Welche Powerbank kaufen? 5 Top-Empfehlungen für USB-Akkus

Sebastian Trepesch

Wer sich einen Zusatzakku für sein Smartphone, iPad, Nintendo Switch oder andere kleine Stromverbraucher kaufen möchte, stellt schnell fest: Der Markt der Powerbanks ist groß und unübersichtlich, die Preisunterschiede groß. Wir bringen Licht ins Dunkle:

Welche Powerbank kaufen? 5 Top-Empfehlungen für USB-Akkus
Bildquelle: GIGA.

Im Laufe der Jahre habe ich bei GIGA einige Powerbanks getestet und mir zugelegt. Welchen USB-Akku man wählt, macht man am besten vom Einsatzszenario abhängig. Ich habe deshalb empfehlenswerte Produkte für unterschiedliche Situationen und Interessen herausgesucht:

Die Kleine: Powerbank als Smartphone-Notbehelf unterwegs

Meistens packe ich nur eine kleine Powerbank in das Gepäck – ob das nun eine Wochenendfahrt mit Zügen ohne Steckdose ist (und ich das Zugticket natürlich auf dem Smartphone gespeichert habe), oder die Backpackers-Tour, bei der man alles auf ein möglichst geringes Gewicht trimmt. Günstige Produkte aus diesem Segment laden langsam, helfen aber im Notfall weiter, das Smartphone für einige Stunden oder gar ein zwei Tage weiter zu betreiben oder nach einer Kälteabschaltung neuzustarten.

Tntor Slim Ladegerät:

Vor- und Nachteile des Tntor Slim Ladegeräts:

+ dünn (4 Millimeter) und leicht (58 Gramm)
+ integriertes Miniladekabel (MicroUSB, Lightning für iPhone)
- langsames Aufladen (1 A)
- für USB-C-Geräte ist Adapter notwendig*
- No-Name-Produkt (aber auf Amazon gut bewertet)

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Die Ausdauernde: Für lange Reisen und Nintendo-Switch-Sessions

Wer denkt, mit einer 5.000-mAh-Powerbank kann man seinen 2.500-mAh-Akku im Smartphone zwei Mal voll aufladen, der wird jetzt enttäuscht sein: Aufgrund von Verlusten und einer Restmenge in den Batteriezellen kommt man eher auf eineinhalb Mal. Ist man mehrere Tage fern von einer Stecktose, läuft GPS im Dauerbetrieb, möchte man auch ein Tablet oder die Nintendo Switch laden, holt man sich einen möglichst großen Akku.

Anker PowerCore:

Vor- und Nachteile der Anker PowerCore:

+ hohe Kapazität
+ 3 USB-Ausgänge und schnelles Laden (insg. max. 6 A)
+ schnelles Aufladen der Powerbank über zwei MicroUSB-Ports
- groß und schwer (499 Gramm)

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Die Unabhängige: Powerbank mit Solarstrom

Am Grand Canyon habe ich mal einen Wanderer mit einer solarbetriebenen Powerbank am Rucksack getroffen. Er erzählte, dass er mehrere Tage unterwegs sei und GPS nutze – da sei die Solarlösung für ihn die beste Lösung. Für sonnige Reisen ein interessantes Produkt, für manche Tour abseits der Zivilisation die Lösung.

Hiluckey Solar Powerbank:

Vor- und Nachteile der Hiluckey Solar Powerbank:

+ hohe Kapazität
+ grüner Strom fürs Smartphone
+ auch über Steckdose aufladbar
- Ladedauer wetterabhängig
- groß und schwer (472 Gramm)

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Die Komfortable: Kabelloses Laden über den Zusatzakku

Wer sich den Kabelsalat sparen will und lieber auf kabellose Methoden setzt, bekommt auch schon Qi-Powerbanks. Für einen Flug mit Turbulenzen ist das aber keine sinnvolle Lademethode. Besonderheit der hier vorgestellten mophie-Station: Sind Smartphone und Powerbank leer, lädt die Station bei Stromanschluss zuerst das Handy auf.

mophie powerstation XXL:

Vor- und Nachteile der mophie powerstation XXL:

+ hohe Kapazität
+ Aufladen über USB und kabellos
- Qi-Laden unterwegs weniger geeignet

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Die Universelle: Smartphone-Powerbank für alle Fälle

Wer kein spezielles Anwendungsszenario für seine Powerbank sieht und eine für alle Einsätze möchte, für den kommt hier der Kompromiss-Akku mit guter Qualität und Ausstattung. Eine Kapazität von 10.000 mAh reicht selbst für ausgedehnte Pokemon-Go-Sessions, und den Noise-Cancelling-Kopfhörer kann man trotzdem noch aufladen.

Ansmann Powerbank Quickcharge 3.0:

  • 10.000 mAh (auch mit 15.000 mAh und 20.000 mAh verfügbar)

Vor- und Nachteile der Ansmann Powerbank Quickcharge:

+ für die meisten Situationen einsetzbar
+ schnelles Laden

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Powerbank auch im Handgepäck des Flugzeugs

Zum Schluss noch ein Hinweis für alle, die ihre Powerbank auf Flugreisen mitnehmen wollen: Die maximal zulässige Gesamtenergieleistung eines Akkus ist von Fluggesellschaft zu Fluggesellschaft unterschiedlich. Eine Empfehlung liegt bei 100 Wh, damit wäre eine Powerbank mit einer Kapazität von 20.000 mAh noch erlaubt (genaueres im Artikel zu Powerbanks im Flugzeug). Übrigens: Die Powerbanks gehören ins Handgepäck und nicht in das Aufgabegepäck.

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