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Abzocke durch Schufa? Schwere Vorwürfe landen vor Gericht

Datenschützer werfen der Schufa Manipulation vor. (© IMAGO / U. J. Alexander)

Der Schufa wird vorgeworfen, Verbraucherrechte systematisch auszuhöhlen. Bei der kostenlosen Selbstauskunft würden wichtige Daten verschwiegen, weshalb nun rechtliche Schritte gegen die Auskunftei eingeleitet wurden. Die Datenschutzorganisation Noyb wirft der Schufa vor, Verbraucher damit bewusst in die Irre führen zu wollen.

 
Schufa
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Noyb: Schufa hält wichtige Daten zurück

Die vom bekannten Datenschutzaktivisten Max Schrems gegründete Datenschutzorganisation Noyb geht juristisch gegen die Schufa vor. Der Vorwurf: Die Schufa halte bei der kostenlosen Selbstauskunft bestimmte Daten zurück, die für Verbraucher relevant sind. Diese seien stattdessen nur über eine kostenpflichtige Bonitätsauskunft erhältlich.

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Ein wesentlicher Kritikpunkt ist dabei die Unterscheidung zwischen dem Basisscore, der in der kostenlosen Selbstauskunft enthalten ist, und den Branchenscores, die nur in der kostenpflichtigen Bonitätsauskunft aufgeführt werden. Noyb ist der Ansicht, dass diese Praxis einer vollständigen DSGVO-Transparenz widerspricht. Die Organisation bemängelt zudem, dass die Schufa für die Erstellung der kostenlosen Auskunft deutlich mehr Zeit benötige.

Darüber hinaus wirft Noyb der Schufa vor, Verbraucher durch „manipulative“ Gestaltung ihrer Webseite bewusst in die Irre führen zu wollen. Die Organisation fordert eine sofortige, kostenlose und leicht zugängliche Bereitstellung der Daten (Quelle: Nyob).

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Nyob: Wohnungssuchende durch Schufa benachteiligt

Vor allem Wohnungssuchende würden durch die bestehenden Praktiken der Schufa benachteiligt, so Nyob. Die als schwer auffindbar bezeichnete kostenlose Auskunft und die prominente Bewerbung der kostenpflichtigen Variante führe zu einer verzerrten Darstellung der Möglichkeiten. Die Schufa manipuliere die Darstellung gezielt, um das Recht auf kostenlose Auskunft zu verschleiern. Gerade auf umkämpften Wohnungsmärkten führe dies schnell zu einer Benachteiligung.

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Die Schufa-Gegner greifen zudem ganz grundsätzlich die Praxis der Schufa an. Die Auskunftei würde Verbrauchern mit ihren kostenpflichtigen Bonitätsauskünften letztlich bloß deren eigene Daten zurück verkaufen.

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