Die besten kostenlosen Schreibprogramme für Zuhause, Uni und Büro

Marco Kratzenberg

Bereits in den 80ern konnte sich Microsoft Word als Marktführer unter den Schreibprogrammen etablieren. Zuerst auf dem DOS- bzw. Windows-PC, später sogar auf Apple-Rechnern. Und jeder Konkurrent – von denen es viele gibt – musste sich daran messen.

Im Prinzip ist es egal, welches Programm man verwendet, wenn man neu anfängt. Dann muss man die Bedienung der Software sowieso komplett neu erlernen und wird nicht durch alte Gewohnheiten blockiert. Doch wenn man an Word gewöhnt ist, will man sich nicht ungewöhnen. Und außerdem ist es natürlich wichtig, dass das Programm die Daten im Word-Format einlesen und speichern kann. Das haben wir berücksichtigt bei der Beurteilung der besten kostenlosen Schreibprogramme.

Ein gleich vorab: Die Schreibprogramme sind meist Bestandteil von kostenlosen Office-Paketen. Diese enthalten dann das Schreibprogramm und zusätzlich noch andere Module, wie etwa eine Tabellenkalkulation, ein Präsentationsprogramm oder eine Datenbankanwendung. Reine Textverarbeitung ohne weitere Zusätze sind nicht in vernünftiger Form zu finden. Allerdings bieten die Officepakete in der Regel die Möglichkeit, nur einzelne Teile zu installieren und so eine Menge Platz zu sparen.

Das bekannteste kostenlose Schreibprogramm: OpenOffice Writer

Wer Microsoft Word schon längere Zeit benutzt, wird sich im kostenlosen Schreibprogramm Writer aus der OpenOffice-Suite sofort zurechtfinden. Viele Gestaltungselemente erinnern stark an ältere Word-Versionen. Von der Leistungsfähigkeit her muss sich Writer auf keinen Fall hinter Word verstecken und selbstverständlich wird das Dateiformat sowohl beim Laden wie beim Speichern unterstützt.

In der Bedienung von OpenOffice Writer findet man sich sofort zurecht, wenn man bereits mit einer anderen Textverarbeitung gearbeitet hat. Natürlich gibt es eine (sehr gute) Rechtschreibkontrolle sowie einen Thesaurus. Wir können Grafiken importieren und wenn man das gesamte Programmpaket installiert, auch die Daten aller anderen Module. Ein guter PDF-Export ist gleich eingebaut.

Der Aussteiger unter den kostenlosen Schreibprogrammen: LibreOffice Writer

Die Namensgleichheit zwischen OpenOffice Writer und LibreOffice Writer kommt nicht von ungefähr und ist das Ergebnis eines internen Zanks. Ursprünglich arbeiteten die Entwickler von LibreOffice nämlich bei OpenOffice mit, doch als das Projekt von Oracle übernommen wurde, wollten um 2010 einige Programmierer lieber ein eigenes Projekt aufziehen und so nahmen sie den Quellcode und entwickelten ihn unter neuem Namen weiter.

Die meisten Anwender werden die – teilweise recht winzigen – Unterschiede zwischen dem einen und dem anderen Programm nicht wirklich bemerken. LibreOffice bietet eine Wortzählung in der Statusleiste, die OpenOffice sicher demnächst auch nachliefern wird. Der eine kann hier punkten, der andere da. Aber insgesamt ist es definitiv ein Ding der persönlichen Vorlieben. Während der Entwicklungsfortschritt aufgrund der verschiedenen Besitzeränderungen von OpenOffice etwas stagnierte, blieben die Entwickler der Konkurrenz fleißig am Ball. Und diese Kontinuität bei der Weiterentwicklung und vor allem auch der Fehlerbeseitigung wird von den LibreOffice-Fans immer wieder ins Feld geführt.

Das geschenkte kostenlose Schreibprogramm: SoftMakers TextMaker

Auch das Programm TextMaker hat eine lange Geschichte, die in Deutschland bereits zu DOS-Zeiten begann. Stetige Weiterentwicklung und ein sehr guter Preis haben dafür gesorgt, dass das FreeOffice der Firma TextMaker sich bis heute einen guten Platz auf dem Markt sichern konnte.

Hinsichtlich der Features und der Kompatibilität muss sich TextMaker nicht hinter der Konkurrenz verstecken. Es bietet die Optionen der anderen Programme und hat eine angenehme, nicht verspielte Oberfläche. Das gesamte FreeOffice bekommt man direkt beim Hersteller. Das Programm nimmt beim Download deutlich weniger Platz weg, als es bei den anderen der Fall ist. Um es nutzen zu können, muss man sich allerdings auf der Seite registrieren und bekommt dann den Code per E-Mail zugesandt. Diese Registrierung ist mit einem Newsletter verbunden, den man allerdings mit einem Klick wieder abbestellen kann.

Fazit

Das Fazit ist ein bisschen schwer und führt uns zum Problem des Anfangs zurück. Denn wofür man sich letztendlich entscheidet, ist eine Frage der persönlichen Vorlieben. Technisch unterscheiden sich die Programme alle nicht wesentlich. Sie sind sowohl für gelegentlich Schreibaufgaben geeignet, wie auch zur Erstellung kompletter Doktorarbeiten. Kostenlose Schreibprogramme gibt es genug. Man muss sich nur eins aussuchen.

Microsoft Office oder eine kostenlose Alternative?

Microsoft Office war lange Zeit die unangefochtene Nummer Eins bei Büro-Software. Inzwischen gibt es aber zahlreiche Alternativen, die man sich kostenlos herunterladen kann. Was nutzt ihr lieber? Nehmt an unserer Umfrage teil und erfahrt, wie die anderen Leser abgestimmt haben!

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