Mit dem iBand+ sollt ihr eure Träume steuern können

Stefan Bubeck

Ein absolut irres Projekt wurde jetzt auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter vorgestellt: Mit dem Schlafoptimierungs-Gadget iBand+ soll es möglich sein, seine eigenen Träume zu steuern.

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Wie wichtig Schlafen und insbesondere Träumen für unsere Gesundheit und Wohlbefinden sind, das ist schon längst über die Grenzen der Wissenschaft hinaus bekannt. Immer mehr Menschen befassen sich mit dem Thema und versuchen, ihr eigenes Schlafverhalten zu beobachten oder zu optimieren. Auf Kickstarter ist ein interessantes Gadget aufgetaucht, das hier auf eine ungewöhnliche Weise ansetzt. Das iBand+ soll einem Schlafenden dabei helfen, seine Träume zu manipulieren. Ziel sei es, einen so genannten „Klartraum“ zu haben, in dem man sich genau bewusst ist, dass man träumt und nach eigenem Willen handeln kann.

Lichtsignale machen den Traum bewusst

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Das iBand+ wird beim Schlafen wie ein Stirnband getragen. Im Prinzip handelt es sich um einen Tracker, der die Gehirnaktivität misst und dann per Bluetooth an eine passende App weitergibt. Durch die Beobachtung der Hirnwellen weiß das Gerät, wann eine REM-Phase auftaucht – also ein Schlafabschnitt, in dem intensiv geträumt wird. Jetzt wird das iBand+ aktiv: Es versucht mit Licht- und Tonsignalen zum Schlafenden durchzudringen, ohne ihn dabei aufzuwecken. Das geschieht mit LEDs im Stirnband, die auf die Augen gerichtet sind und kleinen, dazugehörigen Lautsprechern, die um das Kopfkissen geschnallt werden. Die Idee dahinter ist, dass der Träumende so subtile Hinweise erhält, die ihm dabei helfen sollen, sich seines Traumes bewusst zu werden, um dann gezielt weiter zu träumen. Die Entwickler versprechen in ihrem Video, man könne jede Fantasie Wirklichkeit werden lassen. Man könne die Grenzen der Physik und gesellschaftliche Zwänge überwinden und sogar seine “wildesten Begierden“ freisetzen. Was damit genau gemeint ist, wird zwar nicht erwähnt – aber das entscheidet ohnehin letzten Endes jeder selbst in seinem Klartraum.

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Auch als sanfter Wecker geeignet

Wenn man bereits ein LED-Stirnband mit Hirnüberwachung auf hat und daneben die passenden Lautsprecher das Kopfkissen zieren, dann kann man all die Technik natürlich auch für ganz profane Einsatzzwecke nutzen, wie zum Beispiel als Wecker. Die Idee des sanften Aufwachens durch die Simulation eines Sonnenaufgangs kennen wir bereits von Philips, die seit einigen Jahren mit der Wake-Up-Light Serie erfolgreich unterwegs sind. Das iBand+ soll das also auch können – immerhin ein Trostpflaster, falls das mit dem Klartraum nicht klappen sollte. Außerdem bietet das Gerät weitere Healthtracking-Funktionen, wie das Überwachen der Körperbewegung, des Herzschlags und der Körpertemperatur. Das iBand+ soll im Juli 2017 auf den Markt kommen, die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 279 Euro. Für Unterstützer des Kickstarter-Projekts gibt es großzügige Rabatte. Die passende App erscheint für iOS und Android.

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Hoffentlich nicht nur ein Traum

Seiner Fantasie freien Lauf lassen und den eigenen Traum zu steuern, das klingt schon fast zu schön, um wahr zu sein. Ob das iBand+ luzide Träume mit Leichtigkeit möglich macht, bleibt abzuwarten. Die vorgestellte Technik klingt auf Anhieb schlüssig und könnte die Türe in völlig neue Welten aufstoßen – wenn man davon nicht aufwacht. Eine tolle Sache wäre das allemal und wer weiß – vielleicht wird Klarträumen mal eine weit verbreitete Beschäftigung wie Netflix schauen oder Bücherlesen.

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Quelle: kickstarter

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