Englische Forscher haben eine beunruhigende Entwicklung beobachtet: Die bisherigen Mutationen des Coronavirus verändern sich weiterhin. Die britische Variante könnte dadurch noch gefährlicher werden, doch die Forscher machen auch Hoffnung.

 

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Corona-Variante mutiert weiter: Impfstoffe bald unwirksam?

Es sind zunächst keine guten Nachrichten: Die britische Mutante des Coronavirus mit der Bezeichnung B.1.1.7 gilt als ansteckender als der Erreger in seiner ursprünglichen Form, der die weltweite Pandemie auslöste. Nun haben englische Experten Fälle dokumentiert, in denen die britische Variante weiter mutiert ist. Dabei habe sie ein Merkmal ausgebildet, das bereits von der südafrikanischen Mutation B1.351 bekannt ist – damit könnten die aktuellen Impfstoffe einen Teil ihrer Wirksamkeit einbüßen.

Zwar könne die Effektivität bei dieser neuen Variante nachlassen, trotzdem sollten die bisher zugelassenen Impfstoffe weiterhin nutzbar sein, so die Experten weiter. Bisher sind 11 Fälle aus Bristol sowie ein Cluster mit 32 Fällen in Liverpool bekannt, bei denen das Virus Merkmale beider Mutationen trägt. Eine höhere Dunkelziffer sei wahrscheinlich, berichtet die BBC. Generell sei es normal, dass Viren mutieren und sich laufend verändern. Das allein ist demnach kein Grund zur Besorgnis. In diesem Fall sprach der Virusexperte Dr. Julian Tang, University of Leicester, allerdings von einer „beunruhigenden Entwicklung“. Es gebe Forschungsergebnisse laut denen die aktuelle Mutation dem Virus helfen könne, menschliche Antikörper „zu umgehen“.

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Mutationen bieten Hoffnung für Impfstoff-Entwicklung

An den Mutationen sei, obwohl sie zunächst beunruhigend sind, allerdings auch ein möglicher Vorteil für die Bekämpfung der Pandemie zu erkennen. Verschiedene Mutationen des Coronavirus würden ähnliche Merkmale ausbilden. Prof. Ravi Gupta, University of Cambridge, erklärt: „Das gibt uns ein Zeichen, dass es bestimmte favorisierte Wege nimmt – und wir können daran arbeiten, diese mit einem Impfstoff zu blockieren.“ Das sei ein Silberstreifen am Horizont. Bis dahin könnten bestehende Vakzine gegebenenfalls an Mutationen angepasst werden, sollten sie immens an Wirksamkeit einbüßen.

Unterdessen wird die Erforschung neuer und alter Medikamente weiter betrieben und der Vodafone-Chef spricht sich für eine Lockerung des Datenschutzes aus, um die Pandemie besser zu bekämpfen.