dieser Empfehlung kam der Vorstand prompt nach. Wahrscheinlich betritt Tim Cook heute bei dem Apple Event also die Bühne. Er ist der Nachfolger von Steve Jobs auf dem Papier. Doch kann er es auch in seinem Handeln werden? Wer ist Tim Cook eigentlich?

“Der gnadenlose Langeweiler” – so bezeichnete der ehemalige Chefredakteur von macnews.de, David Andel, Tim Cook in einem Artikel. Warum?

Cook ist bei öffentlichen Auftritten langweilig und unsicher, hat eine ebenso zittrige wie quäkend-einschläfernde Stimme und scheint damit alles in allem so ziemlich genau das Gegenteil von Steve Jobs sein. Apples COO (Chief Operating Officer) unterhält sein Publikum nicht, macht beim Sprechen zu lange Pausen, betont falsch und wirkt auf Dauer gequält. Nach außen scheint der Mann eine PR-Katastrophe zu sein, den sich niemand längere Zeit an die Spitze Apples wünschen sollte und dem man das Halten von Keynotes daher auch meist erspart.

Nun ist also genau dieser Mann doch an die Spitze gekommen, und zwar sogar auf Anraten von Steve Jobs persönlich.

Damit beginnt eine neue Zeit bei Apple, beziehungsweise: Eigentlich hat diese Zeit bereits schon begonnen. Im Januar zog sich Steve Jobs bereits aus dem Tagesgeschäft weitgehend zurück, aus gesundheitlichen Gründen. Jetzt hat er diesen Schritt nur noch auf Papier vollzogen.

Steve Jobs ist ein Charismatiker, ein Visionär. Einer, der Ideen und Vorstellungen zu komplett neuen Produkten entwickelt und den Entstehungsprozess bis ins kleinste Detail aktiv mitgestaltet. Einer Ingenieur, bei dem die Technik nur Mittel zum Zweck ist: Das Ergebniss muss stimmen!

Und sein Nachfolger? Ein komplett anderer Menschenschlag. Wie oben schon genannt lange nicht das versierte Unternehmensgesicht, das alle in den Bann zieht. Nein, er ist sachlich, nüchtern. Eher ein Buchhalter. Einer, der Master of Business Administration studierte und bei IBM im Logistik-Bereich Erfahrungen sammelte.

Tim Cook und Steve Jobs
Und genau im betriebswirtschaftlichen Bereich glänzte er ab 1998 im Unternehmen Apple. Er kümmerte sich um die Effizienz der Produktionsbereiche, Kostenreduzierungen, Personaleinsatz. Das klingt belanglos, doch zeichnete er sich für entscheidende Vereinbarungen und Kooperationen verantwortlich. Er kann aber nicht nur das, er kann den gesamten Konzern leiten. Das bewies er bereits 2004, 2009 und die letzten Monate.

Mit Tim Cook hat Apple also einen Lenker aus einem anderen Bereich am Ruder. Neue Produkte – wie von Steve Jobs – wird keiner von ihm erwarten.

Deshalb bleibt die Hoffnung, dass Apple die Philosophie des “Gurus” schon tief verinnerlicht hat. Dass in der Produktentwicklung lauter kleine Jobs arbeiten, die einfach bedienbare Produkte schön verpackt entwerfen.

Dann kann es funktionieren, dass ein BWLer wie Tim Cook an der Spitze von Apple steht.

Steve Jobs geht davon aus, dass es klappt. Er hat ja Tim Cook ausdrücklich empfohlen.

Viel Erfolg!

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Wall Street Journal: iPhone 5 am 4. Oktober

Apple CEO Tim Cook
Wie das Wall Street Journal auf seinem AllThingsD-Blog berichtet wird Apple CEO Tim Cook das iPhone 5 im Zuge eines Media Events am Dienstag, den 4 Oktober 2011, vorstellen. Author John Paczowski merkt weiters an, dass sich Apples Pläne für dieses noch inoffizielle Event immernoch ändern könnten.

Tuesday, October 4.

That's the day Apple is currently expected to hold its next big media event, according to sources close to the situation, where the tech giant will unveil the next iteration of its popular iPhone.

