Teslas Autopilot lässt sich leicht übertölpeln, wie die erste Untersuchung eines Unfalls in den USA ergab. Schon ein Alltagsgegenstand am Lenkrad würde ausreichen, um den Autopiloten von einem menschlichen Fahrer zu überzeugen. Nun gibt es eine interessante Wende: Bei dem Unfall hat der Autopilot wohl doch keine Rolle gespielt.

 
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Update vom 22. Oktober 2021: Nun soll es doch nicht der Autopilot gewesen sein: Die US-Ermittlungsbehörde NTSB gibt an, dass das Assistenzsystem zum Zeitpunkt des Unfalls in Texas nicht aktiv war. Beim Aufprall sollen beide Vordersitze belegt gewesen sein, wobei der Fahrer anschließend auf die Rückbank geschleudert wurde. Tesla selbst hatte seit dem Aufkommen der Vorwürfe bestritten, dass der Autopilot beteiligt war (Quelle: heise online).

Originalartikel:

Tödlicher Unfall: Teslas Autopilot ausgetrickst

Im US-Bundesstaat Texas ist es vor einigen Tagen zu einem tödlichen Unfall gekommen. Zwei Insassen eines Model S von Tesla sind in einem Waldstück von einer Kurve abgekommen. Anschließend fing das Fahrzeug Feuer. Bei einer Untersuchung stellte sich heraus, dass der Autopilot des Elektroautos aller Wahrscheinlichkeit nach aktiviert war. Keiner der beiden Insassen hat dabei aber auf dem Fahrersitz Platz genommen. Eigentlich soll sich der Autopilot dann gar nicht aktivieren lassen.

Im Anschluss an den Unfall hat nun die Verbraucherschutz-Plattform Consumer Reports eigene Tests durchgeführt und dabei deutlich gezeigt, wie schnell sich der Autopilot mit einfachsten Mitteln davon überzeugen lässt, dass sich ein Fahrer auf dem Fahrersitz befindet.

Es reicht anscheinend schon, eine Metallkette mit einem Gewicht am Lenkrad des Teslas zu platzieren. Damit wird eine Hand simuliert. Anschließend wird noch der Gurt eingesteckt und zum Beifahrersitz gewechselt. Der Autopilot fährt ohne jeden Zweifel einfach los. Warnsignale werden nicht abgegeben.

Zum Thema Elektroautos herrschen nach wie vor einige Mythen. Diese klären wir im Video auf:

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Elon Musk: Autopilot war nicht aktiviert

In Bezug auf den tödlichen Unfall in Texas hat Elon Musk selbst erläutert, dass der Autopilot nicht aktiv sein konnte. Das Assistenzsystem ließe sich nämlich ohne Spurlinien gar nicht erst aktivieren. In dem Waldstück in Texas fehlen entsprechende Linien auf der Straße.

Unabhängig von dem Unfall werden Fahrer von Teslas gewarnt, die Augen während der Fahrt immer auf die Straße zu richten und die Hände am Lenkrad zu haben, wenn der Autopilot eingeschaltet ist.