VW will eigene Software entwickeln, sie soll in Zukunft für die Autos aus Wolfsburg immer wichtiger werden. Was der Volkswagenkonzern plant, wurde jetzt bekannt gegeben. Vor allem ein Feature könnte die Art und Weise, wie wir mit dem Auto fahren, für immer verändern.

 

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Software ist ein zentrales Stichwort für die Zukunft von VW. Verschiedenste Zusatz-Features sollen die Kunden bald für klassische Autos ebenso wie für Elektroautos per Over-the-Air-Update hinzu buchen können – natürlich gegen Aufpreis. Schon 2022 werden die Elektromodelle der ID-Familie den Anfang machen.

Ob E-Auto oder Verbrenner: VWs Kundenprofil kann die Autowelt auf den Kopf stellen

Richtig spannend wird aber vor allem eine Funktion, die VW in seinen Autos einführen will: ein digitales Kundenprofil. Hinzu gebuchte Software und Konfigurationen am Auto sollen mit dem Konto verbunden werden. Der Clou: Das wird unabhängig vom jeweiligen Fahrzeug funktionieren, wie die Wolfenbütteler Zeitung im Rückgriff auf eine Meldung der Deutsche Presse-Agentur (DPA) berichtet. Wer sich also ein Software-Paket für zusätzliche Reichweite im E-Auto kauft, könnte das schon bald in andere VW mitnehmen, etwa wenn man im Urlaub einen Mietwagen fährt.

Mit dem Software-Konto treibt VW die Entwicklung hin zu Abonnements für Autos voran. Wer nicht nur Software-Features mietet, sondern gleich das ganze Auto, soll profitieren. Flexibilität und keine unnötigen Kosten versprechen solche Abo-Modelle. VW hoffe darauf, dass Car-Sharing-Dienste für viele Kunden interessanter werden, so die Zeitung weiter. Kenner der Automobilbranche erwarten den Wechsel zu immer mehr Abo-Modellen bereits seit einiger Zeit.

E-Autos bieten bisher den höchsten Software-Standard bei VW. Welche Irrtümer über Elektroautos sich hartnäckig halten, erfahrt ihr im Video:

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VW profitiert vom Wechsel zu Auto-Abonnements

Die neuen Geschäftsmodelle werde man unter der Dachmarke „Volkswagen We“ bündeln, erklärt Thomas Ulbrich, Vorstand für technische Entwicklung bei VW. Dazu gehört auch das Car-Sharing-Konzept „WeShare“ für die Elektromodelle von VW, das etwa bereits in Hamburg und Berlin an den Start gegangen ist.

Mit den Kundenkonten „zum Mitnehmen“ schafft VW zudem das Potenzial für eine bis dato nicht erreichte Bindung der Kunden an die Marken des VW-Konzerns. Das wiederum bedeutet auf lange Sicht skalierbare, regelmäßige Einnahmen. Ob sich Abo-Modelle im Automobilsektor durchsetzen, wird sich auch in Zukunft nicht zuletzt an den Preisen entscheiden, die VW und Co. für ihre Angebote aufrufen.