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Balkonkraftwerk 30 Monate im Einsatz: So viel Geld habe ich wirklich gespart

Mein Balkonkraftwerk spart mir richtig viel Geld an Stromkosten. (© GIGA)

Im Juni 2021 habe ich meine Mini-Solaranlage in Betrieb genommen. Seitdem produziert das Balkonkraftwerk Energie, die ich in meiner Wohnung direkt verbrauche und somit nicht bezahlen muss. Wie viel Energie ich in mittlerweile 30 Monaten produziert, selbst verbraucht und an Geld wirklich gespart habe, verrate ich euch jetzt.

 
Balkonkraftwerk
Facts 

Mini-Solaranlage: 30 Monate Balkonkraftwerk

Eine steckfertige Mini-Solaranlage ist eine einfache Möglichkeit, um selbst Energie zu produzieren, die ihr direkt verbraucht. Produziert ihr mehr, werdet ihr dafür nicht vergütet, da für solche Anlagen eine vereinfachte Zulassung gilt. Was es dabei zu beachten gibt, habe ich hier zusammengefasst. Doch wie viel Energie hat meine 600-Watt-Anlage in den vergangenen 30 Monaten überhaupt produziert und wie viel Geld habe ich damit am Ende gespart? Schauen wir uns den Ertrag der letzten 30 Monate an.

Die einzelnen Monate im Überblick

Da ich eine FritzBox habe, habe ich die smarte Outdoor-Steckdose AVM FRITZ!DECT 210 (bei MediaMarkt anschauen) verwendet, um den Energiefluss zu messen.

  • Juni 2021: 45 kWh
  • Juli 2021: 49 kWh
  • August 2021: 42 kWh
  • September 2021: 32 kWh
  • Oktober 2021: 22 kWh
  • November 2021: 9 kWh
  • Dezember 2021: 3 kWh
  • Januar 2022: 5 kWh
  • Februar 2022: 15 kWh
  • März 2022: 43 kWh
  • April 2022: 62 kWh
  • Mai 2022: 67 kWh
  • Juni 2022: 71 kWh
  • Juli 2022: 64 kWh
  • August 2022: 67 kWh
  • September 2022: 45 kWh
  • Oktober 2022: 33 kWh
  • November 2022: 14 kWh
  • Dezember 2022: 7 kWh
  • Januar 2023: 12 kWh
  • Februar 2023: 23 kWh
  • März 2023: 31 kWh
  • April 2023: 55 kWh
  • Mai 2023: 58 kWh
  • Juni 2023: 75 kWh
  • Juli 2023: 82 kWh
  • August 2023: 55 kWh
  • September 2023: 39 kWh
  • Oktober 2023: 21 kWh
  • November 2023: 11 kWh

Macht zusammen 1.146 kWh in 30 Monaten.

Von den 1.156 kWh, die mein Balkonkraftwerk in den letzten 30 Monaten produziert hat, habe ich effektiv 965 kWh verbraucht. 192 kWh habe ich nicht verbraucht und meinem Netzbetreiber „geschenkt“. Am 2-Richtungs-Stromzähler könnt ihr entnehmen, wie viel Energie ihr ins Netz gespeist habt. Dafür bekommt ihr bei einer Mini-Solaranlage keine Vergütung. Seitdem ich das Balkonkraftwerk habe, notiere ich die Daten jeden Monat.

Hinweis: Zwischendurch habe ich verschiedene Balkonkraftwerk-Akkus getestet. Darunter Zendure SolarFlow (Test)EcoFlow PowerStream (Test) und Anker Solix Solarbank (Test), sodass die Einspeisung etwas geringer ausfiel.

So viel Geld habe ich wirklich gespart

  • Ersparnis 2021 und 2022 zu je 30 Cent pro kWh: 165,60 Euro (552 kWh verbraucht / 143 kWh verschenkt)
  • Ersparnis 2023 zu je 40 Cent pro kWh: 165,20 Euro (413 kWh verbraucht / 49 kWh verschenkt)

Insgesamt liegt die Ersparnis also bisher bei 330,80 Euro. 

Meine Anlage hat 800 Euro gekostet. Nach etwa sechs Jahren hätte sich die Anlage also abbezahlt und würde bei einer Haltbarkeit von etwa 25 Jahren noch weitere 19 Jahre kostenlos Strom produzieren. Mittlerweile sind Balkonkraftwerke aber viel günstiger:

Was ihr über Balkonkraftwerke wissen müsst:

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Wichtige Details zu meiner Solaranlage

Von Juni 2021 bis März 2022 stand meine Solaranlage auf dem Boden und war öfter verschattet. Seitdem ich die Solarpanels aufgehängt habe, ist der Ertrag seit April 2022 viel besser ausgefallen. Von Oktober bis Februar scheint die Sonne zu selten, um viel Energie zu produzieren. Trotzdem habe ich im Januar 2023 schon gemerkt, dass sich der Ertrag von 5 auf 12 kWh deutlich gesteigert hat, obwohl die Sonne tief steht und bei mir auch ein großer Baum im Weg ist, dessen Schatten ab circa 15 Uhr auf die Solarpanels trifft. Habt ihr also keine Verschattungen, könnt ihr die Sonnenstunden noch besser nutzen.

Das ist die wichtigste Lehre für mich: Es ist enorm wichtig, das Balkonkraftwerk anständig auszurichten. Je mehr Sonne ihr einfangt und die Energie dann auch wirklich verbraucht, desto mehr lohnt sich so eine Anlage. Doch selbst bei nicht so optimalen Bedingungen wie bei mir lohnt sich eine steckfertige Mini-Solaranlage. Ihr müsst nur den (richtigen) Platz dafür haben.

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