Ransomware: 4 schlaue Lösungen, sich präventiv zu schützen

Robert Schanze 1

Ransomware wird irgendwann auch euren Rechner befallen. Virenscanner sind dabei die schlechteste Lösung, um sich zu schützen. Wir zeigen, welche 4 Methoden am besten sind und präventiv helfen.

Jeder, der nicht all seine Daten verlieren will, sollte Sicherheitsmaßnahmen gegen Ransomware ergreifen. Denn erst NACHDEM ein Trojaner aufgetaucht ist, können Antiviren- und Betriebssystemhersteller darauf reagieren. Bis dahin können aber schon etliche Systeme befallen sein.

Windows 10: Backup-Image erstellen und wiederherstellen – Anleitung.

Ransomware sind meist sehr perfide und intelligente Trojanerprogramme, die über eine (noch nicht bekannte) Schwachstelle auf das Computer-System gelangen (Beispiel: WannaCrypt):

  • Entweder der Trojaner verschlüsselt eure Daten und fordert Lösegeld (Krypto-Trojaner),
  • oder er sperrt euer System, sodass ihr keine Eingaben mehr tätigen könnt (Lockscreen-Trojaner).

So könnt ihr euch davor am effizientesten schützen.

Ransomware-Schutz 1: Backup – wenn keins da ist, waren die Daten nicht wichtig

Von wichtigen Dateien und Daten gibt es immer Backups – IMMER! Denkt vor allem an eure Familienfotos und -videos, die sich nicht mal eben neu „machen“ lassen oder die Dateien, die ihr regelmäßig für eure Arbeit benötigt:

  • Backups speichern den jetzigen Bestand an Daten oder das komplette Betriebssystem (Image-Backup) auf einen anderen Datenträger, etwa eine externe Festplatte.
  • Im Notfall wird dann der Computer gelöscht und das Backup zurück gespielt (siehe Video oben). Dadurch wird gewährleistet, dass die Ransomware vollständig entfernt ist.

Externe Festplatten mit 4 TB Speicherplatz sind heute bereits sehr günstig. Im Folgenden seht ihr unsere Empfehlung mit dem besten Preis:

Ransomware-Schutz 2: Das eigene Verhalten

Ganz besonders wichtig: Oft ist der Nutzer schuld, wenn er sich einen Trojaner oder Virus auf das System geholt hat:

  • Meidet zwielichtige Webseiten im Internet und vor allem solche, die illegale Inhalte anbieten.
  • Öffnet keine E-Mail-Anhänge, deren Absender ihr nicht kennt oder nicht genau identifizieren könnt.
  • Hinter vermeintlichen PDF- oder ZIP-Dateien können sich Trojaner oder Viren verstecken, die nach einem Doppelklick erwachen.
  • Besonders durch Phishing werdet ihr betrogen, weil E-Mails und Webseiten auf den ersten Blick seriös aussehen, aber nur ein falscher Nachbau sind.

Tipp: Phishing: Was ist das und wie erkenne ich den Betrug?

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Phishing: Die fiesesten Tricks der Betrüger.

Ransomware-Schutz 3: Virtuelle Maschinen

Wer richtig sicher im Internet unterwegs sein möchte, der nutzt virtuelle Maschinen, die anstelle des eigentlichen PCs im Internet surfen:

Windows 10 läuft in einem Fenster unter Windows 7.
Windows 10 läuft in einem Fenster unter Windows 7.
  • Virtuelle Maschinen sind (Gast-)Betriebssysteme, die auf dem eigentlichen-Betriebssystem (Host) ausgeführt werden.
  • So könnt ihr beispielsweise Windows 10 als virtuelle Maschine installieren.
  • Wenn die virtuelle Maschine infiziert wird, ist das egal, denn diese lässt sich nach jeder Sitzung auf den Ursprungszustand zurücksetzen.
  • Dadurch ist jeder Virus, jede Malware, jede Ransomware oder Adware wieder ausgemerzt. Es wird kein Virenscanner oder Ähnliches in der virtuellen Maschine benötigt.
VirtualBox - So einfach kann man Windows 10 installieren.

Ransomware-Schutz 4: Updates & Virenscanner schützen vor alten, nicht vor neuen Bedrohungen

Das System zu aktualisieren und den Virenscanner aktuell zu halten, hilft vor allem gegen Ransomware und Viren, die bereits in der Vergangenheit aufgetaucht und bekannt sind. Ihr wollt ja nicht, dass sich ein frisch installiertes Windows 7 einen 5 Jahre alten Trojaner einfängt, nur weil die Updates nach der Betriebssysteminstallation nicht eingespielt wurden.

Updates schützen das System vor älteren, nicht vor neuen Bedrohungen.
Updates schützen das System vor älteren, nicht vor neuen Bedrohungen.

Bei Windows 10 funktioniert das automatisch. In Windows 7 und Co. könnt ihr, etwa nach einer Neuinstallation, manuelle und schnellere Offline-Updates machen.

Mindestens den Windows Defender solltet ihr auf eurem Windows-PC nutzen. Ansonsten haben wir noch folgende Empfehlungen für euch:

Welche Methoden fallen euch noch ein, um sicher vor Trojanern zu schützen? „Keine Internetverbindung haben“ ist vermutlich die beste Lösung, das ist klar. Aber wer von den Endverbrauchern kann oder möchte sich das erlauben?

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