Ob Steve Jobs das Event eröffnen wird ist nicht bekannt.

Der Verkaufsstart wird für Mitte Oktober erwartet. Die finale “Golden Master” Version von iOS 5 könnte bereits diese Woche für Entwickler zum Download angeboten werden.

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Neuer Apple-CEO: E-Mails von Tim Cook

“Apple wird sich nicht ändern”, so das Versprechen des neuen Apple-CEO Tim Cook an seine Mitarbeiter. Und so führt Cook selbst die von Steve Jobs in den letzten Jahren eingeführte Tradition fort, auch mal direkt auf E-Mails von Kunden zu antworten. Dabei scheint er weniger kurz angebunden zu sein als sein Vorgänger.

Berühmt-berüchtigt: Post von Steve Jobs

Jobs’ E-Mails waren berühmt-berüchtigt für ihren direkten Stil: Oft antwortete der Apple-CEO lediglich mit einem Halbsatz oder auch nur mit einem Wort, regelmäßig mit dem Zusatz “Von meinem iPhone/iPad gesendet”. So erklärte Jobs letztes Jahr beispielsweise, warum Apple die Xserve-Produktlinie einstellte: “Niemand hat sie gekauft”. Ein Kunde, der sich im Jahr 2008 über das Entfernen der FireWire-Schnittstelle aus MacBooks beschwerte, bekam von Jobs lediglich mitgeteilt, dass alle aktuellen HD-Camcorder USB-2.0-Anschlüsse hätten. Unvergessen sind auch eine ganze E-Mail-Diskussion zwischen Jobs und einem Online-Journalisten über die “Freiheit” im App Store – in der Jobs dem Journalisten mitteilte, dass der App Store frei von Datenklau-Programmen, Batterieverschwendern und Pornografie sei: “The times, they are a changing’”, so der bekennende Bob-Dylan-Fan Jobs.

Im Dezember 2010 kündigte Jobs rückblickend sogar indirekt Apples Cloud-Computing-Dienst iCloud an: Auf die Beschwerde eines Kunden über den Funktionsumfang von MobileMe kündigte Jobs an, dass das Angebot 2011 viel besser werde. Ob die E-Mails jedes Mal tatsächlich von Jobs stammen, ist natürlich nicht klar, jedoch spricht die Häufigkeit der veröffentlichten Nachrichten mit dem immer gleichen Schreibstil sehr wohl dafür – zumal einige mutmaßliche Empfänger von Jobs-Mails auch die Mail-Header veröffentlichten.

Viel Dank: Post von Tim Cook

Jobs’ Nachfolger Tim Cook dürfte in den letzten Tagen mit E-Mails von Kunden überschwemmt worden sein, die ihn zu seiner Beförderung zum CEO gratulieren wollten. Die meisten seiner Antworten sind kurze Danksagungen – wie beispielsweise “Thanks Zech. Tim. Sent from my iPad” an einen Kunden namens Zech.

Interessanter ist beispielsweise eine Mail, in der er auf einen Apple-Kunden und US-Soldat reagierte, der mit Apple-Produkten mit seiner Familie zu Hause kommuniziert: Cook bedankte sich für die Glückwünsche – und dafür, dass der Kunde dem Land dient. Ein Kunde, der offenbar ebenso wie Cook die Auburn-Universität besuchte, versah seine Glückwunsch-Mail mit dem “War Eagle”-Schlachtruf des American-Football-Teams der Uni. Auch darauf reagierte Cook: “Thanks Justin. War Eagle forever! Tim”.

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Tim Cook: 1 Million Aktien für 10 Jahre als CEO

Dank der strengen Regeln der US-amerikanischen Börsenaufsicht SEC durfte gestern die Öffentlichkeit erfahren, welche Zahlen auf dem Gehaltscheck des neuen Apple-CEO stehen. Ein Paket von 1 Million AAPL-Aktien gesteht Apple dem neuen Meister zu – vorausgesetzt, der hält 10 Jahre durch.

