Studie belegt: Videospiele reduzieren Stress

Marcel-André Wuttig

Laut einer aktuellen Studie des University College London gibt es für Frauen und Männer überraschende Wege, mit Stress umzugehen. So seien Videospiele vor allem für Männer eine der wichtigsten Arten von Stressabbau.

Studie belegt: Videospiele reduzieren Stress

Videospiele stehen nicht selten im Fokus von sozialwissenschaftlichen Forschungen. Immer wieder gibt es neue Studien, die angeblich belegen, wie Männer und/oder Frauen zu Games stehen und wie sie von ihnen beeinflusst werden. Auch die Forscher am University College London näherten sich dem Thema »Stress + Geschlecht + Games«. Eine Umfrage beschäftigte sich mit der Frage, wie Männer und Frauen Stress abbauen. Dazu wurden 108 Männer und 211 Frauen befragt. Zur Auswahl standen unter anderem der soziale Austausch mit Freunden, Selbsthilfebücher, Medikamente, Sex und Pornografie, künstliches Schaffen und Videospiele.

Laut der Studie seien Games für 29% der befragten Männer wichtig, um Stress zu bewältigen. 18% der befragten Frauen wählten Videospiele. Im Vergleich dazu würden mehr als 50% der Frauen und nur 27% der Männer zu Medikamenten greifen, um Stress abzubauen. Beide Geschlechter würden jedoch am ehesten mit Freunden reden, um mit stressvollen Momenten umzugehen. Interessanterweise seien Videospiele für Männer und Frauen laut der Studie sogar ein wenig wichtiger für den Stressabbau als Sex.

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Quelle: Heatstreet

Videospieler werden immer wieder mit Meinungsumfragen und Studien zum Thema »Games« konfrontiert. Meistens sind die daraus folgenden Resultate jedoch sehr unterschiedlich. Die Schlagzeilen, die daraufhin in den Medien erscheinen, sind oftmals reißerisch, polarisierend und nicht selten negativ.  Die Studie des University College London ist hauptsächlich positiv aufzufassen. Sie zeigt, dass Videospiele schon längst keine Nischenunterhaltung mehr, sondern Massenunterhaltung sind. Menschen tauchen in Games ab, um vom Alltag abzuschalten und somit Stress abzubauen und den Tag zu verarbeiten. Sie geben Spielern auch die Möglichkeit, sich sozial auszutauschen und Freundschaften zu knüpfen, wie MMOs und Gaming-Communitys immer wieder beweisen. All dies sind jedoch Informationen, für die wir als Gamer keine Studien benötigen, da sie für uns nicht neu oder überraschend sind.

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Quelle: Heatstreet

 

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