Kryptowährungen stehen wegen ihres gigantischen Stromverbrauchs schon länger in der Kritik. Das wollte ein britischer Landwirt nicht hinnehmen. Er hat sich eine ganz eigene Lösung ausgedacht, um nachhaltig Ethereum zu schürfen. Seine Kühe spielen dabei eine besondere Rolle.

 

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Von Kuhdung zu Ethereum: Bauer macht es vor

Beim Schürfen von Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum werden große Mengen an Strom verbraucht, was verstärkt Kritik nach sich zieht. Eine sehr viel nachhaltige Lösung hat sich nun ein britischer Bauer ausgedacht. Er nutzt den Dung seiner Kühe, um damit eine Biogasanlage zu betreiben. Der so gewonnene Strom wird zum Schürfen von Ethereum genutzt. Einer eigenen Aussage zufolge kommen zu 100 Prozent erneuerbare Energien zum Einsatz.

In der Biogasanlage produziert der Dung der Kühe Methan. Dieses Gas wiederum treibt Turbinen an, die so Strom erzeugen. In Großbritannien garantiert die Regierung eine vergleichsweise hohe Summe für derart eingespeisten Strom. Da die Subventionen in den letzten Jahren aber stark zurückgefahren wurden, haben sich nicht wenige Anlagenbesitzer nach anderen Einnahmequellen umgesehen.

Rund ein Drittel des von Phillip Hughes produzierten Strom fließt in das Schürfen von Ethereum. Der Rest wird für seinen eigenen Bauernhof sowie einen angeschlossenen Campingplatz verwendet, wie die BBC berichtet.

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Kryptowährung aus Kuhmist: Immer mehr steigen ein

Hughes konnte mittlerweile einige Partner gewinnen, welche seine aus Kuhmist produzierte Energie zum Schürfen von Ethereum nutzen. Der finanzielle Ertrag schwankt dabei allerdings stark, weshalb der Landwirt nach wie vor Überzeugungsarbeit leisten muss. Auch Nachbarn hätten sich schon bei ihm gemeldet, um sich über die ungewöhnliche Einnahmequelle zu informieren.

Noch vor einem Jahr lag der Preis für einen Ethereum-Coin bei rund 200 Euro. Nach einem Allzeithoch im Mai 2021, als bis zu 3.300 Euro für Ethereum auf den Tisch gelegt werden musste, liegt der Kurs derzeit bei rund 2.000 Euro