POP3 oder IMAP? Wichtigste Unterschiede im Überblick

Selim Baykara

POP3 oder IMAP – Was ist besser? Wenn ihr ein neues E-Mail-Konto einrichtet, z.B. bei GMX,  steht ihr vor der Wahl euch für das POP3-oder das IMAP-Protokoll zu entscheiden. Beide Protokolle erfüllen prinzipiell die gleiche Funktion: E-Mails auf euren Computer oder andere Endgeräten herunterzuladen – es gibt aber einige entscheidende Unterschiede zwischen IMAP und POP3. Welche das sind, lest ihr in diesem Ratgeber.

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Richtet ihr eine E-Mail-App auf eurem Computer ein oder Mobilgerät ein, müsst ihr euch in der Regel für ein Übertragungsprotokoll entscheiden, das dafür sorgt, dass die Mails auf dem entsprechenden Gerät landen. Zur Auswahl stehen dabei üblicherweise die Protokolle POP3 oder IMAP, die genau diese Funktion erfüllen. Zwischen den beiden Standards bestehen aber einige entscheidende Unterschiede, die wir euch hier kurz erklären.

Tipp: Wie ihr IMAP mit dem bekannten Anbieter GMX einrichtet, lest ihr in dem Artikel GMX: IMAP einrichten – Einstellungen für iPhone, Android, iPad und Co. Die entsprechenden POP3-Einstellungen findet ihr hier: Mails auf dem Handy – POP3-Einstellungen für web.de, gmx und gmail.

POP3 oder IMAP: Wichtigste Unterschiede im Überblick

POP3 und IMAP sind beides Protokolle zur Verwaltung von E-Mails. Der Hauptunterschied zwischen IMAP und POP3 besteht dabei in dem Ausmaß, in dem eine Synchronisation zwischen dem Server des Providers und dem Endgerät stattfindet.

  • Bei POP3 (Post Office Protocol Version 3) werden die E-Mails von dem Server des Anbieters auf das entsprechende Endgerät heruntergeladen.
  • Dabei habt ihr die Wahl ob ihr nur einige oder alle E-Mails vom Server downloadet.
  • Die E-Mails bleiben dabei aber dem Server des Anbieters – wenn ihr euch mit einem anderen Gerät erneut in eurem Postfach anmeldet (z.B. dem Smartphone) müsst ihr die E-Mails erneut herunterladen.
  • Außerdem könnt ihr mit POP3 in diesem Fall nicht sehen, welche Mails bereits gelesen, gelöscht oder beantwortet wurden.
  • Auf gesendete Nachrichten und Entwürfe, die ihr lokal gespeichert habt, habt ihr mit POP3 zudem keinen Zugriff von einem anderen Gerät.
  • Da die E-Mails beim Herunterladen lokal gespeichert werden könnt ihr diese allerdings auch lesen, wenn ihr gerade offline seid – allerdings nur auf dem entsprechenden Gerät.

Im Endeffekt dient POP3 also nur zum Download des Posteingangs auf ein bestimmtes Endgerät – eine Synchronisierung zwischen Server und Endgerät findet bei diesem Verfahren nicht statt.

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IMAP und POP 3: IMAP leicht erklärt

Während POP3 nur für eine einfache Übertragung der E-Mails sorgt, könnt ihr mit dem IMAP-Protokoll (Internet Message Access Protocol) den vollständigen Inhalt eures E-Mail-Postfachs mit verschiedenen Endgeräten (z.B. Computer, Smartphone und Tablet) synchronisieren.

  • Nutzt ihr IMAP bleiben die E-Mails auf dem Mailserver des jeweiligen Providers und werden nur auf euren lokalen Heim-Rechner (oder ein anderes Endgerät) heruntergeladen, wenn ihr das vorher eingestellt habt.
  • Außerdem findet zwischen allen Geräten mit einem IMAP-Zugang eine ständige Synchronisation mit dem Mail-Server des Providers statt.
  • Wenn ihr z.B. eine Nachricht von eurem Computer mittels Outlook versendet, landet die Mail sowohl im Ordner “Gesendet” (in Outlook), als auch auf dem Server des Providers und auch auf anderen Geräten, etwa eurem Smartphone.
  • Im Unterschied zu POP§ sind mit IMAP daher im Prinzip alle Bewegungen in euren E-Mail-Postfächern gleich.
  • Außerdem spart ihr Speicherplatz, da die E-Mails auf dem Mailserver des Providers bleiben und nicht immer heruntergeladen werden müssen.

Nachteil von IMAP: Nicht alle Provider – aber die meisten – bieten die Option an. Die bekannten Anbieter, mit denen ihr IMAP für eure E-Mails nutzen könnt, sind: Arcor, Freenet, GMX , Gmail, Lavabit, Netasp, Outlook.com und web.de.

Lest bei uns auch, wie ihr mit der digitalen Assistentin von Microsoft Cortana E-Mails diktieren oder schreiben könnt.

Weitere Themen: Ratgeber, GMX

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