Wer sich für das Internet per Satellit über Starlink interessiert, der wird nun deutlich weniger stark zur Kasse gebeten. Der Bund hat sich für einen Gutschein in Höhe von 500 Euro entschieden, der für den Kauf der benötigten Hardware eingesetzt werden kann. So wird Starlink deutlich günstiger – doch es gibt Bedingungen.

Starlink: Internet per Satellit mit 500-Euro-Gutschein

Das Internet per Satellit wird nach Plänen der Bundesregierung günstiger. Nachdem sich Bundesminister Andreas Scheuer mit Tesla-Chef Elon Musk über eine entsprechende Förderung unterhalten hat, möchte das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mit einem sogenannten „Digitalisierungszuschuss“ für schnelleres Internet sorgen. Hier ist ein Gutschein über 500 Euro geplant, der bei der Anschaffung der für Starlink benötigten Hardware Verwendung finden kann.

Die Höhe des Gutscheins wurde ganz bewusst auf 500 Euro festgelegt. Wer sich für das Internet per Satellit von Starlink entscheidet, der wird nämlich mit 499 Euro für das Set zur Kasse gebeten. Hinzu kommen allerdings noch Versandkosten in Höhe von 59 Euro. Die monatlichen Kosten für Starlink, die bei 99 Euro liegen, werden nicht subventioniert.

Um für den Gutschein infrage zu kommen, müssen Antragsteller selbst darlegen, dass ein schnelles Internet über andere Verbreitungswege an ihrer Adresse nicht möglich ist. Dazu können abgelegene Grundstücke gehören, die über klassische Festnetz- oder Kabelanschlüsse schwer oder gar nicht zu erschließen sind. Einer Untersuchung zufolge könnten etwa 200.000 Haushalte über Starlink mit „einer vernünftigen Internetversorgung“ ausgestattet werden, wie es Andreas Scheuer in der Ankündigung formuliert.

Starlink ist ein Unternehmen von Elon Musk. Weitere werden hier im Video vorgestellt:

Elon Musks Unternehmen: Das sind die größten Projekte des Tesla-Chefs

Förderung für Internet per Richtfunk beschlossen

Im Rahmen der „Graue-Flecken-Förderung“ soll auch das Internet per Richtfunk subventioniert werden. Hier ist allerdings kein pauschaler Betrag vorgesehen, stattdessen möchte der Bund 90 Prozent der Ausgaben für die Anschaffung und Installation der technischen Ausrüstung beisteuern. Als Grenze sind 10.000 Euro festgelegt.