Die Technik-Welt trotzt der Krise. Allen voran Apple zeigt sich mit einem Blick auf den Aktienkurs unverwüstlich. Woran liegt es, dass Börsenspieler jetzt die absoluten Gewinner sind? GIGA verrät euch das Erfolgsgeheimnis.

 

Apple

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Am Dienstag stand die Apple-Aktie bei 343,99 US-Dollar – nicht nur ein Anstieg gegenüber dem Vortag von über 3 Prozent, sondern der höchste Wert bisher überhaupt. Auf dem Papier ist Apple daher sagenhafte 1,491 Billionen US-Dollar wert. Zur Erinnerung: Im August 2018 war Apple erstmals über eine Billion Dollar wert, seitdem ging der Wert abermals über 40 Prozent nach oben. Doch damit nicht genug, im Lauf der Woche stieg der Kurs noch auf schwindelerregende 354,67 US-Dollar. Apple erreichte als erste US-Firma damit überhaupt eine Marktkapitalisierung von über 1,5 Billionen US-Dollar.

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Apples Höhenflug an der Börse: Gründe für den Aktienrausch

Wenngleich der Kurs zum Ende der Woche wieder kräftig nachgab, nach Krise klingt dies nicht unbedingt, Apple geht es gut, eigentlich sogar hervorragend. Vielleicht nicht nur trotz, sondern eventuell auch wegen der Corona-Pandemie? Apple musste zwar im Februar und März aufgrund von Lieferantenbeschränkungen, Ladenschließungen und anhaltenden Einschränkungen bei Reisen und Transporten einen Rückgang seines Aktienkurses hinnehmen, allerdings wurde am Ende die Nachfrage nach neuen Geräten sogar noch angekurbelt. Immerhin mussten die ganzen Menschen, die von zu Hause aus arbeiten, ja mit entsprechender Technik versorgt werden. Durch diese Entwicklung profitieren letztlich Technologieaktien, auch die von Apple.

Auch neue Produkte wurden von Apple während der Corona-Pandemie vorgestellt, zuletzt das neue iPhone SE:

iPhone SE (2020) im Test: Ein kleines Energiebündel

Einen weiteren Schub erhielt die Aktie des US-Herstellers zudem durch eine Meldung am gestrigen Dienstag. Bloomberg versicherte: Der ARM-Switch kommt und wird zur WWDC (Apples Entwicklerkonferenz) am 22. Juni angekündigt – wir berichteten. Bedeutet: Apple verabschiedet sich bis Ende 2021 von Intel als Prozessorlieferant für die Macs und wird stattdessen eigene Chips im ARM-Design verbauen. Selbige verrichten schon viele Jahre in iPhone und iPad ihren Dienst und haben mittlerweile wohl ein Leistungslevel erreicht, was auch dem Mac genügt.

Zu neuen Höhen könnte der Kurs im Herbst aufbrechen, wenn Apple wieder neue iPhones vorstellt, aussehen könnte dies so:

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Apple neuer Wettbewerbsvorteil

Hauseigene Chips auch für die Macs bedeuten für Apple einen entscheidenden Wettbewerbs- und Kostenvorteil. Bei Zeitplänen ist man nicht mehr von Intel abhängig, die Produktion läuft exklusiv und muss nicht mit Wettbewerben geteilt werden, Hardware und Software können noch stärker aufeinander abgestimmt werden – Apples eigentliches Erfolgsgeheimnis. All dies stärkt Apples Position im Markt und darauf wettet letztlich die Börse, so einfach ist das.