Das war Windows ME – das Betriebssystem, das nie sein sollte

Robert Schanze

Windows ME kam für viele sehr überraschend und wurde zuerst in der Form nicht erwartet. Wir zeigen euch, wie das alte Microsoft-Betriebssystem auf DOS-Basis aussah und funktionierte.

Im Video zeigen wir, wie Windows ME damals so war:

Windows ME von GIGA revisited.

Windows ME (Millenium Edition) kam am 14. September 2000 für Endanwender auf den Markt. Es war das letzte Betriebssystem auf DOS-Basis (Windows XP basierte schon auf der stabileren NT-Technologie). Allerdings war es so eigentlich nicht geplant gewesen.

Windows ME
Release 14. September 2000
Systemtyp 16/32-Bit
CPU-Architektur x86
Versionsnummer Windows 4.90.3000
Preis Vollversion 205 Euro
Support-Ende 31.12.2003 (Endanwender)
30.06.2006 (Firmen)

Windows ME sollte gar nicht existieren

Eigentlich sollte Windows 98 das letzte Betriebssystem sein, das auf der DOS-Linie basiert. Microsoft plante Windows NT (für Firmen) und das neue Windows (für Endanwender) in Windows 2000 zu vereinen. Letztlich wurde die Trennung aber noch beibehalten:

  • Windows ME wurde für Endanwender veröffentlicht (DOS-Basis).
  • Windows 2000 wurde für Unternehmen veröffentlicht (NT-Basis).

Windows ME war bei Nutzern nicht sehr beliebt, da es sehr instabil sein konnte und im Vergleich zu Windows 98SE mitunter relativ oft abstürzte.

Die „neuen“ Funktionen von Windows ME

  • DirectX 8.0
  • Media Player 7.0 (Neben Wiedergabe neuerdings auch Medienverwaltungsprogramm)
  • Windows Movie Maker (Schnittprogramm)
  • Integriertes Entpacken und Packen von ZIP-Archiven
  • Fehlender MS-DOS-Modus

Minimale Systemanforderungen

Prozessor Intel Pentium 150 MHz
Arbeitsspeicher 32 MB
Festplatte 320 MB freier Speicherplatz
Laufwerke CD-ROM- und Disketten-Laufwerk
Grafikkarte VGA-kompatible Grafikkarte

Der Preis

Windows ME kostete als Vollversion 205 Euro. Es gab allerdings auch Update-Versionen:

  • Update von Windows 95: 118 Euro
  • Update von Windows 98: 76 Euro

So könnt ihr übrigens Windows 3.1 ausprobieren:

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Windows 3.1 erleben mit Virtualbox – so geht's.

Die Optik

Die grafische Benutzeroberfläche wurde von Windows 200 übernommen und erinnert stark an Windows 95 und 98. Allerdings wurde sie etwas überholt und mit neuen Symbolen versehen, was einen moderneren Look ergab.

  • Das Startmenü blendete nicht genutzte Einträge nach einer gewissen Zeit automatisch aus.
  • Verbesserter Windows-Explorer zeigte mehr Informationen an.

Mein erstes Betriebssystem war Windows 3.1. Danach kam Windows 98, ME, XP und 7. Vista, Windows 8 oder Windows 10 sind nicht meine Betriebssysteme. Mittlerweile bin ich bei Linux Mint Cinnamon gelandet. Wie sehen eure Erfahrungen aus? Schreibt sie uns gerne in die Kommentare.

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