iMac 2019: Diesen Nachteil des Apple-Computers für 1.499 Euro sollte man beim Kauf beachten

Stefan Bubeck 15

Apple verspricht beim neuen iMac 2019 eine „zweifache Leistungssteigerung“, was auf Anhieb gut klingt. Die Sache hat allerdings einen Haken, denn beim Speicher sollte man vor dem Kauf unbedingt in die Konfiguration gehen und eine wichtige Änderung vornehmen.

iMac 2019: Diesen Nachteil des Apple-Computers für 1.499 Euro sollte man beim Kauf beachten

iMac 2019: Langsame Festplatte als Standardausstattung

Das Apple-Forum auf Reddit ist eine Hochburg der Apple-Fans, die normalerweise auch bei fragwürdigen Entscheidungen aus Cupertino stets auf Seiten des Herstellers sind. Diesmal ist es anders, denn die Threads unterhalb der Apple-Pressemitteilung zu den überraschend vorgestellten iMacs 2019 kennen fast nur ein Thema: Warum sind da immer noch Magnetfestplatten mit 5.400 Umdrehungen verbaut? Die waren laut „ADefiantGuy“ schon 2012 schrecklich langsam – eine Einschätzung, der man sich nur anschließen kann.

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Jedem Computernutzer mit technischem Grundlagenwissen ist seit Jahren bekannt: Der Datenspeicher für persönliche Dateien und das Betriebssystem ist ein Flaschenhals – wenn die Festplatte lahm ist, dann ist der ganze Rechner lahm. Abhilfe schaffen da schnelle SSDs (Solid-State-Drives), die über deutlich höhere Transferraten und Zugriffszeiten als magnetische Festplatten haben. Abgesehen davon sind sie robuster und arbeiten geräuschlos. Dass Apple in den neuen iMacs immer noch auf Festplatten setzt, entwickelt sich zu einer Art Running Gag, der jedes Jahr aufs neue fortgesetzt wird. Für manche Kommentatoren ist dieses völlig veraltete Ausstattungsmerkmal in der Standardkonfiguration sogar ein handfester Skandal, wie „FuturePreparation“ in die Runde wirft: „Mal im Ernst, den iMac so an Laien zu verkaufen, das ist grenzwertig betrügerisch.“

Hervorragender All-In-One-PC, aber nur mit SSD

Schauen wir uns im Apple Store die zwei Modelle an, auf die sich das geschilderte „Problem“ bezieht. Zum einen ist da der alte 21-Zoll-iMac (2,3 GHz Dual‑Core Prozessor, 1 TB Speicherplatz) und dann das jetzt vorgestellte 2019er-Modell (Retina 4K Display, 3,6 GHz Quad‑Core Prozessor). Hier sind standardmäßig langsame Festplatten mit 5.400 Umdrehungen verbaut – in Anbetracht der sonstigen hochmodernen Komponenten eine wirklich bizarre Kombination.

Beim teuersten 21-Zoller und bei allen drei 27-Zoll-Modellen kommt das sogenannte Fusion Drive zum Einsatz, bei dem eine Festplatte mit einer kleinen SSD kombiniert ist – das bringt beim Booten und in der allgemeinen Nutzung einen Geschwindigkeitsschub. Der Weisheit letzter Schluß ist aber auch diese Lösung nicht – am besten sind immer noch richtige SSDs.

Deshalb unsere Empfehlung vor dem Kauf: Man sollte seinen iMac so konfigurieren, dass die Festplatte durch eine SSD ersetzt wird. Dabei verzichtet man gegebenenfalls auf schiere Speichergröße, aber dafür ist der Computer dann insgesamt flotter und somit zukunftsfähig. Das führt zu Mehrkosten, so wird bei Apple für eine SSD mit 256 GB Kapazität ein Aufpreis von 240 Euro fällig. Damit steigt der Preis des neuen 4K-Modells von 1.499 Euro auf insgesamt 1.739 Euro. Deutlich teurer, aber das ist es wert! Alternativ nimmt man wenigstens das Fusion Drive (120 Euro Aufpreis) oder greift gleich zur besten wird.

Wieso Apple weiterhin feine Komponenten wie ein hervorragendes 4K-Display und aktuelle Intel-Prozessoren mit altertümlichen Festplatten kombiniert, das ist uns (und auch dem Rest der Branche) ein Rätsel. Auch wenn die Aufregung groß ist: Der iMac bleibt eines der besten All-In-One-Systeme, das man sich kaufen kann – man sollte aber vorher diesen „Speicher-Makel“ unbedingt entfernen. Dann erwirbt man einen Rechner, der über Jahre treue Dienste leistet und einen ausgesprochen hohen Wiederverkaufswert erzielt, wenn man ihn eines Tages weggibt.

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