Die Deutschen lieben ihr Bargeld: In kaum einem anderen EU-Land sind Münzen und Scheine beim Zahlungsverkehr noch immer so präsent. Problem für Banken: Das Vorhalten von Bargeld ist teuer. Nachdem zuletzt die Deutsche Bank angekündigt hat, die Bargeldausgabe in der Filiale einschränken zu wollen, haben sich nun die Sparkassen geäußert – mit einer klaren Ansage.

 
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PayPal, Klarna, Kreditkarte und Co. An der Auswahl an bargeldlosen Systemen mangelt es in Deutschland nicht. Trotzdem halten die Bundesbürger dem Bargeld die Treue: Im Zuge der Corona-Pandemie ist zwar der Anteil der Menschen, die im vergangenen Jahr noch Bargeld genutzt haben, um 12 Prozent gefallen. Unterm Strich liegt er mit 72 Prozent aber noch immer weit höher als in anderen EU-Ländern. Das wissen auch die Sparkassen, die sich in der laufenden Bargeld-Debatte klar positionieren.

Sparkassen: Bargeld-Ausgabe in Filialen soll bleiben

Auf Nachfrage des Handelsblatts antwortet etwa die Kreissparkasse Köln, weiter Bargeld in den Filialen anbieten zu wollen: „In allen unseren 116 Filialen haben Kundinnen und Kunden die Möglichkeit, über die Kasse Geld abzuheben.“ Eine Reduzierung des Bargeld-Angebots sei derzeit nicht in Planung, heißt es. Ähnlich sieht das die Hamburger Sparkasse, die es ihren Kunden ermöglicht, in allen der rund 100 Nachbarschaftsfilialen Bargeld ein- und auszuzahlen (Quelle: Handelsblatt).

Ganz anders sieht es zum Beispiel bei der Oldenburgischen Landesbank (OLB) aus. Laut OLB-Chef Stefan Barth plane das Geldhaus zwar nicht, die Bargeldausgabe in den Filialen ganz abzuschaffen. Die Zahl der Filialen wurde aber bereits von einstmals 180 auf nun 40 reduziert. Denn: „Natürlich ist die Bargeldversorgung von Filialen oder Geldautomaten in der Bewirtschaftung teuer“, so Barth.

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Deutsche Bank will Bargeldausgabe in Filialen stark runterfahren

Auslöser der neuerlichen Debatte um die Bargeldverfügbarkeit in Filialen war ein Plan der Deutschen Bank. Die möchte in Zukunft die Bargeldausgabe in den Filialen stark einschränken. „In der Zukunft möchte ich kein Bargeld mehr in den Filialen anbieten, denn das Vorhalten von Bargeld verursacht Kosten“, so Deutsche-Bank-Manager Lars Stoy.