Amazon weitet seinen „Buy with Prime“-Service aus. Damit können Drittanbieter ihre Ware in eigenen Shops via Prime anbieten und so für noch schnellere Lieferungen an Kunden sorgen – ganz ohne DHL und Co. Das Programm soll in Zukunft noch ausgebaut werden.

 
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Amazon startet Angriff auf Lieferfirmen

Für DHL und andere Logistikunternehmen sind es sicher keine guten Nachrichten: Amazon hat seinen „Buy with Prime“-Service nun offiziell gestartet. Für die über 200 Millionen Kunden von Prime könnte das schnellere kostenfreie Lieferungen bedeuten. Auf externe Lieferfirmen wird verzichtet, stattdessen bietet Amazon selbst alles an.

Bei „Buy with Prime“ wird es Drittanbietern mit eigenem Online-Shop erlaubt, einen Prime-Button bei schnell lieferbaren Produkten zu verwenden. Voraussetzung ist bisher aber noch, dass die Händler bereits auf „Fulfillment by Amazon“ (FBA) setzen, wo Amazon die Lagerung der Produkte und den anschließenden Versand übernimmt. Erst zu einem späteren Zeitpunkt soll sich das Angebot auch Anbietern ohne FBA öffnen. Geplant ist der spätere Einsatz auch für Händler, die gar nicht selbst bei Amazon verkaufen.

Für Prime-Mitglieder ändert sich bei der Bestellung prinzipiell nichts. Es werden die bereits gespeicherten Zahlungs- und Versandinformationen von Amazon verwendet. Das Paket kommt dann über Amazon Prime am nächsten Tag oder innerhalb von zwei Tagen ohne Lieferkosten bei ihnen an (Quelle: CNBC).

Im Überblick: Das bietet Amazon Prime.

Amazon Prime: Die 9 größten Vorteile im Überblick Abonniere uns
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„Buy with Prime“: Verkäufer zahlen Gebühren

Für Verkäufer ist „Buy with Prime“ nicht kostenfrei, sie zahlen die Gebühren für den Versand an Amazon statt an das bisherige Lieferunternehmen. Wie hoch die Gebühr ausfällt, hängt von der jeweiligen Zahlungsabwicklung, Erfüllung und Lagerung ab. Zum Start des Programms können sich Händler noch nicht offiziell für „Buy with Prime“ bewerben, stattdessen müssen sie eingeladen werden.