Mindestens genauso wichtig wie ein leistungsfähiger Rechner ist die passende Peripherie. Gerade was Gaming-Mäuse angeht, gibt es eine riesige Bandbreite an Modellen, die allesamt mit den unterschiedlichsten Zusatzfunktionen ausgestattet sind. GIGA vergleicht einige der besten Exemplare und erklärt, worauf ihr beim Kauf einer Gaming-Maus unbedingt achten solltet.

 

Kaufberatung

Facts 

Neben der Tastatur ist die Maus eines der wichtigsten Werkzeuge, die euch im Spiel zum Sieg verhelfen können. Doch was sollte so eine Gaming-Maus überhaupt können? Möchtet ihr die Freiheit einer kabellosen Verbindung genießen oder doch lieber ein kabelgebundenes Modell? Sind euch Zusatztasten oder RGB-Beleuchtung wichtig? Wir stellen verschiedene Exemplare vor, die sich unter anderem für Shooter, MMOs oder auch Linkshänder eignen.

Gaming-Mäuse 2020 im Test: Die besten Modelle in der Übersicht

PlatzierungModellPreisAngebot
Preis-Leistungs-Tipp:Razer Deathadder Eliteca. 60 EuroZu Amazon
Ideal für MMOs:Logitech G604 Lightspeedca. 75 EuroZu Amazon
Ultraleicht:Sharkoon Light² 200ca. 50 EuroZu Amazon
Für beide Hände:Logitech G903 Lightspeedca. 120 EuroZu Amazon

Preis-Leistungs-Tipp: Razer Deathadder Elite

Die Razer Deathadder Elite kann vor allem in Sachen Ergonomie punkten. Die Wölbung der Maus schmiegt sich ideal an die Hand an, das Mausrad bietet zusätzlichen Grip beim Scrollen und mit den beiden gummierten Seitengriffen gehört versehentliches Verrutschen der Vergangenheit an. Zwei seitliche Zusatztasten und ein Sensor mit bis zu 16.000 DPI runden das Gesamtpaket unseres Preis-Leistungs-Tipps ab. Wer sich auch mit weniger zufriedengibt, könnte alternativ auf die nochmal etwas günstigere Logitech G203 Lightsync zurückgreifen.

Vorteile:

  • Hohe Ergonomie
  • Mechanische Schalter
  • Preis-Leistung

Nachteile:

  • Kabelgebunden
Razer DeathAdder Elite

Razer DeathAdder Elite

Gaming-Maus für MMOs: Logitech G604 Lightspeed

Wer einen Allrounder sucht, kann mit der Logitech G604 Lightspeed kaum etwas falsch machen. Insbesondere die exzellente Akkulaufzeit von bis zu 240 Stunden oder sogar fünfeinhalb Monate im Bluetooth-Modus macht sie zu einem treuen Begleiter. Zum Abtasten kommt der Hero-16k-Sensor mit bis zu 16.000 DPI zum Einsatz. Durch die acht zusätzlichen Tasten eignet sich dieses Modell außerdem bestens für MMOs und dergleichen. Zusammen mit der enthaltenen AA-Batterie wiegt die Maus dafür satte 135 Gramm, was insbesondere bei Shootern schnell zu einer Ermüdung der Handgelenke führen kann. Das sollte vor dem Kauf also berücksichtigt werden.

Vorteile:

  • Extrem lange Akkulaufzeit
  • Kabellos per Dongle oder Bluetooth nutzbar
  • Zahlreiche Zusatzbuttons
  • Mausrad mit Freilauf

Nachteile:

  • Hohes Gewicht
  • AA-Batterie statt Akku
Logitech G604 Lightspeed

Logitech G604 Lightspeed

Ultraleichte Gaming-Maus: Sharkoon Light² 200

Mit gerade mal 62 Gramm ist die Sharkoon Light² 200 wahrlich ein Hauch von nichts. Dennoch ist dieses Leichtgewicht mit einer Vielzahl nützlicher Features ausgestattet. So lassen sich in etwa die mit Magneten fixierte Oberschale sowie die DPI-Taste problemlos austauschen. Außerdem verfügt der Nager über einen optischen Sensor mit bis zu 16.000 DPI, zwei programmierbare Zusatzbuttons und mechanische Schalter. Abgerundet wird das Ganze durch die RGB-Beleuchtung, die sich mittels Software frei nach eurem Belieben anpassen lässt. Gerade Shooter-Fans dürften hier voll auf ihre Kosten kommen, da sich eine derart leichte Maus deutlich präziser bedienen lässt und obendrein die Handgelenke schont.

