Ein Apple-Softwareupdate für MacBooks soll bald dafür sorgen, dass die Batterien der Notebooks länger frisch bleiben. Einen kleinen Haken gibt es dabei aber.

 

MacBook Pro 2019

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Update für macOS soll MacBook-Akkus schonen

Mit macOS 10.15.5 will Apple die Batterielebensdauer in aktuellen MacBook-Pro- und MacBook-Air-Modellen verlängern. Auf seiner Website beschreibt der Hersteller schon jetzt das Batteriegesundheitsmanagement, das mit dem nächsten Software-Updates auf einige MacBook-Modelle kommen wird.

Anders als beim Batteriemanagement auf dem iPhone geht es bei den MacBooks nicht darum, Leistungsspitzen und damit ein unerwartetes Herunterfahren zu vermeiden: Apple will die MacBook-Batterien dagegen intelligenter aufladen. Dazu wird das System laut Apple Daten zum Temperaturverlauf der Batterien sammeln und das Aufladeverhalten des Nutzers untersuchen. Sichtbar wird das Batteriemanagement dann dadurch, dass der Akku nicht mehr zu 100 Prozent aufgeladen wird – um den chemischen Alterungsprozess der Batterie zu verlangsamen. Gewiss ein Vorteil, aber mit Haken.

Günstiger als beim Hersteller: MacBook-Modelle bei Amazon

Die Neuerungen betreffen auch das MacBook Pro mit 16-Zoll-Bildschirm:

MacBook Pro 2019: 16-Zoll-Modell im Apple-Video

Wann man das Batteriemanagement deaktivieren sollte

In den Systemeinstellungen von macOS 10.15.5 wird man das neue Batteriemanagement deaktivieren können. Nötig ist das beispielsweise dann, wenn man auf eine komplett geladene Batterie angewiesen ist und eine möglichst lange Akkulaufzeit benötigt.

Laut The Verge kommt das neue Softwarefeature per Systemupdate auf alle Apple-Notebooks, die Thunderbolt 3 unterstützen: Das sind alle MacBook-Pro-Modelle, die seit 2016 auf den Markt gekommen sind, und neue MacBook-Air-Modelle mit Retina-Display (seit 2018).

Beim iPhone hatte Apple die Funktion bereits im Jahr 2018 mit iOS 11.3 eingeführt. Dort betrifft die Funktion vor allem Geräte mit schwachen Akkus und führt zu einer tatsächlichen Leistungsverringerung beim Prozessor. Das ist beim Mac jedoch nicht zu befürchten.