Die Corona-Pandemie macht auch vor Amazon nicht halt. Zwar gehen die Bestellungen nach oben, doch ein wichtiges Event soll nun nach hinten verschoben werden. Das wird für heftige Umsatzeinbußen sorgen – auch bei kleineren Händlern. Was ist da los?

 

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Amazon: Prime Day kommt später

Amazons Prime Day war bislang ein echter Garant für einen Geldsegen. Amazon selbst und diverse Marktplatzhändler bieten ihre Produkte zu besseren Konditionen an, was zu immer größeren Bestellmengen führt. Im vergangenen Jahr war der Umsatz am Aktionstag sogar höher als beim Black Friday und Cyber Monday zusammen. Der Prime Day ist für Amazon und Händler gleichermaßen unglaublich wichtig – doch in diesem Jahr kommt die Corona-Pandemie dazwischen.

Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge plant Amazon, den Prime Day in diesem Jahr bis in den August zu verschieben. Das sollen interne Mitschriften aus einem Meeting belegen. Amazon selbst hat sich dazu aber noch nicht geäußert. Die Einbußen beim Umsatz sollen eigenen Berechnungen zufolge zwischen 100 und 300 Millionen US-Dollar liegen.

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Während der aktuellen Krise sei es nicht möglich, den mittlerweile zweitägigen Prime Day durchzuführen. Mitarbeiter sind jetzt schon durch die deutlich gestiegene Anzahl an Bestellungen überlastet, heißt es. Sollte der Prime Day dennoch wie geplant durchgeführt werden, würde die Belastung möglicherweise zu groß – und Kunden würden sich über deutlich verspätete Lieferungen beschweren.

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Prime Day: 2 Milliarden US-Dollar Umsatz

Wie wichtig der Prime Day für Amazon ist, machen Zahlen aus dem letzten Jahr deutlich. Hier hat der Konzern laut Internet World einen Umsatz von 2 Milliarden US-Dollar erzielen können. Vom 15. bis zum 16. Juli 2019 wurden insgesamt 175 Millionen Produkte an Kunden versendet. Die Ersparnis für Kunden soll insgesamt bei rund einer Milliarde US-Dollar gelegen haben. Insbesondere Produkte aus dem Bereich Smart Home wurden verkauft wie nie zuvor.

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Amazon selbst soll bei einer Verschiebung in den August gleich fünf Millionen eigene Produkte – wie Amazon Echo und Amazon Fire TV Stick – nicht wie geplant verkaufen können. Andere Händler dürften vor dem gleichen Problem stehen und müssen nun umdenken. Erwartete Erlöse, die gerade in diesen Zeiten den Unterschied zwischen Erfolg und Insolvenz machen können, verschieben sich um einen Monat.

Simon Stich
Simon Stich, GIGA-Experte für Smartphones, Mobilfunk und die Gerüchteküche.

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