Vorteile:

  • Geringes Gewicht
  • Modulares Design
  • Mechanische Schalter
  • Vielfältige RGB-Beleuchtung

Nachteile:

  • Kabelgebunden
Sharkoon Light² 200

Sharkoon Light² 200

Gaming-Maus für beide Hände: Logitech G903 Lightspeed

Die Logitech G903 Lightspeed löst direkt zwei der größten Probleme von kabellosen Gaming-Mäusen: Sie eignet sich sowohl für Links- als auch für Rechtshänder und außerdem geht ihr nie der Strom aus. Letzteres trifft allerdings nur dann zu, insofern man im Besitz des kabellosen Ladesystems Logitech G Powerplay ist. Dieses Mauspad ermöglicht nämlich das drahtlose Laden der Maus und versorgt sie somit stetig mit Strom. Doch auch ohne diese spezielle Unterlage hält der Akku dieses Exemplars bis zu 180 Stunden. Die vier seitlichen Zusatztasten sind magnetisch gesichert und lassen sich somit auf beiden Seiten beliebig anpassen.

Vorteile:

  • Für Links- und Rechtshänder geeignet
  • Lange Akkulaufzeit
  • Mechanische Schalter
  • Mausrad mit Freilauf
  • Kabellos

Nachteile:

  • Hoher Preis
Logitech G903 Lightspeed

Logitech G903 Lightspeed

So wurde ausgewählt

Seid ihr auf der Suche nach einer passenden Gaming-Maus, kann die riesige Auswahl durchaus überfordernd sein. Soll die Maus per Kabel oder doch lieber kabellos verbunden sein? Welche anderen Eigenschaften einer Maus sind wichtig, wenn ich primär Shooter oder MMOs zocke? Bei unserer Auswahl wurden daher bewusst Exemplare gewählt, die sich für ein breites Spektrum an Spielen eignen und zusätzlich ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis aufweisen. Um euch den bestmöglichen Überblick verschaffen zu können, haben wir neben unseren eigenen Erfahrungen ebenso externe Nutzerwertungen in unsere Entscheidung mit einfließen lassen.

Gaming-Maus kaufen: Das solltet ihr unbedingt beachten

Kabellos vs. Kabelgebunden

Lange Zeit hatten kabellose Gaming-Mäuse mit dem Ruf zu kämpfen, dass sie bei der Signalübertragung lange nicht so zuverlässig sind wie ihre kabelgebundenen Vertreter. Durch immer fortschrittlichere Sensoren gehören derartige Probleme aber längst der Vergangenheit an. Der größte Vorteil von kabellosen Mäusen liegt in der Bewegungsfreiheit, die man gegenüber einer Maus mit Kabel hat. Gerade bei Spielen, die schnelle oder ruckartige Bewegungen erfordern, kann das einen enormen Unterschied ausmachen.

Einen entscheidenden Nachteil haben kabellose Mäuse dennoch: Sie benötigen einen Akku. Je nach Modell kommen die Nager aber inzwischen mehrere Wochen oder sogar Monate ohne Aufladung aus. Einige Gaming-Mäuse lassen sich außerdem drahtlos mit speziellen Mauspads laden, um dieses Problem zu umgehen. Allerdings sind damit weitere Kosten verbunden. Wer sich am Kabel stört, kann ansonsten auch mit einem Maus-Bungee nachhelfen.

Ergonomie

In Sachen Ergonomie ist vor allem die Form der Maus wichtig – ein Großteil der Gaming-Mäuse eignet sich nämlich ausschließlich für Rechtshänder. Eine symmetrisch geformte Maus hingegen kann auch von Linkshändern genutzt werden. Außerdem gibt es unterschiedliche Arten wie ihr eure Maus greifen könnt: Palm-Grip, Claw-Grip und Fingertip-Grip.

Der Palm Grip wird am häufigsten verwendet. Hier liegt der Handballen oben auf der Maus auf, Daumen und kleiner Finger befinden sich an den Seiten. Die Maus wird mit dem ganzen Arm bewegt und daher schont dieser Griff auch das Handgelenk und die Finger. Für maximalen Komfort sollte die Form der Maus von der Handgröße abhängig gemacht werden.

Beim Claw-Grip liegt die Hand ähnlich auf wie beim Palm Grip, allerdings sind die Finger angewinkelt. Die Fingerkuppen liegen somit leicht auf den Maustasten auf. Auch hier wird der ganze Arm zur Bewegung benutzt. Diese Art von Griff ist sehr vielseitig und funktioniert problemlos mit den meisten Mäusen.

