iPhone 5: Das ist unser Design-Prototyp

Der Design-Prototyp
Auf Basis derjenigen bisher aufgetauchten oder bekannten CAD-Grafiken, Bauteile, Hinweise, Schutzhüllen und Mock-Ups, denen man am meisten Glauben schenken darf, haben wir ein dreidimensionales Computermodell errechnet.
Dieses detailreiche und -getreue, virtuelle Modell diente dann als direkte Vorlage für ein reales Werkstück, diesen Design-Prototyp eines möglichen iPhone 5.
Der Produktionsprozess glich jenem des iPad. So wurde die Rückseite ebenfalls aus einem soliden Block Aluminium gefräst und letztlich mit Glasperlen bestrahlt. Dadurch erhielten wir die vom iPad bekannte, leicht raue Oberfläche.
Mit einer Breite von 59,94 mm ist dieser Prototyp wenige Millimeter breiter als ein iPhone 4. Dafür ist er mit einer Länge von nur 109,98 mm auch etwas kürzer.
Besonders interessant ist das Seitenprofil. Auch hier haben wir uns sehr exakt an die zahlreich durchgesickerten Informationen gehalten. Deutlich zu erkennen ist die leichte Keilform des Prototyps. Die maximale Höhe beträgt am oberen Ende 6,86 Millimeter. Nach unten hin verjüngt sich das Gehäuse gleichmäßig auf schlussendlich nur noch 5,33 Millimeter.

(Im Vergleich zum Samsung Galaxy S II)
Auch wenn dieser Prototyp breiter ist, wirkt das Design handlicher und durch den größeren Bildschirm gleichzeitig auch kompakter und effizienter.
Aufgrund des allgemein runderen Formung liegt der Prototyp sehr angenehm in der Hand. Im Vergleich dazu wirkt das iPhone 4 mit seinem sehr kantigen Design geradezu klobig.

(iPhone 3GS, iPhone 4, Design-Prototyp)
Wie schon bei fast allen bisher aufgetauchten Schutzhüllen zu erkennen, ist auch hier der Stumm-Schalter auf der rechten und nicht mehr auf der linken Seite.
Zur Anordnung und der Umrandung der Kamera auf der Rückseite gibt es hingegen fast keine Informationen. Wo genau Apple das LED-Blitzlicht platzieren wird, ist ebenfalls unbekannt. Die Kameralinse und das LED-Blitzlicht dürften aber ähnlich verbaut sein wie beim iPhone 4.
Besonders bemerkenswert ist natürlich auch der in die Länge gezogene Homebutton. Hierzu halten sich schon länger Gerüchte, dass Apple von einem mechanischen Button ablässt und einen kapazitiven Homebutton verbaut. Dieser reagiert dann, genau wie das übrige Display, auf die leichteste Berührung.


Die bisher bekannten Gründe hierfür scheinen einleuchtend: Der mechanische Homebutton benötigt schlicht zuviel Platz in der Tiefe des Gehäuses. Zudem ist er als das am häufigsten verwendete mechanische Bauteil am iPhone relativ störungsanfällig.
Schon bei der ersten iPhone-Generation setzte Apple auf eine Alu-Rückseite. Da aber diese damals zu Empfangsproblemen führen konnte, kam beim folgenden iPhone 3G und iPhone 3GS Kunststoff, beim aktuellen iPhone 4 Glas zum Einsatz.
Apples reichhaltiges Patentportofolio zeigt allerdings zahlreiche Antennen-Lösungen in Kombination mit einem Metallgehäuse auf, es gibt also keinen Grund, auf ein iPhone 5 im iPad-Designstil zu verzichten.
Software
Neben dem neuen Design und der selbstverständlich schnelleren Hardware, dürfte sich die wohl die interessanteste Neuerung im Betriebssystem iOS 5 finden.
Der so genannten „Assistent“ soll das Kabinettstückchen der Software sein. Dank revolutionärer Spracherkennung würde das iPhone 5 zum persönlichen, sprachgesteuerten Assistenten.
Die in Zusammenarbeit mit Nuance und auf Basis des im letzten Jahr übernommenen Start-Ups Siri entwickelte Spracherkennung ermöglicht das Diktieren von E-Mails, SMS-Nachrichten und anderen Texten. Auch sollen sich auf “sehr intuitive Art und Weise” Informationen abfragen und auch eintragen lassen. Beispielsweise: “Termin mit Steve um 19 Uhr”, “Wie wird das Wetter morgen?” oder “Wie komme ich von hier zum nächsten Apple Store?”. Die Einsatzmöglichkeiten hierfür sind nahezu unbegrenzt.
Googles Android bietet eine ähnliche Funktion, sendet aber jede Spracheingabe zunächst über das Internet an die Google-Server. Hier werden die Daten dann analysiert, verarbeitet und anschließend zurück auf das Smartphone geschickt.
Apples Lösung soll dagegen auch ohne Internetverbindung funktionieren, da die Daten lokal auf dem Gerät verarbeitet werden können.
Dieses Ressourcen-hungrige Feature setzt natürlich auch ausreichende Rechenpower voraus. Ein Gigabyte Arbeitsspeicher und der Dual-Core-Prozessor im Apple-A5-Chip sollen die benötigte Leistung bringen.
Die Mehrheit der neuen Funktionen von iOS 5 hat Apple bereits im Zuge der diesjährigen „Worldwide Developers Conference“ (WWDC) im Juni vorgestellt.
Erneut wird auch wieder über eine Integration von Facebook in iOS 5 spekuliert. Hinweise in Form von Code-Schnipseln tauchten immer wieder in Beta-Versionen von iOS 5 auf. Den Sprung in die finale Version schaffte Facebook aber bisher nicht.
Die Hardware
Wie bereits erwähnt schlägt aller Voraussicht nach ein zweikerniges Herz im iPhone 5 – der Apple A5. Dieser kommt derzeit auch auch im iPad 2 zum Einsatz. Wo das iPad 2 aber nur über 512 Megabyte Arbeitsspeicher verfügt, hat das iPhone 5 voraussichtlich 1024 Megabyte Arbeitsspeicher.
Der Touch-Screen dürfte mit 4 Zoll Durchmesser ein gutes Stück größer sein als bei allen bisherigen iPhone-Generationen. Im iPhone 4 kommt ein 3,5-Zoll-Display zum Einsatz. Die Auflösung soll mit 960×640 Pixeln aber dieselbe bleiben.
Was die Kamera angeht, ist ein 8-Megapixel-Chip von Sony aufgrund seiner hohen Qualität wohl der beste Kandidat. Außerdem hat Sonys CEO dies bereits vor einigen Wochen beiläufig ausgeplaudert.
Wie bereits sein Vorgänger dürfte auch das iPhone 5 wieder mit 16 und 32 Gigabyte angeboten werden. Dass Apple den maximalen Speicherplatz auf 64 Gigabyte verdoppelt scheint in der “Post-PC-Ära” aber durchaus möglich.
P.S.: Wie schon im Kommentarbereich richtig erkannt fehlt bei diesem Prototypen ein Lautlos-Schalter.
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