Bei dem derzeitigen Börsenkurs wäre das Paket rund 265 Millionen Euro wert. Allerdings muss Tim Cook als Nachfolger von Steve Jobs auch auf jeden Fall bis 2016 durchhalten, damit sich die Optionen überhaupt einlösen lassen. Um den gesamten Bonus zu erhalten, müsste er 2021 noch an der Führungsspitze sein. Was bis dahin mit dem Börsenwert des Papiers passiert, ist natürlich ungewiss. Analysten sagen jedoch einen nächstes Kursziel von 500 US-Dollar voraus.

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Tim Cook an Apple-Mitarbeiter: “Apple wird sich nicht ändern”

Der neue Apple-Chef Tim Cook hat am Morgen nach seiner Wahl eine E-Mail an Apple-Mitarbeiter versandt. In dieser versichert er, dass Apple unter seiner Führung nahtlos an die Zeit mit Steve Jobs als CEO anknüpfen werde: “Apple wird sich nicht ändern.” Auch bestätigt Cook, dass Jobs in seiner neuen Rolle als Verwaltungsratsvorsitzender an zukünftigen Entwicklungen beteiligt sein wird.

In der E-Mail, die Ars Technica verifizierte und veröffentlichte, erklärt Cook dem “Team”, dass er sich auf die “unglaubliche Gelegenheit” freue, “dem innovativsten Unternehmen der Welt” als CEO zu dienen. Zu Apple zu gehen, sei die beste Entscheidung gewesen, die er je getroffen habe. In den letzten 13 Jahren mit Apple und Steve Jobs zu arbeiten sei das Privileg eines ganzen Lebens gewesen. Gleichzeitig teile er aber Jobs’ Optimismus für Apples Zukunft. Jobs hatte in seinem offenen Rücktrittsschreiben erklärt, dass er glaube, dass Apple seine “hellsten und innovativsten Tage” noch vor sich habe.

Jobs sei für ihn und das gesamte Management-Team sowie alle Mitarbeiter ein “unglaublicher Leiter und Mentor” gewesen, so Cook weiter. “Wir freuen uns auf Steves fortlaufende Leitung und Inspiration als unser Vorsitzender.” Damit deutet der neue CEO an, dass der neue Ratsvorsitzende Jobs tatsächlich an zukünftigen Entwicklungen beteiligt sein wird. Ähnlich soll die Arbeitsteilung zwischen Cook und Jobs bereits in der Zeit seit Januar, in der sich Jobs gesundheitsbedingt aus dem Tagesgeschäft als CEO zurückgezogen hatte, bereits funktioniert haben.

“Ich möchte, dass ihr euch sicher seid, dass sich Apple nicht ändern wird”, fährt Cook fort. “Ich schätze und preise Apples einzigartige Prinzipien und Werte.” Jobs habe ein Unternehmen und eine Kultur aufgebaut, die sich weltweit mit keiner anderen vergleichen lasse. Daran werde Apple festhalten – “das liegt in unserer DNA.” Apple werde weiterhin die besten Produkte der Welt herstellen, die die Kunden glücklich und die Mitarbeiter stolz machten.

Cook liebe Apple und freue sich darauf, in die Arbeit in seiner neuen Rolle zu stürzen. Die “unglaubliche Unterstützung” des Verwaltungsrates, des Management-Teams und vieler der Mitarbeiter habe ihn inspiriert. Cook beendet den Brief mit einem optimistischen Blick nach vorne: “Ich bin zuversichtlich, dass unsere besten Jahre noch vor uns liegen, und zusammen werden wir Apple weiterhin zu dem magischen Ort machen, der Apple schon heute ist.”

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Tim Cook bekommt 22 Millionen – PA-Semi-Mitarbeiter verlassen Apple

Steve Jobs hat das Ruder bei Apple wieder fest in der Hand, aber mit seiner Krankheitsvertretung Tim Cook war Apple sehr zufrieden. Der Vorstand des Unternehmens hat insgesamt 22 Millionen Dollar Boni für den Chief Operating Officer des Unternehmens bewilligt. Derweil entscheiden sich führende Mitarbeiter der Apple-Tochter PA Semi gegen den Verbleib im Unternehmen.

