Die E-Mobilität boomt, E-Auto-Verkäufe steigen stark an – da sind auch Ladestationen für Zuhause gefragt. Der ADAC hat sechs Modelle getestet und herausgefunden, dass es nicht immer die teure Wallbox sein muss. Günstigere Varianten konnten ebenso überzeugen. Eine E-Ladestation fällt allerdings wegen Sicherheitsmängeln durch, eine Nachbesserung ist bereits angekündigt.

ADAC-Test: Private Ladestationen für E-Autos überzeugen

Wer bereits ein E-Auto fährt oder plant, in absehbarer Zeit umzusteigen, sollte auch an die Anschaffung einer Ladestation für Zuhause denken. Zwar gibt es im öffentlichen Raum auch E-Ladesäulen, dort ist man aber darauf angewiesen, eine freie zu finden. Wartezeiten würden Zuhause entfallen, eine Wallbox kann dank Zuschuss und KfW-Förderung zudem deutlich günstiger werden als der aktuelle Kaufpreis. Der ADAC hat dem steigenden Interesse mit einem Test Rechnung getragen.

Getestet wurden sechs Wallbox-Modelle für Zuhause, die alle über die Möglichkeit der App-Steuerung verfügen. Die Bestnote mit 1,8 erreichte die Wallbox Kostad TX-1000 – eines der teureren Modelle mit rund 1.100 Euro, das laut ADAC bereits nicht mehr erhältlich ist. Der Testsieger basiere aber auf der Terra AC-Wallbox von ABB, weshalb die Tester davon ausgehen, dass die Ergebnisse übertragbar sind. Das Gerät vom Traditionshersteller ABB ist online bei Mobilityhouse erhältlich.

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Stromschlag-Gefahr: Wallbox fällt durch ADAC-Test

Nicht überzeugt hat die EVBox Elvi. Die Ladestation fiel mit einer glatten 5,0 beim ADAC durch. Der Grund: „Die integrierte Überwachungseinrichtung für Gleichstromfehler löste in einer Messreihe nicht aus.“ Das mache den Schutzschalter in der Hausinstallation effektiv nutzlos und könnte schlimmstenfalls zum Stromschlag führen. Die Abnahme durch einen Elektroinstallateur wäre damit ebenso gefährdet wie die KfW-Förderung. Besitzern der Wallbox wird geraten, sich direkt mit dem Hersteller in Verbindung zu setzen. Dort werde an einem Firmware-Update gearbeitet, welches das Problem beseitige. In der Grafik zeigt der ADAC die gesammelten Testergebnisse:

Die Auswertung des ADAC zu Wallboxen mit KfW-Förderung (Quelle: ADAC e. V.).

Der ADAC weist darauf hin, vor dem Kauf auch den Stromverbrauch im Stand-by-Modus zu beachten. Die Werte würden hier zwischen den Geräten deutlich variieren, sodass Käuferinnen und Käufer, die auf den Preis achten, die Augen offen halten sollten.

Insgesamt kommt man zu dem Fazit, dass Preisunterschiede sich vor allem durch den Bedienkomfort rechtfertigen. Wer vor allem auf eine gute Ladefunktion Wert legt, könne guten Gewissen zu einem der günstigeren Modelle greifen.