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Backofen zum Auskühlen offen lassen: Ja oder nein?

© Getty Images / Liudmila Chernetska
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Nach dem Zubereiten der Tiefkühlpizza oder der Weihnachtsplätzchen lässt man womöglich die Ofentür für eine Weile offen, damit der Ofen auskühlt. Ist das gut und bringt das überhaupt etwas?

Der Gedanke hinter der offenen Ofentür ist meist, dass heiße Luft und Feuchtigkeit aus dem Gerät abziehen kann. Zudem können sich möglicherweise die Dichtungen an der Tür so besser erholen. Doch die offene Backofentür ist eher eine „Urban Legend“, als ein sinnvoller „Life Hack“. Moderne Öfen benötigen keine offene Tür, damit sie gesund auskühlen können. Stattdessen kann das sogar schädlich sein.

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Nach dem Backen: Soll man die Ofentür offen lassen?

Expertin Claudia Oberascher, Sprecherin der Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung (HEA) und Projektleiterin der Initiative Hausgeräte+ in Berlin sagt in Ökotest, dass bereits seit vielen Jahren in Backöfen „Querstromlüfter“ eingebaut werden. Diese sind genau dazu da, heiße Luft und Feuchtigkeit aus dem Innentraum zu befördern. Diese Lüfter sorgen dafür, dass man Öfen nach der Backphase nicht noch offen stehenlassen muss. Ob ein Querstromlüfter verbaut ist, entnimmt man den Herstellerangaben für das Gerät. Bei einem Großteil der Geräte aus den letzten 20 Jahren sollte das der Fall sein. Man erkennt sie auch am Ventilatoren-ähnlichen Geräusch während der Arbeit, auch wenn keine Umluft-Funktion aktiviert ist.

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Einige Hersteller geben sogar explizit an, dass man die Ofentür nach dem Zubereitungsvorgang geschlossen halten soll, um Hitze- und Feuchtigkeitsschäden an nebenstehenden Möbelstücken zu verhindern. Dabei handelt es sich in der Regel aber nur um einen allgemeinen Sicherheitshinweis, der im Alltag eher unbedeutend ist. Volker Irle, Geschäftsführer der „Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche (AMK)“ gibt an, dass sowohl Küchengeräte als auch Möbel, die man in Deutschland kaufen kann, bestimmten Qualitätsprüfungen unterzogen werden, nach denen solche Schäden eher nicht auftreten sollten. Je nach Küchenaufbau könnten aber durch die austretende Feuchtigkeit zum Beispiel Tapeten oder Wandfarbe beeinträchtigt werden. Das gilt auch für günstig verarbeitete Küchenmöbel.

Backofentür offen lassen oder nicht?

Wer die Backofentür offen stehen lässt, sorgt zudem dafür, dass sich mehr Feuchtigkeit in den Wohnräumen verteilt. Das kann Schimmelbefall an den Wänden begünstigen. Zudem steigen bei offener Tür mehr Gerüche in die Räume. Je nach Gericht kann das angenehm, aber auch unangenehm werden, wenn der Bratengeruch über eine längere Zeit in der Luft hängt.

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Im Winter kann man die austretende Hitze jedoch nutzen, wenn man die Heizung in der Wohnung nicht zu sehr aufgedreht hat. Dann sollte man die Ofentür jedoch komplett öffnen. Öffnet man sie nur einen Spalt, entweicht die heiße, feuchte Luft konzentriert an einer Stelle und schadet zum Beispiel einer darüber liegenden Arbeitsplatte. Auch wenn es in den eigenen vier Wänden dauerhaft sehr trocken ist, kann man die Ofentür nach dem Backen öffnen, um das Raumklima angenehmer zu gestalten. Hat man hingegen Kinder im Haus, sollte die Tür immer geschlossen bleiben, um einen unangenehmen Kontakt mit dem heißen Ofen oder ein Stolpern über die offene Tür zu vermeiden.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, hält sich idealerweise an die Herstellerangaben, die man in der Bedienungsanleitung des Backofens findet. Dort wird meistens geklärt, ob man die Ofentür zum Auskühlen offen lassen sollte oder nicht. An anderer Stelle geben wir Tipps, wie ihr im Backofen grillen könnt. Und soll man vorheizen oder nicht?

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