Beim Fingertip-Grip wird die Maus ausschließlich durch Schieben und Ziehen mit den Fingerkuppen bewegt. Hierfür eignet sich vor allem eine leichte und kompakte Maus.

DPI

Die Abkürzung DPI steht für „dots per inch“ und gibt in diesem Fall an, wie viele Punkte die Maus innerhalb von einem Zoll (2,54 cm) abtasten kann. Einfacher ausgedrückt: Je mehr DPI eure Maus hat, desto schneller bewegt sich der Mauszeiger über den Bildschirm. Viele Hersteller werben hier mit immer höheren DPI-Werten für ihre Gaming-Mäuse, doch mehr heißt nicht immer besser. Viel wichtiger ist die Möglichkeit, den DPI-Wert je nach Bedarf per Knopfdruck oder per Software anpassen zu können.

Was Shooter anbelangt, so schwören die meisten Profis sogar auf eine eher niedrigere DPI-Zahl, um so die Präzision beim Zielen zu maximieren. Außerdem spielen noch weitaus mehr Faktoren wie in etwa die Mausbeschleunigung oder Sensibilität eine Rolle. Im Idealfall probiert ihr also sämtliche Einstellungen aus so lange bis ihr mit dem Endresultat zufrieden seid.

Ihr bevorzugt hin und wieder doch ein Gamepad? Findet hier heraus, welches am besten zu euch passt:

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Lift-Off-Distanz

Hierbei handelt es sich um den notwendigen Abstand zwischen Maus und Unterlage, damit die Bewegungserkennung noch einwandfrei funktioniert. Der Großteil moderner Gaming-Mäuse ist inzwischen ohnehin mit optischen Sensoren ausgestattet, die meist über eine größere Toleranz verfügen. Durch entsprechende Software lässt sich die Lift-Off-Distanz meist nach Belieben konfigurieren.

Signalrate

Zu guter Letzt müssen sämtliche Eingaben der Maus entsprechend an den Rechner übermittelt werden. Die Signalrate gibt dabei an, in welchen Abständen das passiert. Je höher der Wert, desto geringer ist also die Verzögerung zwischen Eingabe und Ausführung des Befehls. Auch hier bewegen sich die meisten Exemplare namhafter Hersteller auf einem ähnlichen Level und verfügen über eine Signalrate von 1.000 Hz, was somit einem Input-Lag von gerade mal 1 ms entspricht – das gilt im Übrigen sowohl für kabellose Mäuse als auch für welche mit Kabel.

Welche Maus eignet sich am besten für mich?

Bei der Wahl einer passenden Gaming-Maus solltet ihr in erster Linie auf die Ergonomie achten. Seid ihr Links- oder Rechtshänder und wie greift ihr eure Maus? Je nachdem wie eure Antworten ausfallen, solltet ihr euch also nach einer entsprechend geformten Maus umsehen. Hinterher könnt ihr euch dann Gedanken darüber machen, welche zusätzlichen Features ihr benötigt: austauschbare Gewichte, RGB-Beleuchtung, Zusatzbuttons oder spezielle Software? Als kleine Entscheidungshilfe stellen wir im Folgenden einige typische Szenarien vor:

Welche Gaming-Maus soll ich kaufen?

  • Gelegenheitsspieler: Eine simple Gaming-Maus mit zwei seitlichen Zusatzbuttons und ohne unnötigen Schnickschnack sollte in diesem Fall genügen. Der Griff zur kabelgebundenen Maus wäre daher empfehlenswert, da diese Modelle meist auch deutlich günstiger sind.
  • Shooter: Solltet ihr primär im Bereich der FPS-Games unterwegs sein, zählt vor allem eins: Präzision. Daher sollte die Maus über einen fähigen Sensor sowie eine entsprechende Signalrate verfügen. In dieser Hinsicht stehen kabellose Mäuse ihren kabelgebundenen Vertretern aber in nichts mehr nach, weshalb es eher auf eure persönlichen Präferenzen ankommt – mehr Bewegungsfreiheit oder doch lieber eine ultraleichte Maus mit Kabel?
  • MMOs: Fans von Rollenspielen oder dergleichen stehen oft vor dem Problem, dass es zu viele Fähigkeiten aber zu wenig gut erreichbare Tasten gibt. Eine Gaming-Maus mit zusätzlichen programmierbaren Tasten kann hier Abhilfe schaffen. So bleiben sämtliche Skills stets in Reichweite und ebenso sind Makros oder andere Funktionen nur einen einzigen Mausklick entfernt.

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