Lange mussten wir auf ein Update der iPad Pro von 2018 warten, jetzt gibt’s die neuen Modelle. In einem Punkt stellen sich die neuen Apple-Tablets jedoch als Mogelpackung heraus. Jetzt gibt es dafür neue Beweise. 

 

iPad Pro (2020)

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iPad Pro (2020)

Update vom 27. März 2020: Die ersten Benchmark-Tests hatten es schon vorweggenommen, jetzt gibt es die Bestätigung anhand neuer Beweise – Apples iPad Pro 2020, beziehungsweise der verbaute Chip, ist wohl tatsächlich eine Mogelpackung. Apples „neuer“ A12Z ist am Ende wohl nur ein umbenannter A12X aus dem iPad Pro des Jahrgangs 2018, darauf deutet ein aktueller Bericht von Notebookcheck hin. Der A12X hatte nämlich auch schon 8 GPU-Kerne, wobei einer deaktiviert wurde. Im A12Z ist dieser nun aktiv – abseits vom Namen handelt es sich aber um dasselbe Prozessordesign. Auch die bekannte Webseite AnandTech sieht dies als gegeben an. Kurzum: Ein schöne Mogelpackung von Apple.

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All dies befeuert die Gerüchte, Apple wolle im Herbst nochmals eine neue High-End-Version des iPad Pro vorstellen. Dann vielleicht mit einem Apple A14X, basierend auf dem A14 im kommenden iPhone 12 und einem 5G-Modem. Ergo: Das aktuelle iPad Pro ist demzufolge am Ende nur eine Art Übergangslösung.

Ursprünglicher Artikel vom 24. März 2020:

Apple verwendet im Gegensatz zu den Modellen von 2018 im neuen iPad Pro 2020 einen etwas anderen Prozessor: Statt des Apple A12X Bionic werkelt ein nun bisher unbekannter A12Z Bionic im neuen Apple-Tablet. Doch wie neu beziehungsweise wie schnell ist der eigentlich?

iPad Pro 2020 im Benchmark: So schnell ist das Apple-Tablet

Erste Benchmark-Tests von Reddit-Nutzern lassen eine Befürchtung aufkommen, wie die Kollegen von MacRumors berichten. Am Ende sind die neuen iPad Pros wohl nicht wirklich schneller als ihre direkten Vorgänger, der „neue“ Prozessor entpuppt sich ketzerisch ausgedrückt als kleine Mogelpackung. Machen wir es doch mal konkret. Zunächst die Ergebnisse für Geekbench 5 – jeweils für ein 11-Zoll-Modell (erste Zahl neues Modell, zweiter Wert die Version von 2018):

  • Single-Core: 1114 vs.1111
  • Multi-Core: 4654 vs. 4604
  • Metal-Score: 9894 vs. 9146

Die reinen CPU-Werte sind nur sehr geringfügig, also irrelevant schneller – ein Unterschied in der Praxis dürfte nicht wirklich feststellbar sein. Dies verwundert am Ende nicht, handelt es sich doch beim Apple A12X und beim Apple A12Z um einen 8-Kern-Chip mit derselben Taktfrequenz von 2,48 GHz, wenngleich sich Kunden von einem neuen Modell sicherlich mehr versprechen. Bei der Grafikleistung (Metal-Score) dagegen ist ein leichter Zugewinn erkennbar. Dies dürfte daran liegen, weil der neue A12Z mit 8 GPU-Kernen einen mehr aufweist als der Apple A12X.

Apple fasst die Neuerungen des iPad Pro 2020 kurz zusammen:

iPad Pro 2020: Apples Informationsvideo.

Ähnliche Ergebnisse liefert zunächst der Antutu-Test, doch besonders beim Speichertest wird’s bizarr:

  • CPU: 187648 vs. 184553
  • GPU: 348519 vs. 357335
  • Speicher: 71476 vs. 90598

Demzufolge schneidet das neue Modell im Speichertest ein ganzes Stück schlechter ab als der Vorgänger. Ob dem wirklich so ist? Immerhin sollen die aktuellen Modelle ja nun auch durchweg 6 GB RAM besitzen, wie 9to5Mac berichtete. Allein deswegen scheinen die Ergebnisse zweifelhaft. Wahrscheinlich liegt die Erklärung in einer nicht optimierten Version von Antutu im Bezug auf die neuen iPads. Ergo: Diese Ergebnisse können wir erst mal ignorieren.

Sehen wir hier das iPad 2025 oder traut sich Apple schon eher? Werfen wir einen Blick drauf:

Bilderstrecke starten(13 Bilder)
iPad knickt ein: Tablet-Revolution bei Apple – so könnte sie aussehen

iPad Pro: Alte Modelle nicht wirklich langsamer

Dennoch: So wie es ausschaut, sind die Unterschiede zwischen Apple A12X und A12Z marginal. Wirklich „neu“ ist der Chip am Ende nicht und Besitzer der nun älteren Tablets erhalten einen weiteren Grund gegen den Neukauf. Somit gehört das iPad Pro 2018 noch lange nicht zum alten Eisen.