Elon Musk will beim Kauf eines Teslas wieder Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren. Damit macht er in wenigen Monaten die zweite Kehrtwende zum Thema. Bevor es soweit ist, muss die Kryptowährung allerdings eine Bedingung erfüllen.

 

Elon Musk: Der Tesla-Chef im Porträt

Facts 

Man könnte meinen, Elon Musk sei nicht nur Tesla-Chef sondern auch Erfinder des Bitcoins. Das ist zwar nicht der Fall, aber der Name Elon Musk ist inzwischen so eng mit dem Schicksal der ersten Kryptowährung verbunden, dass es manchmal den Anschein hat. Am Sonntag hat der Tesla-CEO wieder eimal eine weitreichende Ankündigung per Twitter verkündet: Tesla werde Bitcoin als Zahlungsmittel wieder akzeptieren.

Bitcoin bei Tesla erst ab 50 Prozent sauberer Energie

Dabei macht Musk eine entscheidende Bedingung: Wenn bestätigt werden könne, dass ein angemessener Anteil der fürs Mining benötigten Energie „sauber“ sei, werde Tesla mit Bitcoin-Transaktionen fortfahren, so Musk auf Twitter. Angemessen, das bedeutet für ihn etwa die Hälfte. Außerdem müsse erkennbar sein, dass die Entwicklung hin zu einem noch größeren Anteil an sauberem Strom geht.

Mit dieser jüngsten Ankündigung macht Musk die zweite Kehrtwende zum Thema Bitcoin bei Tesla in wenigen Monaten. Zwischen März und Mai konnte man einen Tesla mit Bitcoin erstehen, dann kam das Aus wegen Bedenken zu den Auswirkungen des Krypto-Minings auf das Klima. Jetzt will Elon Musk offenbar den Mittelweg einschlagen. Können wir bald wieder Tesla mit Bitcoin kaufen? Seine Antwort: Ja, aber.

Der Tesla-Chef spielt noch bei vielen anderen Projekten mit. Im Video findet ihr eine Übersicht:

Elon Musks Unternehmen: Das sind die größten Projekte des Tesla-Chefs

Vorwurf der Marktmanipulation gegen Elon Musk

Mit den jeweiligen Plänen Teslas löste Musk auch immer deutliche Kursbewegungen beim Bitcoin – und in der Folge bei anderen Kryptowährungen – aus. So auch in diesem Fall: Wie der Spiegel berichtet, kletterte der Bitcoin nach Musks Tweet zwischenzeitlich um fast 10 Prozent.

Ironisch: Musks Tweet war eine Antwort auf einen Beitrag des Online-Dienstes Cointelegraph, in dem ihm Marktmanipulation beim Bitcoin vorgeworfen wird. Er soll den Kurs durch seine Pläne mit Tesla in die Höhe getrieben und dann auf dem höchsten Punkt große Mengen Bitcoin verkauft haben. Den Vorwurf bezeichnet er als falsch. Fakt ist allerdings, dass der Bitcoin-Kurs und die anderer Krypto-Coins in der Vergangenheit sehr deutlich auf viele von Elon Musks Äußerungen zum Thema Kryptowährungen reagiert haben.