Steve Jobs musste seinen Posten als CEO im letzten Jahr krankheitsbedingt für einige Monate ruhen lassen, währenddessen übernahm Tim Cook das Tagesgeschäft an der Spitze des Unternehmens. Für seine Arbeit an der Spitze bekommt Cook 5 Millionen US-Dollar in bar sowie 75.000 Apple-Anteile, die fast 17 Millionen Dollar wert sind.

Mehrere PA-Semi-Mitarbeiter haben Apple in den letzten Monaten wiederum verlassen, um zu dem Startup-Unternehmen Agnilux zu wechseln. Einer der Agnilux-Gründer ist der ehemalige PA-Semi-Systemarchitekt Mark Hayter. Gerüchten zufolge sollen die Chip-Entwickler mehr Spaß an der Arbeit in Startup-Unternehmen finden, manche seien wiederum über unattraktive Aktienoptionen bei Apple enttäuscht gewesen.

Externe Links

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Applekalypse – Was wäre wenn? oder Wer ist eigentlich Tim Cook?

Was würde geschehen, wenn Steve Jobs das Unternehmen eines Tages nicht mehr leiten könnte – abgesehen davon, dass es für viele Fans die Applekalypse bedeuten könnte? Es mag pathetisch klingen, dennoch ist es eine praktische Überlegung wert. Zumindest dachte sich das jetzt das CNN-Magazin Fortune und nahm den COO Tim Cook als potenziellen Jobs-Nachfolger etwas näher in Augenschein.

<p Apple ohne Steve Jobs sei völlig unvorstellbar, es gebe einfach nur einen, so das CNN-Magazin Fortune. Die Menschheit hänge an Steve – und auch die Börse, so hätten die Kurse auf den Fehlalarm über seinen vermeintlichen Herzinfarkt im Oktober sehr empfindlich reagiert. Das Magazin begründet seine plötzlichen Überlegungen zu einer Nachfolge mit zunehmenden Spekulationen über Jobs Krankheit (wir berichteten). Im Juni hatten sich Beobachter Sorgen über seinen Gewichtsverlust und seine blasse Gesichtsfarbe gemacht, habe er doch vor ein paar Jahren bereits an einer Krebserkrankung gelitten. Jobs beteuerte damals, dass es sich ausschließlich um eine Viruserkrankung handele.

Zu den Spekulationen. Tim Cook käme als Chief Operating Officer (COO) theoretisch direkt nach Steve. Er ist 48 Jahre alt, ein Fitness-Freak und Workaholic. Vor zehn Jahren hat er bei Apple angefangen, nachdem er bereits für Compaq und IBM gearbeitet hatte. Cook schloß anfangs viele Produktionsstätten der Firma und dezimierte die Lagerbestände, um Kosten zu senken, erst mit den Apple Stores stockte man die Lagerbestände wieder auf – das Konzept erwies sich offensichtlich als erfolgreich. Neben dem Top-Management bei Apple sitzt Cook auch bei Nike im Aufsichtsrat. Fortune schätzt ihn als einen genialen Geschäftsman ein, was seine Kenntnis der Wirtschaft und seine Unternehmens-Erfahrung anbelangt. Ob er Steve an Kreavität das Wasser reichen könne, bezweifelt das Magazin allerdings.

Neben Cook kämen natürlich auch schon öfter diskutierte Nachfolger wie Chef-Designer Jonathan Ive, Finanzchef Peter Oppenheimer oder Apples Senior-Vizepräsident für Retail Ron Johnson in Frage. Auch der kürzlich ins Boot gestiegene Mark Papermaster, den ein Gericht momentan noch wegen Wettbewerbsverbot gesperrt hat (wir berichteten), hätte das richtige Format.

Letztlich bleibt alles nur Spekulation und zum Glück gibt es derzeit auch keinen begründeten Anlass, an ein Leben nach Steve Jobs zu denken. Cook selbst meint dazu, dass es unmöglich sei, Steve zu ersetzen, er sei nicht austauschbar. Er sehe Steve als Siebzigjährigen mit grauen Haaren an der Spitze des Unternehmens, wenn er sich selbst bereits in die Rente verabschiedet hätte.

Bild: iBuffet, “Steve Jobs”. Some rights reserved. Flickr

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